USA: Dechristianisierung des öffentlichen Raumes geht weiter

In den letzten Monaten habe ich einige Fälle von Christendiskriminierung in den USA dokumentiert, die hauptsächlich auf lokaler Ebene dazu dienen, Kirchen und Gläubige einzuschüchtern und zu marginalisieren. In „god´s own country“ mehren sich die Tendenzen, dass Städte und Kommunen ihre Verordnungen dafür nutzen, um Christen zu benachteiligen.

Nun wird zum ersten Male eine Maßnahme publik, die von einer größeren Stadt getroffen wurde, und das Recht auf „freie Rede“, welches in den USA Verfassungsrang hat, aushöhlt. In New Orleans, auf der berühmtesten Touristenstraße der Stadt, nämlich der „Bourbon Street“ ist seit letztem Oktober eine Anordnung des Bürgermeisters Mitch Landrieu wirksam, die jede Art von „religiöser Ansprache“ von Sonnenunter- bis Sonnenaufgang verbietet. Somit wird das Verteilen von Traktaten, möglicherweise auch das Versammeln zum Gebet oder die öffentliche Zurschaustellung von Kreuzen zu einer strafbaren Handlung. Bußgelder und Haftstrafen bis zu einem halben Jahr können bei Verstößen verhängt werden.

In der Praxis sieht das dann z. Bsp. so aus, dass ein Prediger, der seit 30 Jahren an jedem Donnerstag und Freitag auf der Bourbon Street evangelisierte, nun mit einem Bein im Gefängnis steht. Er hatte in drei Jahrzehnten niemals jemanden belästigt oder auch nur um Spenden für seine Kirche gebeten. Jetzt verzichtet er darauf, Menschen die befreiende Botschaft Christi zu bringen. Traurig. Eine christliche Organisation zur Verteidigung der Grundrechte, die „Alliance Defending Freedom“ (ADF) hat nun eine Klage gegen die Stadt New Orleans eingereicht, in der die Verfassungskonformität der Anweisung des Bürgermeisters geprüft werden soll.

Joseph LaRue, Rechtsberater der ADF, sagt dazu folgendes:

Religiöse Rede ist genauso wichtig und genauso durch den ersten Verfassungszusatz (Recht auf freie Rede, Anm. d. Übers.) gedeckt, wie das Reden über jedes andere Thema zu jeder Tageszeit. New Orleans kann nicht aus Leuten, die über ihren Glauben sprechen wollen, Kriminelle machen.

BITTE BETEN SIE AUCH FÜR EIN ENDE DER RELIGIONS- UND CHRISTENFEINDLICHEN AKTIVITÄTEN VON US-BEHÖRDEN. DURCH DISKRIMINIERUNG SOLCHER ART WIRD VERFOLGUNG NÄMLICH VORBEREITET. „Treibt sie in die Hinterzimmer und dann werft sie aus der Stadt.“

(Quelle: „charisma news“ vom 24. September 2012)

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6 Gedanken zu “USA: Dechristianisierung des öffentlichen Raumes geht weiter

  1. Der werte Blogbetreiber bittet im Anschluss an fast jeden Artikel, den er dankenswerter Weise veröffentlicht um Gebet. Mittlerweile sind die blutenden Wunden von einzelnen und ganzen Christengruppen ins Exorbitante angewachsen. Im Irak hat sich nichts geändert, in Iran ebensowenig. Einzelschicksale konnten auch mit Hilfe des Gebetes gelöst werden. Aber das Grundübel satanischer Machart ist nach wie vor intensivst am Werk und breitet sich m. E. vorzugsweise gegen Christen und Juden langsam, jedoch immer schneller werdend, wie ein Spinnennetz über die Welt aus. Religionen und Ideologien, die den Fanatismus ihrer Gläubigen/Anhänger nicht unter Kontrolle bekommen, ja ich muss annehmen, wollen (Hinduismus Stichwort Orissa, Islam Stichwort Saudi Arabien, weitere Länder dieser Art erspare ich mir, Kommunismus Stichwort Nordkorea, China, Vietnam, Edelkapialismus Stichwort zunehmend USA, Europa) wachsen in dem Maße, in dem die Zahl der christlichen Beter schwindet. Die christlichen Beter für die Menschen in Not werden jedoch immer weniger, ja auch demographisch gesehen. Und wenn von diesen christlichen Betern auch nur noch 20 % (m. E. hochgegriffen) für verfolgte Menschen explizit beten, können wir uns vorstellen, wie viele Gebete überhaupt noch in dieser Frage vor Gottes Thron gebracht werden. Vor noch 20 Jahren waren hier die viel belächelten alten Mütterchen mit Rosenkranzgebeten und anderen Gebeten noch aktiv. Sie alle fallen weg durch Tod. Neue wachsen nicht mehr nach. Die rüstigen Rentner von heute machen lieber monatelang Urlaub, Kirchenchöre sind in vielen Pfarreien nur noch über 70, Nachwuchs Fehlanzeige. Beter der christlichen Art (bei Juden weiß ich es nicht) werden weniger. Ich stelle nur fest, dass seit der Zeit die Kirchen die Zahl ihrer Gottesdienste drastisch wegen Kirchengängerschwund reduziert haben. Andachten gibt es im kath. Bereich (früher jeden Sonntag, Anbetung 24-stündig mindestens 2x jährlich). Ich hoffe in anderen Ländern außerhalb Europas sieht es besser aus. Kein Wunder, wenn die EU die Gottesklausel nicht mehr in ihre „Verfassung“ aufnehmen will, dass dieser Kontinent zunehmend christlich-jüdisch gottlos wird.

