Christin entführt, missbraucht, zwangskonvertiert und zwangsverheiratet in Pakistan

Pakistan

Mein Vorgänger war immer sehr darum bemüht, allzu widerliche Geschichten bezüglich der Behandlung christlicher Frauen und Mädchen in bestimmten Ländern dieser Welt diskret oder gar nicht zu thematisieren, wie er mir schrieb. Ich selbst sehe es aber als Dienst an der Wahrheit an, wenn Schicksale, wie das von Shumaila Bibi, 24, aus Pakistan bekannt werden. Wer da einen empfindlichen Magen besitzt, weil er über eine rege Phantasie und ein gesundes, ethisches Empfinden für Recht und Unrecht verfügt, der sollte sich überlegen, ober er diese Stories lesen mag.

Hier also die Fakten: Shumaila Bibi aus Nishatabad, einem Vorort von Faisalabad, Provinz Pandschab, arbeitete in einer Textilfabrik. Auf dem Nachhauseweg wurde sie am 24. September 2012 von Mohammed Javed Iqbal, 26, entführt, in einen Unterschlupf verschleppt und dauerhafter, körperlicher Folter unterzogen. Tagelang. Missbrauch inklusive. Dann zwang er die junge Frau, im Koran zu lesen, zu konvertieren und ihn zu heiraten. Am 05. Oktober 2012 gelang ihr schließlich durch einen Trick die Flucht, woraufhin sie sich in das Haus ihrer Eltern begab.

Als wäre die Angelegenheit nicht schon abscheulich genug, wurden die Eltern von Shumaila Bibi nun von Mohammed Iqbal wegen „Entführung seiner Ehefrau“ angezeigt, denn die Polizei glaubt die Version des Kidnappers. Sie hat die Ermittlungen aufgenommen. In Ländern wie Pakistan, Afghanistan oder Ägypten eine nicht unübliche Verbrüderung von Beamten mit Straftätern desselben Glaubens.

Mohammed Iqbal hatte laut Berichten zuvor bereits mehrfach versucht, durch Vorsprache bei Shumailas Eltern, eine Verlobung zu initiieren, die aber von der jungen Frau entschieden abgelehnt wurde. Dann haben aber Mohammeds Familie, seine Mutter, zwei Brüder und einige Onkel unter „Zuhilfenahme“ einer Schußwaffe die Dinge in die eigenen Hände genommen und Shumaila gekidnappt. Sie dann tagelang misshandelt, missbraucht und schließlich vor einen islamischen Rechtsgelehrten geschleppt, um ihre Konversion zum Islam und ihre Vermählung mit Mohammed Iqbal zu dokumentieren.

Durch diese „Rechtshandlung“ aber zu sicher geworden, vernachlässigten sie die Bewachung von Shumaila, so dass sie schließlich fliehen und ihre Geschichte erzählen konnte. Sie ist KEIN Einzelfall, wenn man die Nachrichten aus Pakistan der letzten Jahre sorgsam durchsieht. Wie die Angelegenheit für Shumaila ausgehen wird, ist völlig offen, da die Polizei bereits die Version von der „Freiwillgkeit“ der Ehe Shumailas akzeptiert und die Ermittlungen gegen ihre Verwandten wegen „Entführung“ aufgenommen hat. Hier wird so recht der „Bock zum Gärtner“ gemacht und dies mit schöner Regelmässigkeit in Pakistan.

(Quelle: „asia news“ vom 09. Oktober 2012)

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2 Gedanken zu “Christin entführt, missbraucht, zwangskonvertiert und zwangsverheiratet in Pakistan

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