Letzter Christ in Homs ermordet – Stadt nun „christenrein“

Syrien

Der Wunschtraum aller Islamisten bewahrheitet sich ganz langsam. In Syrien ist die erste bedeutende Stadt, zumindest in ihrem umkämpften Zentrum, nun „christenrein“. In Folge der Gefechte zwischen Regierungstruppen und islamistischen Milizen, die Syrien in einen „Allahs-Staat“ verwandeln werden, sobald ihre Söldner-Banden (die mit Katarischem und Saudischem Geld bezahlt werden) das Assad-Regime entmachtet haben, werden die Christen Syriens zerrieben. Das ist eine „Binsenweisheit“, die in unserer Medienlandschaft aber mangels Opportunität nicht weiter beachtet wird.

Für unsere Medien sind „die Christen selber Schuld, die sind ja noch immer für Assad“. Was natürlich nicht stimmt, denn die Christen sind letztlich nur für ihre freie Religionsausübung und ihre Unversehrtheit an Leib und Leben, die nun durch fanatisch-sunnitische Kräfte bedroht werden. Wie auch immer, in jedem Falle wurde in den letzten Stunden die Nachricht verbreitet, dass der letzte in der Innenstadt des umkämpften Homs lebende Christ, der 84-jährige Elias Mansour, nun ermordet wurde. Mansour hatte sich bis zuletzt um seinen behinderten Sohn gekümmert. Dies war der Grund, warum er sich hartnäckig den Umsiedlungsmaßnahmen aus der umkämpften Zone der Stadt widersetzt hatte.

Der katholische „fidesdienst“ schreibt dazu:

 Noch in den Tagen zuvor hatte er betont, dass er das Stadtviertel um keinen Preis verlassen würde und dass er seine eventuellen Mörder „an die zehn Gebote und die Heilige Schrift“ erinnern werde. Die Beisetzung findet heute in einer orthodoxen Kirche statt. Unterdessen wird auch der behinderte Sohn des Ermordeten vermisst.

Ruhe in Frieden, Elias Mansour.

(Quelle: „fidesdienst“ vom 31. Oktober 2012)

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3 Gedanken zu “Letzter Christ in Homs ermordet – Stadt nun „christenrein“

  1. Das ist bitter! Ein tapferer und unbeirrbarer Mann hat sein Leben lassen müssen. Es fällt in diesem irren Hexenkessel wahrscheinlich kaum auf, dort wird nun in rasender Geschwindigkeit gestorben. Ohne Hoffnung auf Frieden. Die ethnische Säuberung ist quasi in einem Rutsch vollzogen und abgeschlossen worden, warum verlassen die Christen diese Länder nicht? Es wird kaum noch Raum für eine gemeinsame respektvolle Zukunft miteinander geben.

    Wir sollten den drangsalierten Christen in den muslimischen Ländern unsere Solidarität verstärkt anbieten und sie in Europa aufnehmen. Frau Merkel macht sich in der Türkei noch Sorgen um die Aleviten. Wenn dies ihr wichtigstes Argument ist, wird sie sehr bald die Christenverfolgung auch in der Türkei bemerken müssen. Noch leise und von der öffentlichkeit kaum wahrgenommen, aber wo kein Raum für muslimische Gläubige -die Aleviten- ist, da wird es bald nicht mehr möglich sein als Christ seinen Glauben dort auszuüben. Ich sehe die Türkei noch lange nicht in der EU, es sei denn, Europa tritt zur Sicherheit geschlossen zum Islam über. Entschuldigt meine Bitterkeit, aber ich zweifle an einer baldigen Verbesserung der Situation der Christen weltweit.

  2. Diese Nachricht macht besonders nachdenklich.
    Aus diesem Anlaß frage ich, ob der Bottom „Gefällt mir“ – „Sei der Erste dem dies gefällt“ einen anderen Namen bekommen kann, denn vom Inhalt her gefallen können unserem Leserkreis die meisten Meldungen (Schreckensmeldungen) wahrlich nicht.
    Ansonsten Dankeschön, lieber „jemeljan“, für Ihr Engagement.

    • Ja, das „gefällt mir“ bezieht sich nicht auf die Taten, die beschrieben werden, sondern auf die Tatsache, dass sie überhaupt jemand beschreibt und die Nachricht verbreitet. Das ist klar, auch wenn das Missverständnis natürlich zynisch klingen mag.

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