    Was will ich mit diesem Statement sagen? Wir, die wir immer weniger werden, können uns die gesamten Einzelschicksale, die der werte Blogbetreiber hier veröffentlicht, gar nicht mehr merken, wir können nicht für jedes Land, welche ins Gebet einzubinden wäre, beten. Allein die Namennennung würde 1/4 Schnellsprech in Anspruch nehmen, wenn ich allein die Liste der Länder sehe, die der werte Blogbetreiber links aufgeführt hat. Wir können nur global für die verfolgten Christen und Menschen in aller Welt beten und den Herrn um Hilfe anflehen, für diese heilvoll zu sorgen.

    Wenn wir die Gebetsanliegen in Dringlichkeitsstufen oder Wichtigkeitsstrufen oder in eine Prioritätenliste einteilen würden, würde das Gebet für die verfolgten Christen mittlerweile einen solch großen Raum einnehmen, dass für andere wichtige Anliegen kaum noch Zeit bliebe. Mir ist nicht bekannt, wie Christen in Afrika (deren Zahl dort ja zunehmen soll oder in Asien, wo auch die Zahl der Christen zunehmen soll) beten. Wenn ich mir die fröhlichen afrikanischen Gottesdienste ansehe (ist nur mein persönlicher Eindruck und will das um Gottes willen nicht kritisieren), bleibt da Raum zum intensiven Gebet für Menschen in Not, in Verfolgungsnot?. Möglicherweise sind diese Gottesdienste so fröhlich, weil dort viele Menschen zur Kirche gehen, die selbst in Not, weil arm, sind!?

    Was mir so ganz nebenbei für große Sorgen mache ist, in welchem Zustand wir, die wir für diese Erde verantwortlich sind, diese unseren Kindern und Kindeskindern überlassen. Kinder in Europa, die sich hier zunehmend einem Schuldenberg, den unsere Generation durch verfehlte Politik hinterlassen wird, die sich der Pflege der Alten (völlig überfordert) annehmen sollen, die kaum noch christliche Werte vermittelt bekommen haben, die ihr Heil nur noch im „Mein Bauch gehört mir“ – und nach diesem Motto wird auch Politik nicht nur in der Abtreibungsfrage gemacht -, die sich einer islamischen Relgionsmehrheit dhimmihaft gegenübersehen und sich fragen, wie wir das zulassen konnten. Kinder, die in einem Europa aufwachsen, in denen Genderpolitik selbst die Begrifflichkeiten von „Eltern“ zerstört haben, die der ungezügelten Pornografie und der Lust ausgesetzt sind und so auch noch ethisch verrohen und herunter gezogen werden.
    Kinder in der Welt, die durch Überbevölkerung (der Islam trägt mit seinen Regularien und Schariagesetzen der Polygamie, der Zwangsheiraten, arrangierten Ehen, den Kinderehen, den Cousinenehen und der Vergewaltigungslegitimation in der Ehe massiv zu diesen Missständen bei) keinen sozialen Status mehr aufbauen können und ihr Leben in Armut und Bildungsferne, in schwerster Kinderarbeit und Prostitution verbringen müssen und für den Fall, dass sie gebildet sind, angesichts der knappen Stellen keine Arbeit mehr bekommen und der Lebensmittelmarkt angesichts der Profitgier der Superkonzernen wie Monsanto die arme Bevölkerung zunehmen unzulässig und verbrecherisch abhängig macht. Flüchtlingselend ist vorprogrammiert, aber wohl auch dschihadmäßig bewusst herbei geführt. Überbevölkerung lässt den Menschen nicht mehr menschenwürdig leben.

    Die Menschen erkennen die Gefahren, die von Kommunismus, Sozialismus, Edelkapiatlismus, aber auch von Religionsideologien wie dem Islam und dem Kastenwesen des Hinduismus ausgehen einfach nicht, weil sie bewusst wegschauen. Vieles könnte hier durch Menschen geregelt werden und wir hätten diese Probleme nicht. Aber wir erkennen nicht. Der Heilige Geist gibt sich redlich Mühe. Aber das Samenkorn des Wortes Gottes der wahren Menschen- und Gotteswerte fällt wohl in der ganzen Welt, ja selbst gerade in Religionen und Ideologien, auf steinigen marx-engelschen-scharianischen Kastenboden.

