Nigeria: erneut Massaker an Christen

Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, haben in der Nähe der nigerianischen Grenze erneut Islamische Terroristen christliche Kirchen niedergebrannt und in einem Ort namens Chibok zehn Menschen aufgeschlitzt. 

Karte von Nigeria.

Nigeria

Dazu führt die inzwischen von der Pleite eingeholte Zeitung führt dazu auf ihrer Internetseite aus:

Die mutmaßlich islamistischen Angreifer seien unter Allah Akbar-Rufen (Gott ist groß) in mehrere Häuser gestürmt und hätten die Bewohner massakriert, sagte einer der Gemeindevertreter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Die Angreifer hätten ihre Opfer „wie Schafe“ abgeschlachtet.
In dem Stadtteil Chibok, wo sich das Massaker demnach ereignete, leben mehrheitlich Christen. „Wer sonst als Mitglieder der (islamistischen Sekte) Boko Haram würde in Häuser gehen und die Kehlen von zehn Menschen aufschlitzen“, sagte ein anderer Vertreter. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Chibok liegt rund 70 Kilometer von der Boko-Haram-Hochburg Maiduguri entfernt.

Ein bekanntes Handlungsmuster, das hier im Blog bis zum angewiderten Überdruss dokumentiert werden musste. Insofern halte ich den Bericht der AFP für glaubwürdig, weil er in die barbarischen Handlungs-Strukturen der „Boko Haram“ passt. Die FR weiter:

Ein Einwohner des Viertels Myan, Ezekiel Damina berichtete, die Häuser der Opfer seien „mit großer Genauigkeit“ ausgewählt worden. Anschließend seien die Häuser in Brand gesetzt worden. Die Angreifer hätten alles verwüstet.

Hier ist ein religiöser Massenmord, eine religiöse „Säuberungsaktion“ allergrößten Ausmasses im Gange, aber da der nigerianische Norden über keinerlei Bodenschätze, strategisch-militärische Bedeutung oder sonstiges, ähnlich gelagertes Potential verfügt und ja „nur“ Christen davon betroffen sind, rührt sich im Lande der Dichter und Denker kaum eine Zunge, kaum eine Hand. Man bleibt distanziert, man differenziert in Medien und Politik, man zeigt keinerlei Betroffenheit, nicht einmal in Kirchenkreisen. Aber wehe, eine bedrohte Vogelart nistet in der Nähe von „Stuttgart 21“, dann droht eine christliche Massenhysterie bis hin zur nahen Selbst-Entleibung.

Gebetsanliegen: Bitte beten Sie doch dafür, dass es noch mehr Christen in diesem Lande geben möge, die es leid sind, immer nur zuzusehen, die Hände in den Schoss zu legen und die Augen zum Himmel zu erheben, während sie die Klappe halten und gar nichts tun. Bitten Sie doch um eine Welle der Erleuchtung darüber, dass Christsein auch heissen muss, andere Gläubige in ihrer Not zu unterstützen. Wer glaubwürdig auch Nichtchristen und Andersgläubige in seine Hilfsarbeit einschließen und für jeden hilfreich sein will, der muss zunächst einmal anfangen, sich um die „eigenen“ Leute zu sorgen, sonst wird er unglaubwürdig.

(Quelle: „Frankfurter Rundschau“ vom 03. Dezember 2012)

 

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