„einen Neuanfang in unserem Land zu finden“ – Flüchtlinge aus dem Irak sind da

Deutschland

Deutschland hat eine lange und gute Tradition in der Hilfe verfolgter, religiöser Minderheiten. Die Traditionsbewussten unter den Nachfahren der Hugenotten, Salzburger Protestanten oder russischen Juden werden darum wissen und dies schätzen. Immer wieder wurde auch in diesem Blog zur Solidarität mit den von der Auslöschung bedrohten, nahöstlichen Kirchen, den nahöstlichen Christen aufgerufen. Jetzt sind die ersten 105 irakischen Christen in Niedersachsen eingetroffen. Seien wir dankbar dafür, dass diese Menschen nun ein geringeres Risiko erleiden, verfolgt und getötet zu werden. (Von „Sicherheit“ will ich im Angesicht des Zustandes unserer Großstädte und der bedrohlichen Ignoranz unserer Politik gegenüber Gewalttaten aus bestimmten Milieus natürlich nicht reden.)

Am 09. Oktober 2012 trafen auf dem Flughafen von Hannover die ersten 105 irakischen Christen ein, die zuvor aus ihrer Heimat in die Türkei geflohen waren und dort vom Flüchtlings-Hochkommissariat der Vereinten Nationen UNHCR registriert und weitergeschickt wurden. 45 von ihnen sollen unter 18 Jahren alt sein, als Kinder und Jugendliche. Die Ankömmlinge wurden am Flughafen vom Bundesinnenminister Friedrich (CSU) und Landesinnenminister Schünemann (CDU) begrüßt.

Die Verhältnisse im Irak dürften allen Lesern bekannt sein, weshalb ich hier nur kurz erwähne, dass durch die anhaltende Anarchie und die aktiven Verfolgungen durch Islamisten die ehemals zahlenmäßig relevante, christliche Bevölkerung des Zweistromlandes massiv gesunken ist. Die Opfer sind traumatisiert durch Erfahrungen von Gewalt, Mißbrauch, Kidnapping und Mord.

Diese erste Gruppe wird im Lager Friedland in Süd-Niedersachsen nun vorsichtig an ihre neue, kulturell anders geartete Umgebung gewöhnt und mit ersten Sprachkenntnissen des Deutschen ausgestattet, um dann an ihren weiteren Aufenthaltsorten besser zurechtzukommen. Mögen sie hier Frieden, Ruhe und Heilung von den Wunden finden, die ihnen fanatische Wahnsinnige und kriminelle Banden in ihrem Heimatland zugefügt haben (beide Gruppen sind nicht immer strikt voneinander abzugrenzen).

(Quelle: „zeltmacher-nachrichten“ vom 10. Oktober 2012)

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