    Einstein hatte völlig recht, als er konstatierte, dass die Unendlichkeit die Dummheit der Menschen oder Menschheit und das Universum betreffe. Beim Universum, so sein geflügeltes und wohl für alle Zeiten verbindliches Wort, sei er sich jedoch nicht so sicher. Ja, seit Adam und Eva auf Erden, seit Kain und Abel hat sich der Mensch immer mehr von seiner wahren Schöpfung, dem Ebenbilde Gottes, freiwillig entfernt. Waren Adam und Eva im Paradies noch strahlend und echte Himmelswesen, wurden sie nach der Erkenntnis von Gut und Böse stumpf in ihrem Erscheinungsbild und die Generationen nach ihnen entfernten sich immer weiter von der Liebe Gottes weg, so dass schon im Levitikus die 10 Gebote nicht mehr ausreichten und eine Flut von teilweise brutalen Gesetzen den Menschen daran erinnern sollte, dass die Hinwendung zu einem Gott der Liebe seine einzige Rettung sei. Jesus setzte dann mit seinem Erlösungswerk göttliche Akzente in Tat und Lehre. Aber auch die irdische Zeit Jesu ist bereits 2 000 Jahre her und seine Lehre, von der die Menschen im Grunde fasziniert sein sollten, verraten ihn immer mehr, indem sie anderen Religionen, die von Gott wegführen und nur ein minderwertiges Gottesbild, welches dem einzig wahren Gott lediglich Beleidigung sein kann, hinterher laufen, unkritisiert den roten Teppich ausrollen oder sich mit atheistischen Ideologien volldenken und ausgrenzend danach handeln.

    „Mein Bauch gehört mir“ hat Europa in den Niedergang geführt Der Bauch, nicht der Geist, ja der göttliche Geist, aus dem wir schöpfen könnten, wenn wir wollten, gehört Europa. Und genau diese Politik wird auch zunehmend gemacht bis an die Grenzen der Selbstverleugnung des jüdisch-christlichen Abendlandes mit dem Ergebnis, dass der Egoismus an allen Fronten aufblüht und sich eine Religion hier ausbreiten kann, die in ihrem eigenen Machtbereich nichts auf die Reihe bringt und die allgemeinen Menschenrechte mit Füßen tritt. Wir sind zu masochistischen, teilweise dekadenten Egoisten verkommen, ja, genau, weil immer weniger Menschen beten, beten zu einem Gott der Liebe, den das Christentum zu bieten hätte, der uns Menschen mit seinen intensiven Bitten der Liebe wohl offensichtlich überfordert. Er zwingt uns ja nicht. Wir jedoch sind gern bereit, den breiten Weg der sich auflösenden lebenserhaltenden Werte zu gehen, direkt wie die Lemminge an den Rand der Schlucht, in die wir uns dann wohl freiwillig werfen werden, in der Hoffnung unten das Heil zu finden und nicht oben bei dem Gott der Liebe.

    Jesus lehrte letztlich, sein Ich zwar zu lieben, aber in vollem Selbstbewusstsein weniger wichtig zu nehmen und das Du – ob Gott oder dem Nächsten – an die erste Stelle zu setzen. So können wir Jesus nachfolgen, auch wenn wir immer wieder fallen.

    Welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern und Kindeskindern!? Ich glaube, wenn sich jeder Mensch auf Erden ernsthaft diese Frage stellen würde, würde jeder Denker über diese Frage wahnsinnig werden müssen vor Sorge. Aber wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Jesus, nicht die Hoffnungslosigkeit hat das letzte Wort. Und das lässt uns zu Recht hoffen. Wie heißt es in einem Kirchenlied so schön:

    Sonne der Gerechtigkeit

    Erweckungslied

    1. Sonne der Gerechtigkeit,
    gehe auf zu unsrer Zeit;
    brich in deiner Kirche an,
    daß die Welt es sehen kann.
    Erbarm Dich, Herr!

    2. Weck die tote Christenheit
    aus dem Schlaf der Sicherheit,
    daß sie deine Stimme hört,
    sich zu deinem Worte kehrt.
    Erbarm Dich, Herr!

    3. Schaue die Zertrennung an,
    der sonst niemand wehren kann;
    sammle großer Menschenhirt,
    alles was sich hat verirrt.
    Erbarm Dich, Herr!

    4. Tu der Völker Türen auf;
    deines Himmelreiches Lauf
    hemme keine List noch Macht.
    Schaffe Licht in dunkler Nacht!
    Erbarm Dich, Herr!

    5. Gib den Boten Kraft und Mut,
    Glauben, Hoffnung, Liebesglut,
    und lass reiche Frucht aufgehn,
    wo sie unter Tränen sä’n.
    Erbarm Dich, Herr!

    6. Laß uns deine Herrlichkeit
    sehen auch in dieser Zeit
    und mit unsrer kleinen Kraft
    suchen, was den Frieden schafft.
    Erbarm Dich, Herr!

    7. Lass uns eins sein, Jesu Christ,
    wie du mit dem Vater bist,
    in dir bleiben allezeit,
    heute wie in Ewigkeit.
    Erbarm Dich, Herr!

    8. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit
    sei dem Höchsten allezeit,
    der, wie Er ist drei in ein,
    uns in ihm lässt eines sein.
    Erbarm Dich, Herr!

