Berlin: Weitergabe von Bibeln in Schulen verboten

Lange habe ich gezögert, diese Nachricht zu bringen, da ich weiss, welches Licht sie auf meine Heimatstadt wirft. Die meisten Leser dieses Blogs sind keine Berliner und deshalb war mir etwas unwohl dabei, das Folgende zu berichten:

Als erstes Bundesland in Deutschland hat ausgerechnet der Schulsenat der deutschen Hauptstadt unlängst die Weitergabe von Bibeln durch die „Gideons“ im Bereich von Schulen untersagt. Die „Gideons“ sind bekannt dafür, in großer Zahl Neue Testamente mitsamt Psalmen zu drucken und diese im öffentlichen Raum interessierten Lesern zur Verfügung zu stellen. Ich selbst besaß mal zwei Ausgaben ihrer kleinen, handlichen Neuen Testamente und habe ebenfalls freudig eines davon weitergereicht, während mir das andere zur Andacht und zum Studium „unterwegs“ dient. Hätte ich diese zweite Kopie in der Nähe eines „öffentlichen Gebäudes“ weitergegeben, hätte ich mich in meiner eigenen Heimatstadt vielleicht sogar strafbar gemacht, denn seit Januar 2011 gibt es eine Verwaltungsvorschrift, die in öffentlichen Gebäuden „Werbung religiösen, weltanschaulichen oder politischen Inhalts“ untersagt.

Mit ebendieser Begründung hat nun die Berliner Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) den „Gideons“ verboten, im Rahmen ihrer Ende September 2012 laufenden Verteilaktion von insgesamt 50.000 Bibeln, auch Schülern das Wort Gottes zugänglich zu machen. Noch im Jahre 2004 hatte Scheeres Vorgänger Klaus Böger (ebenfalls SPD) dem Gideonbund noch dafür gedankt, dass er den Schülern die Bibel kostenlos zur Verfügung stellt. Er erklärte ferner: „Ich hoffe sehr, dass auf diese Weise ein wichtiges Gut unserer abendländischen Kultur bei jungen Menschen große Verbreitung findet.“

Da hat inzwischen offensichtlich nicht nur ein „Generationswechsel“, sondern auch ein Gesinnungswechsel stattgefunden. Böger, ein konservativer, bodenständiger „Sozi“ alter Prägung (ähnlich wie Buschkowski) ist nun durch die offensichtlich atheistische und verzweifelt um „religiöse Neutralität“ bemühte Frau Scheeres ersetzt worden, die nicht einmal Ausnahmen für den Religions- oder Ethik-Unterricht zulassen mag. Laut „idea.de“ sei es so also erstmalig in einem deutschen Bundesland nicht mehr möglich, mit Einladung und Erlaubnis der Schulleitung, im Unterricht die Bibel weiterzugeben, nachdem man ihre Kerninhalte vorgestellt und erläutert hat. Der Geschäftsführer des Gideonbundes in Deutschland, Johannes Wendel nahm dazu Stellung. „Idea.de“ schrieb dazu:

In einem Schreiben an die Senatsverwaltung weist Wendel darauf hin, dass die Taschenbibeln „keinerlei Werbung für Kirchen, Vereine oder den Internationalen Gideonbund“ enthielten. Darüber hinaus habe die Kultusministerkonferenz diese Bibeln als Schulmittel anerkannt. Wendel bat die Bildungssenatorin, ihre Entscheidung zu überdenken und zurückzunehmen: „Gerne möchte der Internationale Gideonbund auf Einladung der Schulleitung bzw. der Religionslehrer zum Beispiel im Ethikunterricht auf die biblischen Werte als wertvolles Kulturgut hinweisen und als Geschenk anbieten. Denn das Bürgerliche Gesetzbuch, das Strafgesetzbuch, das Grundgesetz usw. basieren auf der Bibel mit klaren ethischen Bedingungen.

Bei dem Einsatz in Berlin seien Tausende Bibeln weitergegeben worden. Hotels, Arztpraxen, Kliniken und Altenheime hatten keinerlei Probleme, das geschenkte Wort Gottes anzunehmen. Die Schulsenatorin schon. Der böse Ruf der „Hauptstadt der Atheisten (und Christenfeinde aller Konsorten)“, den Berlin schon zuvor weghatte, wird durch solche Aktionen nur noch bestätigt, zumal völlig unklar ist, ob eine ähnliche Bitte islamischer Verbände, „ihren“ Schülern Korane, Hadithen oder zumindest islamische Schulungs- und Lehrschriften aushändigen zu dürfen, ebenso rüde abschlägig beschieden würde. Es könnte ja sein, dass danach die Schulverwaltung brennt oder eine deutsche Botschaft in Pakistan oder im Jemen angezündet wird.

BITTE BETEN SIE DOCH VON ZEIT ZU ZEIT AUCH FÜR UNSER LAND, FÜR SEINE ELITEN UND ENTSCHEIDUNGSTRÄGER. AN JEDER „SCHALTSTELLE“ KÖNNEN AUFGEKLÄRTE (AM BESTEN CHRISTLICHE) FUNKTIONSTRÄGER EINEN UNTERSCHIED MACHEN, WAS DAS KLIMA DER OFFENHEIT FÜR DIE „GUTE NACHRICHT“ ANGEHT.

(Quelle: „idea.de“ vom 02. Oktober 2012)

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