US-Parlamentarier verwundert über das Schweigen der Kirchen

Der republikanische Abgeordnete aus Virginia, Frank Wolf, hat unlängst in einer US-Talkshow sein völliges Unverständnis über das Schweigen der US-Kirchen über die anschwellende Christenverfolgung in der Welt bekundet. Der Parlamentarier, der selbst in Menschenrechtsfragen engagiert ist und dementsprechend auch im US-Kongress aktiv wurde, war vor wenigen Tagen in der „Janet Mefferd Show“ zu Gast, wo er namentlich einige bekannte TV-Prediger aufforderte, ein klares Wort über die Christenverfolgung zu finden.

Die Kirche im Westen ist relativ still. Wo sind die Dietrich Bonhoeffers unserer Tage ? Wo ist Rick Warren (bekannter US-Gemeindeleiter), wo ist John Piper (ebenso) ? Wo sind die Menschenmassen ? Warum sprechen sie nicht darüber ?

Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, warum nicht mehr Menschen im Westen offen darüber sprechen.

Wolf ist u. a. dafür bekannt, dass er einen Gesetzentwurf auf den Weg brachte, der im US-Außenministerium einen Sonderbotschafter für Menschenrechte und  Religionsfreiheit in Asien und Nahost verankern sollte. Dieser Entwurf wurde im Repräsentantenhaus (der einen Kammer der Parlaments) zwar gebilligt, wird jedoch auf Inititiative der Obama-Regierung im Senat durch Senator Jim Webb (Demokrat, ebenfalls Virginia) blockiert. Vermutlich wird die Initiative des Abgeordneten Wolf so im Sande verlaufen.

Wolf zeigte sich in seinen Aussagen, wie den o. g. enttäuscht vor allem vom Schweigen der Kirchen. Auch hier im Blog haben wir schon vor Monaten einmal festgestellt, dass eine satte Mehrheit der Kirchen-Manager (soll ich sie noch „Geistliche“ nennen ?) sich mit Zähnen und Klauen weigern, die Christenverfolgung in ihren Gemeinden zu thematisieren.

Auch „open doors USA“, die christliche Hilfsorganisation, hatte sich schon vor längerer Zeit sehr kritisch über die Selbstgefälligkeit der US-Kirchen geäußert. Ihr Vorsitzender, Carl Moeller, hatte dazu unmissverständliche Worte gefunden. Besonders hat Frank Wolf auf die Situation der Kopten Ägyptens hingewiesen. Mit Bezug auf seinen Gesetzentwurf sagte er dazu:

Ich bin nicht überrascht, dass die Obama-Administration gegen diesen Entwurf ist, aber wo ist die Kirche im Westen ? Ich ging davon aus, dass die Kirche längst auf den Barrikaden wäre ! Wir haben niemanden, der für die religiösen Minderheiten eintritt. Die koptische, christliche Gemeinschaft kann nicht verstehen, warum der Westen sie im Stich lässt.

(Quelle: „the christian post“ vom 02. November 2012)

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