    • Vielen Dank für Ihre, eigentlich recht düsteren und deprimierenden, Gedankengänge. Ihnen kann ich kaum widersprechen, die Offensichtlichkeit der von Ihnen aufgefzählten, weltweiten Entwicklungen spricht ja eigentlich für sich. Und tatsächlich: die Beter werden weniger. Umso wichtiger werden sie. Auch in ihrer Hingabe an Gott und ihrer Fürbitte und Sorge für „Einzelfälle“ oder „einzelne Länder“.
      Eine gute Bekannte, die seit Jahren für ein bestimmtes Land betet, hat mir mal gesagt, dass sie sich maximal noch auf drei Länder ausrichten kann, denn alles andere ginge über ihre Kraft. Das verstehe ich sehr gut und unterstütze gerne alle Gruppen, die solche „Einzelanliegen“ fördern. Speziell Gebetsgruppen von Christen, die beispielsweise (die Liste lässt sich natürlich verlängern) ausschließlich für Nigeria oder den Iran beten und dortigen Christen Unterstützung zukommen lassen in Gebet oder durch Hilfswerke. Aber genau die o. g. Bekannte hat auch immer wieder ihre feste Zuversicht geäußert, dass das Regime, welches das Land beherrscht, für das sie betet, eines Tages fallen wird. Da lässt sie überhaupt keine Diskussion zu und das kann ich bewundern. Wenn wir die Hoffnung verlieren, dass Gebet eine schützende, liebevolle und bewahrende Hand in Bewegung setzt, dann könnten wir aufhören, für andere zu beten und uns nur noch um uns selbst kümmern, wie dies leider in vielen, deutschen Gemeinden, die mir bekannt sind, getan wird. Dort wird unter der Überschrift „Entwicklung des Verhältnisses zu Gott“ oder „Vorankommen im Glauben“ der Einzelne zwar in seiner Glaubensentwicklung gefördert, aber die „Außenwelt“ und ihre Nöte gerne ignoriert.
      Anders gesagt: angesichts einer „gefallenen Welt“ (wie sie z. Bsp. auch der TV-Prediger Bayless Conley berechtigterweise nennt) bleibt uns gar nichts anderes übrig, als uns enger an den „Anfänger und Vollender unseres Glaubens“, an „das Alpha und Omega“ anzulehnen. Hat sich z. Bsp. im Iran wirklich nichts geändert ? Nach allem, was durch die indirekten Kanäle des „Buschfunks“ dringt, ist gerade in dieser absurden Mullah-Diktatur eine Erweckung im Gange, die die ängstlichen Machthaber mit brutalsten Maßnahmen zu unterdrücken versuchen.
      http://www.pro-medienmagazin.de/radio.html?&news%5Baction%5D=detail&news%5Bid%5D=5834
      Die Fälle Nadarkhani und Irani stehen dabei nur exemplarisch für eine Vielzahl von Menschen, die geradezu absurden und widerlichen Maßnahmen ausgesetzt werden. Dennoch bekunden immer mehr Iraner, immerhin Angehörige eines uralten Kulturvolkes, ihr Interesse am Evangelium, weil sie merken, dass die schiitischen Mullahs sie nach Strich und Faden belügen. Auch diese Entwicklung ist gestützt durch harte Arbeit von Medien, die Satellitenprogramme mit christlichen Inhalten in den Mittleren Osten senden und von allen, die für diese Arbeit spenden und BETEN. BETEN für den Iran, für die Missionswerke etc.
      Am besten ist immer diese Kombination aus „Ora et labora“, also Gebet und Arbeit. Wenn ich hier alle Leser und vor allem die Christenheit in Deutschland und vor allem in Berlin dazu aufrufe, sich im Gebet für die Geschwister in Not zusammenzufinden, dann negiere ich ja keinesfalls die harte Arbeit von Organisationen wie der „Schwester Hatune Stiftung“, „open doors“ oder anderen. Es geht letztlich nur darum, „vorbereitend“ die Ohren der Gläubigen zu öffnen, ihre Herzen und Gebete auf die Nöte der verfolgten Kirchen auszurichten. Was jeder dann „außerhalb“ des Gebetes sonst noch tun mag: in Menschenrechtsgruppen mitarbeiten, als Multiplikator für andere Gläubige herhalten durch Weitergabe von Information, Infostände und Mahnwachen abhalten, die Hilfswerke mit Spendensammlungen unterstützen, Petitionen zeichnen etc. ist jedem selbst überlassen. Aber ohne „Information“, soviel habe ich gelernt, kann es nicht zur „Aktion“ kommen.

      Welche Welt hinterlassen wir unseren Kindern und Kindeskindern!? Ich glaube, wenn sich jeder Mensch auf Erden ernsthaft diese Frage stellen würde, würde jeder Denker über diese Frage wahnsinnig werden müssen vor Sorge. Aber wie gesagt, die Hoffnung stirbt zuletzt. Jesus, nicht die Hoffnungslosigkeit hat das letzte Wort. Und das lässt uns zu Recht hoffen.

