Artikel Nr. 1000, Ich brauche eine Pause – BGVK-Blog setzt mal aus

Dieses Logo benutze ich seit diesem Jahr.Liebe Leser,

seit nunmehr 999 Artikeln und fast 22 Monaten bearbeite ich diesen Blog und habe mir dabei praktisch keine wirkliche, längere und tiefergehende Pause gegönnt. Die Dringlichkeit der Nachrichten über schlimme Dinge, die Nachfolgern Christi in der Welt passieren können, haben mich ebenso „am Ball“ gehalten wie die vielen Versuche, das Thema der Christenverfolgung in den Gemeinden unter den Christen meiner Stadt stärker zu etablieren und im Fokus zu halten. Auch die Versuche, „Netzwerke“ engagierter Christen in dieser Stadt aufzubauen sowie Gemeinden aufzusuchen, ihre Enscheidungsträger zu sprechen und positiv zu beeinflussen,  was ja die ursprüngliche Intention des BGVK gewesen ist (und nicht die Informationsarbeit hier im Blog, die letztlich nur ein „Nebenprodukt“ der ursprünglichen Zielsetzungen ist) haben mich, offen gesagt, doch sehr angestrengt und mental ausgezehrt.

Zugegeben: weder im Bereich der „Netzwerke“ noch im Voranbringen der Thematik unter dem Gesichtspunkt, dass man in größeren Gruppen vielleicht mehr erreichen könnte, hat sich seit der Gründung des BGVK wirklich etwas in Berlin verbessert. Auch die Sensibilisierung von Kirchen, Gemeinden, Pastoren, geistlichen Leitern und „einfachen“ Gläubigen für das Thema ist mir de facto kaum bis gar nicht gelungen. Die wenigen, engagierten und wohlinformierten Christen dieser Stadt kennen sich untereinander kaum, wollen dies oftmals auch gar nicht und werkeln lieber in kleinen Gruppen „unterhalb des Radarschirms“ der medialen Aufmerksamkeit vor sich hin. Allein mein wohlgemeinter Versuch, einer dieser Gruppen die Information über ihre wichtigen Aktionen via Website nahezulegen, scheiterte daran, dass die Organisatoren die Mehrarbeit und wohl auch die verstärkte Aufmerksamkeit auf ihre Aktivitäten ablehnen. Warum auch immer. Langer Rede, kurzer Sinn: derzeit erscheinen meine Bemühungen hier sinnlos, weil das „Samenkorn auf felsigen Boden fällt“ und deshalb scheinbar nicht blühen kann. Ein Felsboden, den ich auch mit Gebet, Gespräch und Information bislang nicht wirklich aufzulockern vermochte.

Wie auch immer: da ich derzeit Betrachtungen über das „Aufwand-Nutzen“-Verhältnis dieses Blogs und die Effektivität desselben und der Arbeit, die dahinter steht und die Sie als Leser gar nicht wahrnehmen (Recherche, Übersetzen, Kommentieren, Kommentare lesen und bearbeiten, Grafiken suchen etc.) anstellen muss, setzte ich erstmal für einige Zeit aus. In festem Gottvertrauen habe ich nämlich zu Gunsten dieses Engagements bislang sehr viele, private Dinge schleifen lassen, was mich nun in eine prekäre Lage gebracht hat, die ich nicht länger ignorieren kann und darf.

Wenn einer meiner hochgeschätzten Leser gerne selbst Artikel veröffentlichen möchte, während ich pausiere, und diesen Blog als Forum zur Darstellung von diversen Akten der Christenfeindlichkeit auf der Welt nutzen möchte, dann freue ich mich schon auf eine e-mail unter der bekannten Adresse:

stefanus1@gmx.de

Es wäre mir eine Freude, wenn jemand diese Arbeit fortführen würde, solange ich „ausfallen“ werde. Ich bedanke mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Lesern, Mitbetern und Freunden, die mit Information, Rat und Tat geholfen haben, diesen Dienst überhaupt aufrechtzuerhalten. Die wenigen, die es betrifft, werden wissen, dass sie gemeint sind.

In diesem Sinne verabschiede ich mich und wünsche Ihnen allen nur das Beste für die Zukunft.

Martin Clemens Kurz

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3 Gedanken zu “Artikel Nr. 1000, Ich brauche eine Pause – BGVK-Blog setzt mal aus

  1. Vielen Dank für den großen Einsatz und Ihre wertvolle und unermüdliche Arbeit. Man hat als Leser schon geahnt, dass sich keiner solche Artikel aus dem Ärmel schüttelt.
    Es würde mich sehr freuen, wenn es nur bei einer „Pause“ bliebe (oder, noch besser: wenn Ihre Arbeit einfach nicht mehr nötig wäre. Irgendwann ist es ja mal so weit.).
    Aber erstmal sage ich: Erholen Sie sich gut!

    Ganz herzliche Grüße und Gottes Segen!

