Christen verlassen Bosnien-Herzegowina !

Die holländische Sektion der „Kirche in Not“ hat unlängst auf eine fatale Entwicklung in Bosnien-Herzegowina hingewiesen. Angesichts einer massiven Islamisierung des Landes und wachsender Diskriminierungen von Gläubigen verlassen Christen ihre Heimat. Am Freitag, den 12. Oktober 2012, stellte „Kerk in Nood“ seinen diesbezüglichen Bericht vor. So seien derzeit nur noch ca. 440.000 Katholiken im Lande anzutreffen, was nur grob der Hälfte aller katholischen Christen Bosniens vor dem Bürgerkrieg entspricht.

Kardinal Vinko Puljic von Sarajewo hatte zuvor in Gesprächen mit EU-Ratspräsident Hermann van Rompuy auf die Lage der Christen im Land hingewiesen. In der Folge dieser Gespräche wurde der o. g. Bericht veröffentlicht, der die von Kardinal Puljic aufgezeigten Entwicklungen zusammenfasst. Puljic beklagt die massive, aggressive Expansion des Islam in den öffentlichen Raum seines Landes. Den mit undurchsichtigen Geldflüssen aus dem Arabischen Golf finanzierten Bau von zwölf „Symbol“-Moscheen (Symbole der Herrschaft des Islam über das Land) in Sarajewo, während er selbst seit nunmehr 13 Jahren versucht, die Genehmigung zum Bau einer kleinen Kapelle zu erhalten. Die Regierung weigere sich außerdem, zum Staatsbesitz deklarierte Kirchengebäude an die Gemeinden zurückzugeben, obwohl der europäische Gerichtshof für Menschenrechte sie dazu aufgefordert habe. Ebenso werde bis heute noch die Repatriierung von vielen, katholischen, ethnischen Kroaten in ihre Heimat behindert, was eine direkte Verletzung des Dayton-Abkommens sei, das den Bürgerkrieg 1995 beendet hatte. Aber, Papier scheint wirklich geduldig zu sein.

Die Zeit rinnt uns davon, angesichts eines besorgniserregenden Anstiegs des Radikalismus.

so Kardinal Puljic. Die katholische Kirche Bosniens verweigere sich auch und  gerade angesichts dieser Entwicklungen aber nicht dem Dialog mit der orthodoxen Kirche oder muslimischen Gruppen. Das machte der Kardinal ebenso klar.  Ob die Argumente des Gottesmannes bei Europas Machthabern gehört wurden bleibt abzuwarten. Aussagen wie die von Rompuy, dass eine „europäische Perspektive“ Bosniens wohl die Probleme der Minderheiten zu lösen helfen könne, lassen da gewisse Zweifel aufkommen.

(Quelle: „bosnewslife“ vom 12. Oktober 2012)

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2 Gedanken zu “Christen verlassen Bosnien-Herzegowina !

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