      Eine gute Frage, der ich mich in letzter Zeit auch gewidmet habe. Auf dem „Marsch für das Leben“ in Berlin wurde mir das wieder bewusst, als ich mit einem befreundeten Ehepaar aus einem anderen Bundesland unterwegs war, die sich ebenso für Lebensrechts-Fragen engagieren, wie auch für verfolgte Christen. Arbeitsteilig: SIE ist an den Lebensrechten dran und ER an den verfolgten Kirchen. Dabei wurde mir angesichts der vielen Kinder und Jugendlichen, die im Demonstrationszug mit dabei waren, auch wieder bewusst, wie wichtig es ist, sich zu engagieren gerade weil wir sonst den Kindern und Enkeln eine Ödnis hinterlassen. Eine geistliche und physische Ödnis ohne Hoffnung. Das aber ist vielen Christen und Politikern scheinbar gleichgültig, weil sie selbst keine Kinder haben und höchstens bis zur nächsten Wahlperiode denken. Traurig, aber leider wahr. Welche Welt also wollen wir unseren Kindern hinterlassen ? In jedem Falle keine, in der keinerlei Hoffnung mehr besteht. Hoffnung auf den Beistand des Herrn. Denn: solange, bis er wieder da ist, ist noch Gnadenzeit und das können und dürfen wir fröhlich verkünden. Gnadenzeit ist, damit wir etwas daraus machen und eben nicht im „Fleische“ versacken oder uns vor vom Teufel verblendeten Wahnsinnigen beugen. Ich weiss, dass Christen gerne den „Frieden“ anbeten und nicht den Friedefürst. In langen Gesprächen mit Christen, die in Berlin eine Mahnwache vor einer bestimmten Botschaft initiiert haben, habe ich bemerkt, wie selbst dort mit Bibelzitaten um sich geworfen wird, um die eigene Angst zu bemänteln, wenn es Zeit wäre, Rückgrat zu entwickeln. Mehr Luther, weniger Eck, wie ich immer sage. (Sorry, an alle Katholiken, ist aber so.) Mehr mutiges Bekenntnis, weniger Herumdrucksen und sophistisches Bibel-Zitieren. Ich ermutige Christen zwar dazu, weiss aber, dass ich in dieser Hinsicht wenig Erfolg habe. Und dennoch werde ich diese Haltung nicht ändern, außer der Geist Gottes würde mich dazu bringen.
      Was will ich mit alldem sagen ? Noch ist nicht aller Tage Abend und wenn ich vor dem Thron des Schöpfers stehe, will ich mich nicht herauswinden müssen, sobald er mich fragt, was ich für die Solidarität seiner Kinder getan habe.
      Nebenbei: auf der bereits erwähnten, ökumenischen Mahnwache wird auch abschließend immer die „Sonne der Gerechtigkeit“ gesungen. Ein sehr feines Symbol, zumal das Lied im Evangelischen Gesangbuch im Abschnitt „Ökumene“ steht. Habe diesen Gesang also auch sehr schätzen gelernt.

      Weck die tote Christenheit
      aus dem Schlaf der Sicherheit,
      daß sie deine Stimme hört,
      sich zu deinem Worte kehrt.
      Erbarm Dich, Herr!

  2. Danke für die ausführliche und Mut machende Antwort. Sie haben in allem Recht, was Sie schreiben. Nur manchmal überfällt mich halt eine tiefe Resignation – ich weiß, das ist wahrlich nicht christlich – angesichts der Gräueltaten in aller Welt. Nun kann ein Einzelner nie die Sorge der Welt tragen. Und ich weiß auch, dass ich in meiner direkten Umgebung die „Welt“ ein bisschen besser machen soll, um nicht wie das ein Kirchenlied so schön betont, „vergebens“ auf Erden zu sein. Ich bin allerdings weit davon entfernt, Wunschdenkenoptimist zu sein, weil ein „aufgesetzter“ Optimismus nicht hilft und den Blick auf Realitäten versperrt. Die Realitäten sehen leider anders aus. Sicher ist auch richtig und wir dürfen nie vergessen, dass gerade die Menschen in Familien und in Hilfswerke, ob kirchlich oder nichtkirchlich, viel Gutes bewirken. Und genau auf diese schaue ich auch, wenn mich mal wieder ein Resignationsschauer überfällt. Allerdings hilft mir dann auch ein Blick aufs Kreuz Christi. Wenn der lebendige Gott so tief und schmerzhaft uns gegenüber die Liebe, seine Liebe gezeigt hat, dann beginne ich in der Regel über das „Schämen“ mich wieder aufzurichten.

    Nichtsdestotrotz weiß ich, dass der Heilige Geist machtvoll im Verborgenen wirkt und ich weiß auch, dass die Gräueltaten leider immer im Gedächtnis eher hängen bleiben als die guten. Ich stelle mir dann immer einmal vor, wie ich reagieren würde, wenn ich verfolgt werden würde. Würde ich Jesus die Treue halten können? Wenn ich darüber nachdenke, fühle ich mich doch reichlich schwächlich. Das will ich hier gern zugeben. Ich bewundere die Menschen sehr, die trotz Verfolgungssituation, die ja nicht in ein paar Sekunden vorbei ist, sondern lange Zeit andauern kann, ihren Glauben an Jesus nicht verlieren. Ich danke auch für diese Menschen. Sie sind Vorbild. Auch das wäre ein Grund, diese Tatsachen zu nutzen, indem diese Dinge auch in der Kirche öffentlich thematisiert werden würden. Aber da wird viel unter der Decke gehalten, ja auch zum Schaden der Kirchen.

    Nochmals recht herzlichen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben mit diesem doch sehr aufbauenden Text mir zu antworten.

    • Würde ich Jesus die Treue halten können? Wenn ich darüber nachdenke, fühle ich mich doch reichlich schwächlich. Das will ich hier gern zugeben. Ich bewundere die Menschen sehr, die trotz Verfolgungssituation, die ja nicht in ein paar Sekunden vorbei ist, sondern lange Zeit andauern kann, ihren Glauben an Jesus nicht verlieren. Ich danke auch für diese Menschen. Sie sind Vorbild. Auch das wäre ein Grund, diese Tatsachen zu nutzen, indem diese Dinge auch in der Kirche öffentlich thematisiert werden würden. Aber da wird viel unter der Decke gehalten, ja auch zum Schaden der Kirchen.