    • Vielen Dank. Ich weiss nicht, ob ich das Lob verdiene. Es war mir einfach ein Herzensanliegen einmal in „klaren Worten“ über das Phänomen der Christenverfolgung zu schreiben. Ich hoffe, eines Tages wird es das auch wieder sein.

  2. Ich kann sehr gut verstehen, dass der werte Blogbetreiber unbedingt eine Pause braucht. Ich hoffe nicht, dass das der Anfang vom Ende dieses Blogs ist. Aber wie gesagt: verstehen kann ich es mehr als sehr gut. Die Nachrichten aus aller Welt nicht nur bezüglich der Christenverfolgung, sondern auch die der Terroranschläge, der Bürgerkriege, der wahllosen Ermordung völlig Unschuldiger, ob Muslime oder Christen, schlägt jedem aufs Gemüt, der sich so intensiv dieser Materie angenommen hat. Dieses alles zehrt die Seele auf, wenn wie beim werten Blogbetreiber im wahrsten Sinne Herzblut in die Sache selbst fließt. Wenn dann noch trotz intensivster Bemühungen die praktische Erfahrung hinzukommt, dass jeder Versuch zu einer geringen Bewusstseinsänderung hin, ja selbst nur zur Wahrnehmung dieses großen Themas gerade bei verantwortlichen Christen, geschweige denn zum Ändern in der Tat und Gebet, vergeblich scheint, dann sind die Kräfte schnell aufgebraucht. Ich kann nachempfinden, wie sich der werte blog-Betreiber fühlt: Ausgelaugt, müde, frustriert und resigniert. Wenn dan noch private Belastungen dazu kommen, so ist das eine Mischung, die geeignet ist, so zu handeln wie der werte Blogbetreiber.

    Ich glaube, dass in der Sache selbst nur noch der Heilige Geist der Hl. Dreifaltigkeit helfen kann. Ich glaube, dass die Kirchen erst wach werden in der Verfolgungssituation. Vorher wird das nichts. Die satten Menschen, die sich noch heute im Schlaf der Sicherheit wähnen, müssen wohl erst negative Erfahrungen im eigenen Haus, in unmittelbarer Nähe zu spüren bekommen, bevor sich das Bewusstsein ändert, dass insbesondere Christen neben Muslimen der anderen Konfession oder Juden die Leidtragenden in islamischen Ländern sind, Der Islam wird und will mit all seinen unangenehm-arroganten Facetten diesen Sicherheitsschlaf bei satten Christen aufrecht erhalten, weil seine Vertreter in Minderheit befindlich immer von Frieden sprechen, um ja niemanden aufzuwecken. Wir haben hier immer noch nicht verstanden, dass zur Palette des Islamglaubens das Element der Gewalt je nach Bedarf, begründet durch das Wort deren Gottes auf Vorherrschaft (Der Islam herrscht, er wird nicht beherrscht) gegenüber allen Relgionen und Ideologien gehört. Ohne dieses Element der psychischen (weil absolute Gehorsamsgebote bei Androhung der Hölle, der Beleidigungskultur, der Kritikunfähigkeit, der Apostasie- und blasphemieschariaübelgesetze) und physischen Gewalt (als Mittel der Abschreckung und der Angstverbreitung, welche ja hervorragend klappt, weil alle Welt kuscht) könnte der Islam nicht bestehen.

    Weil wir dies nicht verstanden haben, schlafen wir weiter und üben uns in feiger Pseudotoleranz gegenüber der personifizierten Intoleranz und überheblicher Ausgrenzung der islamischen Dogmen, die mit Gewalt, mit Klauen und Zähnen verteidigt wird, koste es die Meinungsfreiheit oder auch die Religionsfreiheit oder auch den Tod Andersdenkender. Dieser Frieden ist ein schaler Frieden, kein echter. Dieser Frieden ist ein erkaufter Frieden, einer der diesen Begriff in seiner Durchführung pervertiert. Der Islam ist das Gegenteil von Mulitkulti. Das müssen wir noch lernen zu erkennen, obwohl es uns bereits anschaulich in islamischen Ländern vor Augen steht und uns immer näher auf die Pelle rückt.

    Es ist ein Phänomen, wie brutale Realitäten, die im Rahmen der Globalisierung in jedes Wohnzimmer per TV anschaubar sind, einfach nicht zur Kenntnis genommen werden. Da werden mit dem Schlachtruf des Islam „Allahu akbar“ Christen ermordet. Aber die Welt der unverantwortlichen Toleranz, bestehend aus der Medien- und Politikwelt, ja, sogar aus der Christenwelt, sagt uns, dass dies kein Krieg gegen Christen sei, sondern lediglich Ausdruck von sozialer Ausgrenzung, Benachteiligung und psychischen Fehlverhaltens sei. Mit Religion habe das (trotz islamischem Schlachtruf) jedoch nichts zu tun. Die Realität des Zusammenhangs dieser Kausalität dieses in islamischen Schriften angeordneten und durch diese Täter durchgeführten Verhaltens wird einfach negiert.

