„inhaftierte Christen werden gefoltert“ – im Iran

Iran

Ein Vertreter des iranischen Hauskirchennetzwerks „Church of Iran“, Firouz Khandjani, hat unlängst über das Schicksal der am Freitag, den 12. Oktober 2012, verhafteten Christen gesprochen. An diesem Tag waren in einem staatlichen Übergriff auf eine christliche Versammlung in Shiraz mindestens sieben Gläubige inhaftiert worden. Khandjani spricht nun davon, dass diese angeblich im Gefängnis einer Art Gehirnwäsche unterzogen würden, um „Geständnisse“ für Straftaten abzulegen, die sich die Ankläger natürlich selbst erdacht haben.

Dabei würden die Inhaftierten dem klassischen „Böser-Cop/Guter Cop‘ – Prinzip unterzogen, wobei die „Bösen Cops“ jedoch ihre Opfer folterten, so der Kirchenmann.

Es ist unser Eindruck, dass die iranischen Behörden versuchen, sie Geständnisse auf Anklagen wie „Gefährdung der staatlichen Sicherheit“ etc. machen zu lassen.

Auch Khandjani selbst verfügt über Hafterfahrung, weiss also, worüber er spricht. Khandjani sagt, dass derzeit die christlichen Versammlungen und Gebetstreffen von den Autoritäten des Staates als „gefährlicher als politische Treffen“ angesehen würden. In einem sozio-kulturellen Umfeld, in dem es entsprechend der islamischen Doktrin auch keine Trennung von Staat und Religion geben kann, keine ungewöhnliche Sichtweise. Firouz Khandjani erklärt dies mit einem sehr simplen Weltbild der Machthaber:

Jeder, der kein schiitischer Muslim ist, wird als politischer Gegner angesehen.

Er erklärt die Ängste der Machthaber auch mit einer ebenso einfachen, wie nachvollziehbaren Formel:

Viele Mitglieder der politischen Opposition mögen ihre Aktivitäten einfach stoppen können, ein Christ kann aber nicht anders, als ein Christ zu sein.

Der Vertreter des Hauskirchen-Netzwerkes sprach auch von mehr als 400 Inhaftierungen von Christen allein im letzten Monat und nennt die Sicherheitsorgane der „islamischen Republik Iran“ dabei offen eine Art „Iranische Gestapo“. Spätestens diese Einschätzung eines Gläubigen sollte doch uns Deutsche nachdenklich machen, selbst wenn wir sie noch hinterfragen zu müssen glauben, oder nicht ?

Das gesprengte Gebetstreffen in Shiraz wurde wohl von „Bruder Vahid“ geleitet, umfasste ca. 15 Anwesende und auch die Namen der im Anschluss verhafteten Geschwister sind samt und sonders bekannt. Einzelne von ihnen, namentlich genannt wird dabei z. Bsp. Schwester Roxana Forughi, sollen schon zum wiederholten Male von den Behörden belästigt worden sein. Allen droht die „übliche Behandlung“, was bedeutet, dass es keine offizielle Anklage geben wird und keine Verfahren gegen sie eingeleitet werden, bevor sie ihre „Geständnisse“ abgelegt haben.

(Quelle: „bosnewslife“ vom 16. Oktober 2012)

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