      Ja, da weiss man manchmal gar nicht, was Huhn und was Ei ist. Sind die Kirchen in einem geistlich so kaputten Zustand, weil sie soviele Dinge unter der Decke halten und aus Angst und Resignation bzw. vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem „kommenden Regime“ der Multi-Kultis und Islamisten nicht mehr hinschauen wollen, oder ist dieses Wegschauen eher eine Folge dieser „Vogel-Strauß“-Politik, die ich mal mit dem „Welche Probleme dieser Welt wir anerkennen und welche wir ignorieren, bestimmen wir selbst“ definieren will. Nichts dagegen, dass ein brutaler Raubbau an natürlichen Ressourcen angeprangert wird, nichts dagegen, dass willkürliche, menschengemachte soziale Diskriminierung oder Benachteiligung angeprangert werden, nichts dagegen, dass rechtsextremistische Gewalt thematisiert wird (obwohl das eigentlich eher eine Sache für die Politik und die entsprechenden Strafverfolgungsbehörden sein sollte), aber wenn ich mich dann lächerlich mache, indem ich zwischen Nazi- und Moslemgewalt differenziere, dann wäre es besser, die Kirche bliebe still und würde sich auf ihre ureigensten Kompetenzen beschränken. Caritas, Predigt und Lehre, das sollte es dann auch schon sein. Es gibt keinen „guten und schlechten Terror“. Die Nazis, die umhergehen und zwischen Menschen differenzieren, machen ja auch nichts anderes, als zwischen Menschen zu werten und zu unterscheiden. Wenn ich als Kirche dann die „armen, unterdrückten, muslimischen Massen“ verstehe, die US-Flaggen abfackeln oder Botschafter ermorden, dann differenziere ich auch und mache mich durch Schweigen mitschuldig. Genauso wie durch das Schweigen über Christenverfolgung, aber dies ist ja unser Dauerthema und deshalb an dieser Stelle nicht mehr dazu.
      Ja, die Christen, die jeden Tag ihres Lebens morgens auf die Straßen treten, ohne zu wissen, ob sie im nächsten Moment ein Gangster entführt, ein Fanatiker um ihr Bargeld erleichtert, oder eine Terrorzelle ermordet, die sind tatsächlich Vorbilder. Vorbilder in ihrer Standfestigkeit und ich selbst habe mich mehr als einmal gefragt, ob mein Glaube unter solchen Bedingungen standhalten könnte.
      Leider ist es aber auch wahr, dass viele Zeugen, die aus Ländern der Verfolgung zu uns in die Gemeinden kommen, zwar kurzfristig für einen „Ach-die-armen-Geschwister“-Effekt sorgen und auch die eine oder andere Kollekte mitnehmen können, aber für einen dauerhaften Umschwung im Denken und im Gefühlsleben der Christen hierzulande sorgt das nicht, wie ich immer gehofft hatte. Ein Pastor aus Nigeria hat mal in einer mir bekannten Gemeinde Zeugnis abgelegt, aber das hat die geistliche Atmosphäre dort nicht wirklich verändert. Die Gläubigen waren eher froh, als der Pastor wieder weg war, weil er sie mit seinen drastischen Schilderungen antichristlicher Gewalt nur an ihr schlechtes Gewissen erinnert hat. Man will doch tendenziell immer wieder „zum gemütlichen Alltag“ übergehen. Wo man zwar auch mal über die „Ungerechtigkeit“ in Deutschland, über „die bösen Konzerne“ und die Umweltzerstörung schimpft, sich dann aber wieder den innergemeindlichen oder innerkonfessionellen Angelegenheiten zuwendet.
      Das kann schon ein gewisses Maß an Resignation erzeugen. Vor allem, wenn man keine seriösen Mitstreiter findet, die im gemeinsamen Gebet und der gemeinsamen Aktion dann die Ignoranz und Verdrängung aufbrechen und das „Wohlfühlchristentum“ durch Realität schocken. Auch durch Realität in der gehorsamen Nachfolge Christi. Wer hat nicht schon einmal das betretene Schweigen der Geschwister erlebt, wenn man über Gottes Berufung für das eigene Leben in aller Deutlichkeit gesprochen hat ?
      Wie auch immer. Ich selbst habe auch kein Patentrezept dafür, wie man die Unmenge an Katastrophenmeldungen aus der Welt, geistliche und ganz real-materielle, am besten so verarbeitet, dass man nicht bitter wird. Oder sie so instrumentalisiert, dass man noch etwas Gutes daraus macht, um nicht aufzugeben. Beten hilft. Mit Gleichgesinnten kommunizieren hilft. Kleine Gebetserfolge helfen.

  3. Ja, werter Stefanus1m. Die Kirchen, aber auch die Christen außerhalb der Kirchen sind geistig kaputt. Die Die Geistlichen der Amtskirchen sind behäbig wegen ihrer Kirchensteuer geworden, m. E. ein Grund mit für das feige Schweigen und infolgedessen der übertriebenen Appeasementmentalität des Synkretismus. Die Kirchen lassen sich zu sehr anstecken von den linken Gleichmacherei-Doktrin bis hin zur Charkterisierung der Männlichkeit und Weiblichkeit des Gottesbildes aufgrund der Feminismustheologie und sind aufgeschlossen dem Genderisierung, in der man männliche und weibliche Attribute entgegen jeder biologischen-psychologischen Erkenntnis der Unterschiedlichkeit ideologisch vereinheitlichen will. Wer dagegen ist, ist immer Nazi.

