„Iranische Christen werden verfolgt – sogar im Cyberspace“

Iran

„Mohabat-News“ ist die Webseite der „Iranian Christian News Agency“. Seit dem 09. Dezember 2010 berichtet sie in Farsi und Englisch über Dinge, die für Christen innerhalb und außerhalb des Iran von Interesse sein könnten. Sie stellt eine der wenigen, vom iranischen Staat unabhängigen Quellen dar, die über die Belange von Christen berichten. Dabei bringt „Mohabat-News“ auch Themen, die andere, auch „westliche“, Medien ignorieren oder marginalisieren. Einige Beobachter der Vorgänge um Youcef Nadarkhani, Behnam Irani, Farshid Fathi und andere haben auch auf dieser Seite Informationen gefunden.

Vor allem Inhaftierungen von Christen und Einschüchterungsmaßnahmen der iranischen Milizen gegen Gemeinden kommen kaum aus dem sich immer mehr isolierenden Land heraus. Da ist Mohabat-News tatsächlich ein Bahnbrecher, damit diese Dinge weltweit bekannt werden können. (Selbst wenn die deutschen Massenmedien gerne in scheinbarer, geheimer Komplizenschaft mit den Mullahs schweigen.) Warum habe ich das alles erwähnt ? Nun, Mohabat hat gerade einen Artikel veröffentlicht, der auf die diversen Cyber-Attacken gegen diese Webseite hinweist.

Auch ich selbst konnte in den letzten Tagen nicht auf diese Seite zugreifen. Dies kommt von Zeit zu Zeit immer mal wieder vor, denn die Nachrichten, die die Korrespondenten und Redakteure von Mohabat-News aus dem Land „schmuggeln“, sind offensichtlich den Machthabern so unangenehm, dass sie in unregelmäßigen Abständen versuchen, mit Hacker-Attacken diesen Nachrichten-Weg zu blockieren. Mohabat schreibt dazu:

Die Webseite wurde bereits zwei Monate nach ihrer Eröffnung erstmalig durch iranische Sicherheitsbehörden blockiert. Seitdem wurden viele Versuche unternommen, diese Webseite zum Schweigen zu bringen…. Die Mohabat-News-Webseite wurde vielfach attackiert und drei Versuche durch die Cyber-Dienst-Abteilungen der Islamischen Republik und ihrer extremistischen Agenten, die Mohabat-News Webseite zu hacken, waren erfolgreich.

Auf der Webseite wird dann weiterhin darüber berichtet, dass nicht nur die dafür „zuständigen“ Behörden des Iran, sondern in letzter Zeit auch vermehrt private Hacker-Söldner, teils sogar aus der sunnitischen Sphäre der islamischen Welt (Erinnerung: der Iran ist schiitisch) diese Seite attackiert haben. Gruppen, die sich Namen geben wie „Group X3“ oder „Sunni Electronic Soldiers“ haben die Webseite in der Vergangenheit infiltriert. Beim jüngsten Angriff haben sie Beschimpfungen auf der Startseite hinterlassen und Drohungen gegen die Redaktion ausgestoßen, wie Mohabat-News berichtet.

Aber die Redaktion geht in ihrem Bericht auch nach dem „Viel Feind – viel Ehr“ – Prinzip davon aus, dass sie nur deshalb so unter Beschuss steht, weil sie erfolgreich darin sind, ihre Nachrichten innerhalb und außerhalb des Iran zu verbreiten. Wer Englisch kann und dies nachprüfen möchte, dem sei ein Blick auf

http://www.mohabatnews.com

empfohlen. In jedem Falle danken die Redakteure allen, die für Mohabat-News gebetet und gespendet haben.

(Quelle: „mohabat-news“ vom 05. October 2012)

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