    Lügen haben kurze Beine. Dieses Lügen im Sinne von „Uns-selbst-etwas-Vormachen“ kann nur im Chaos enden.

    Diese Lügen in vielfacher Form (Verschweigen von Missständen, bewusste Falschinterpretation von offensichtlichen Gewaltvorgängen und Falschbehauptungen z. B. Islam ist Frieden) ist für den schlafenden Christen das Baldrian, welches seinen Schlaf fortsetzen lässt. Vielfach wider besseren Wissens lässt sich der hiesige Christ gern von den Islamvertretern wie ein Stier am Nasenring durch die Weide führen. Hauptsache Ruhe an der Front, der Schlaf der Sicherheit muss weitergehen, darf nicht durch reale Gegebenheiten gestört werden. Hauptsache, die gravierenden und identitätsstiftenden Unterschiede zwischen Islam und Christentum werden durch den Kleister der Hervorhebung von wenigen formellen Gemeinsamkeiten zugekleistert und überdeckt. Wahrheit stört da nur. Das Streben nach Wahrheit (Liebe für Jedermann!!! auf gleicher Augenhöhe), das Verkünden des wahren Gottes der Dreifaltigkeit in immer schwieriger werdenden Zeiten, der echte Dialog (nicht unehrlicher alles mit dem Mäntelchen der Liebe zugekleisterte durchgeführter Dialüg), der für die Bewusstseinsänderung von Islamvertretern und -gläubigen so nötig wäre, wird nicht geführt aus Rücksicht vor den „Gefühlen“, vor den Sensibilitäten der muslimischen Gläubigen, aber auch vor den Aggressivität eines Teils der islamischen Gläubigen. Dieser kleine Teil sorgt dafür, dass wir in vorauseilendem Gehorsam in Dhimmimanier überall einknicken. Das kann nur da geschehen, wo wir unsere eigenen christlichen Werte aufgeben und es uns im Windschatten eines erstarkenden Islam bequem machen, um ein Dhimmidasein führen zu dürfen. Wir betteln in unserer Identitätslosigkeit förmlich darum, devot-masochistisch vom Islam beherrscht zu werden.

    Das alles und noch viel mehr kommt einem Mann zu Bewusstsein, der mit seiner Meinung eben diesen Schlaf, der doch unbedingt weitergeführt werden muss, mit seinem Blog und seinem Engagement gestört hat und stören würde, wenn er ihn den fortführen würde. Denn dieser Schlaf muss doch weitergeführt werden dürfen, damit der christliche Schläfer bloß nicht aufwachen muss, um die brutale Realität nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, geschweige denn zu aktivem Handeln durch Gebet und Hilfe Anlass geben müsste. Wie unangenehm für Christen ohne Eigenbewusstsein.

    Dies alles hat der werte Blogbetreiber hinter sich und sieht nicht einen Erfolg oder nur einen minimalen Erfolg, so dass er dringend einer Pause bedarf, die ich ihm von Herzen gönne. Jedenfalls braucht und darf sich der werte Blogbetreiber kein Gewissen daraus machen, dass er es nicht wenigstens versucht hätte. Er hat es wahrlich und redlich sachlich und um Gebet bittend, versucht, und zwar über christlich selbst gesteckte Grenzen hinaus. Leider sind seine Worte auf den Fels der Borniertheit, der Dummheit, der Überheblichkeit, der Arroganz, der Glaubenslosigkeit, aber auch schlicht der Angst, der Unsicherheit und der Feigheit geprallt. Eines jedoch ist ihm sicher gelungen: Ein Stachel im Fleisch der Ignoranz und der Sattheit vieler Christen gewesen zu sein, auch wenn es zu keinem oder nur minimalem nach außen hin sichtbar scheinenden Erfolg geführt hat. Vielleicht hat er doch hier und da eine feine Saat des Zweifels gesät, die nach und nach einfach durch die auch uns ereilende Realität zum Blühen gebracht wird.

    An dieser Stelle sei Ihnen, Herr Kurz, von ganzem Herzen gedankt. Sie haben sich den Verdienst erworben, den Wohlfühl-Christen schonungslos den Spiegel vor Augen gehalten und so manchen Riss im gut-bürgerlichen-Wohlfühl-Christentum sichtbar und bewusst gemacht zu machen. Ein Riss im Spiegel führt auf Dauer zu einer Zerstörung des Wohlfühlchristentumdenkens. Erst wenn dieser Spiegel der Sattheit zerstört ist, kann Jesus Christus und seine Lehre wieder ehrlich und missionarisch voll zur Geltung kommen. Denn aus dem Christenschlaf der Sicherheit erwächst wie ein Phönix aus der Asche der Glaube an Jesus Chrstus, unseren Erlöser und Gott.

    Ein ehrlich gemeinter langer Dank, Herr Kurz.

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