    Ein nachdenklicher Artikel in der Weltwoche:
    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2007-30/artikel-2007-30-staat-der-frauen.html

    Wir werden wohl immer zu einer Erkenntnis gelangen müssen. Deutschlands Einwohner sind alt, behäbig und verwöhnt und sind kaum auf Veränderung, ja auch auf notwendige Veränderung gepolt. In fast jedem Gottesdienst betonen, ja beschwören förmlich die Geistlichen und ihre Pastoralreferenten die Gläubigen mit Floskeln wie „sich auf den Weg machen“, „alte Wege verlassen, neue Wege gehen“, „nicht auf der Stelle treten“ und das „Miteinander“ und das „sich Einbringen“ usw., die üblichen psychologischen Floskeln, die jeder Kaninchenzuchtverein auch in seinem Programm führen könnte. Die Gemeinschaft als das A und O. Das Erlösungswerk Christi wurde irgendwie weniger betont. Gemeinschaft war das Zauberwort, aber ohne diese Gemeinschaft mit Leben zu erfüllen. Die Gemeinschaft blieb auf die Gemeinde beschränkt. Die Gemeinschaft hörte an der Gemeindegrenze auf. Ich kann hier nur Ausführungen zur kath. Kirche machen, wie ich sie als kath. Christ wahrgenommen habe und wahrnehme. Kirchen haben sich nach dem 2. Vatikanum in ihrem Selbstverständnis völlig geändert zugunsten zunehmender Beliebigkeit in der Theologie und auch im Gemeindewesen. Die Kirchen machen einen gravierenden Fehler. Sie stellten nach dem 2. Vatikanum den Menschen in den Mittelpunkt des Lebens. Gott hatte da mitzuspielen und ist irgendwie als notwendiges Übel an den Rand getreten in eine Nebenrolle geschlüpft, die der Mensch ihm übrig gelassen hat, weil es ja noch den Tod gibt und nicht so genau weiß, was sein wird. Der Mensch und die Gemeinschaft wurde in der Kirche überbetont, halt genau das extreme Gegenteil dessen, was vor dem 2. Vatikanum geglaubt und gedacht wurde. Da wurde der Opfertod Christi in der hl. Messe betont. Heute heißt die Opferung Gabenbereitung. Allein die Begrifflichkeiten sind abgemildert, relativert und schwammig. Als ob, wenn der Einzelne das Jenseits betritt, in Gemeinschaft vor Gott tritt.

    Ich will damit nicht sagen, dass der Begriff „Gemeinschaft“ nicht wichtig ist. Nein, er ist genauso wichtig wie die Gottesbeziehung des Einzelnen zu Gott. 50/50 wäre die vernünftige Lösung. In dem Maße, in dem auch in der Kirche die menschlichen Seiten Jesu zunehmend betont wurden, wurden Begriffe wie „Sünde“ und „Schuld“ abgeschafft oder schamhaft verschwiegen. Alles Fehlverhalten wurde irgendwie unter dem Deckmantel der Liebe untergebracht. Verständnis für die Sünde und Verständnis für jedes Fehlverhalten. Kein Wort mehr von der Gefährlichkeit der Sünde für die eigene Seele. Gott ist die Liebe und wird alles verzeihen.

    In Überbetonung der Gemeinschaft auf dem Wege ins Neuland vergaß man seine Wurzeln. Ohne Wurzeln – also ohne das Wissen um echte Glaubensinhalte – wird gelebter Glaube schal. Sozialarbeit wurde wichtiger als Glaube. Sozialarbeit wurde mit Liebe verwechselt. Sozialarbeit ist aber nicht immer Liebe, sondern Mittel zum Zweck, das eigene Image, das eigene Ego vor anderen hervorheben zu wollen. Glaube an Gott und Gott selbst ist jedoch der Grund allen menschlichen Handelns. Wir stehen in seinen Diensten, nicht in Diensten des eigenen Egos. Gottesliebe wurde vergessen, Menschenliebe gefordert. Glaubenswissen kann zur Liebe zu Gott führen. Erst wenn wir durch den Glauben begreifen, mit welcher Liebe uns Gott in Jesus hier auf Erden begegnet ist, erst dann kann die Liebe zu Gott erst richtig Wirkung entfalten und sich in Menschenliebe, in Nächstenliebe entladen, wenn wir uns selbst von Gott angenommen wissen und uns selbst lieben mit allen Fehlern und Schwächen.

