USA/Indonesien: erster Kirchenflüchtling darf zu seiner Familie zurück.

Wir haben darüber schon berichtet: in der reformierten Kirche von Highland Park, New Jersey, in den USA haben sich mehrere indonesische Christen versteckt, da ihnen die Abschiebung nach Indonesien drohte. Sie und ihre Verwandten kamen zumeist während antichristlicher Ausschreitungen in den 90er Jahren des 20ten Jahrhunderts in die USA und hatten dabei die Fristen zur Legalisierung ihres Aufenthaltes verpasst. Nachdem ihnen zunächst von der Obama-Administration signalisiert wurde, dass man eine Abschiebung in das seit jahren immer christenfeindlicher werdende Lande nicht ins Auge fasse, wenn sich alle „Illegalen“ nachträglich registrieren lassen, hat sich die Politik dann später aber geändert. Möglicherweise war die „ausgestreckte Hand“ der US-Behörden auch nur ein Trick, um die abgetauchten, indonesischen Gläubigen erfassen und später abschieben zu können. Dies zumindest hat der Reverend Seth Kaper-Dale vermutet, der den Flüchtlingen in seinem Gotteshaus „Kirchenasyl“ gewährt hat.

Das „immigration office“ wollte nun verschiedene Gruppen von Indonesiern in ihr Herkunftsland abschieben (ich weigere mich, einen Ort, wo ihnen der Tod aufgrund ihres Glaubens droht, „Heimat“ zu nennen), woraufhin diese, kaum, dass sie in Verhandlungen über ihren Aufenthaltsstatus eingetreten waren, drohten, wieder „abzutauchen“, da die US-Behörden bereits über Fristen der Abschiebung zu sprechen begann. Daraufhin hatte der reformierte Pastor Kaper-Dale in Highland Park, der an den Verhandlungen mit der Immigrationsbehörde beteiligt war weil viele Indonesier in seiner Gemeinde sind, ausgesuchten Christen Asyl in seiner Kirche gewährt. Zwar nahm er nicht jeden von der Abschiebung Bedrohten auf, aber die schlimmsten Fälle waren teilweise über Monate hinweg unfreiwillige Gäste der Gemeinde. In der Hoffnung, dass die US-Behörden keine Kirche stürmen würden, was bisher auch funktioniert hat.

Oldy Manopo (vorn, mit Brille) im Kirchenasyl

Nun darf nach eingehender Prüfung der Einzelfälle ein erster indonesischer Christ die reformierte Kirche von Highland Park wieder verlassen. Da auch seinen Kindern ein Aufschub bei der Abschiebung gewährt wurde, hat man Oldy Manopo nunmehr nach einem halben Jahr gestattet, zu seiner Familie in Metuchen, New Jersey, zurückzukehren.

Ich bin sehr glücklich, aber ich denke noch immer an die Freunde in der Kirche. Ich hoffe, ihnen geschieht dasselbe. Es ist großartig, zu Hause zu sein.

so wird Herr Manopo von „mycentraljersey“ zitiert. Derzeit sollen aber noch immer neun Christen in der Kirche verblieben sein.

(Quelle: „mycentraljersey“ vom 13. Oktober 2012)

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