    Ja, Menschenliebe, egal ober 1. oder 2. Klasse hat in der Kirche zu Recht einen hohen Stellenwert und ist auch wichtig und gut. Aber das Verständnis für verfolgte Christen, die ja in einem umfassenden Gemeinschaftsdenken die irdisch schwächsten Mitglieder des Leibes Christi (aber die vorbildstärksten Mitglieder des Leibes Christi, die ihn wirklich heiligen) sind, derer man sich wirklich ernsthaft annehmen müsste, ist nach wie vor extrem unterentwickelt. Das Bewusstsein nimmt es einfach nicht zur Kenntnis, will es nicht zur Kenntnis nehmen, weil wir uns dann mit Gott und seinen Geboten intensiv auseinander setzen müssten. Warum, oh Gott, lässt Du das zu? Die Antworten sind leicht, aber schwer durch Christen auszuhalten und offensichtlich noch schwerer auszuführen. Die Anwort: Verfolgung entsteht da, wo Menschen sich nicht an die Gesetze Gottes halten. Da täte Aufklärung not, diese wird aber verweigert. Dann ist es leichter, Gott die Fehler in die Schuhe zu schieben und sich selbst behäbig nach hinten zu lehnen. Am besten nimmt man dies als europäischer „Geschwister“christ, der sich sonst so sehr um Gemeinschaft bemüht, nicht wahr, denn es könnte ja etwas von einem abverlangt werden, nämlich das unhinterfragbare Bekenntnis zu Jesus als dem Weg, die Wahrheit und das Leben als dem Sohn Gottes. Diese Konsequenz der Bekennermutes nach außen zu tragen verbunden mit der Erkenntnis, dass bestimmte Ideologien diese Verfolgungssituation von Christen erst möglich machen, weil ihnen Jesus und seine Lehre im Wege ihres eigenen Machterhalts stehen und diese sogar durch „göttliche“Gesetzgebungen sogar vorschreiben und fördern, darf nicht nach außen dringen, da sonst Repressionen gefürchtet werden. Wer aufhört, die Wahrheit hinter dieser Verfolgungssituation von Glaubensgeschwistern aus Feigheit nicht zur Kenntnis nehmen zu wollen, hat im Grunde Jesus selbst verraten. Er bezeichnet den Islam, den Sozialismus, den Kommunismus, den Faschismus, den Edelkapitalismus nicht mehr als Gegner des Christentums und somit nicht als Gegner Jesu selbst. Statt dessen Appeasement, Dialog, in dem diese Themen nicht angesprochen werden, und möglicherweise sogar noch Verleugnung der hl. Dreifaltikeit, nur um dem Islam zu gefallen, um hinterher verkünden zu könenn, dass wir denselben Gott anbeten.

    Ein Patentrezept wüsste ich schon:
    Bekennermut. Vor allem bekennen, dass die hl. Dreifaltigkeit das Gottesbild der Zukunft und der Ewigkeit ist. Jesus als Gottes Sohn im wahrsten Sinne des Wortes gegenüber den radikalsten Islamimamen verteidigen, wäre ein Patentrezept. Denn erst durch Jesus macht Gott am Deutlichsten, welche Liebe der Unendlichkeit zu seinen Geschöpfen IHM innewohnt.
    Nur es führen dies so wenige hier aus. Dafür gibt es allerdings, wie stefanus1m zu Recht schreibt, kein Patentrezept.

    • Tja, „Gemeinschaft“ haben, aber nur mit Menschen, nicht mehr mit dem offenbarten Wort, das der Christus ist. In seiner Göttlichkeit und seinem Menschsein. Und schon gar keine Gemeinschaft mit Gläubigen, die „weit, weit weg“ leben. Wir sind ja schon viel zu sehr damit beschäftigt, uns gegenseitig an die Kehle zu gehen.
      Erst vor wenigen Tagen habe ich mit einem Christen gesprochen, der vor Ekel das Gesicht verzog, als ich auch nur den Namen eines bekannten Pfingstkirchen-Pastors erwähnte, noch ohne anzudeuten, wie ich persönlich zu dessen Lehren und Predigten stehe. Mit so einer Christenheit, die vorrangig damit befasst ist, sich gegenseitig zu verdammen, können wir den Herausforderungen unserer Zeit nichts entgegensetzen.
      Sie wissen es ja, werter Bazillus, ich bin kein Prediger einer sinnentlerten und oberflächlichen Ökumene. Dennoch befürworte ich jede Initiative (Lebensrecht, verfolgtes Christentum etc.), in dem sich Schnittmengen zwischen den Konfessionen finden lassen. Schnittmengen, mit denen man dann konstruktiv arbeiten und etwas gemeinsam auf die Beine stellen kann.
      Bekennermut führt bereits heute schon wieder in die soziale Isolation, in Anfeindungen, „Mobbing“ und möglicherweise auch berufliche Ausgrenzung. Nicht zuletzt die „ach-so-wohlmeinenden“ Geschwister werden echte Bekenner des Christus mit jeder Art von Schmutz und Verleumdung bewerfen. Die schreckliche Verweltlichung im Namen einer „sozialen Relevanz“ und aus lauter Angst vor dem kompletten Verschwinden durch Ausblutung der Gemeinden hat zu absurden Situationen geführt.
      So wurde eine Bekannte von mir von einem Pfarrer daran gehindert, in ihrem Dienst, den sie in einem Gefängnis versah, zu evangelisieren. Wer, wenn nicht die „Sünder“ sollten das Evangelium hören ? Ausgerechnet ein Gottesmann wollte das nicht. In einem evangelischen Jugendgottesdienst in Süddeutschland wurde allen Ernstes gepredigt, „Allah“ und der dreieinige Gott seien ein und derselbe. Angesichts dieser Sachverhalte, machen wir wohl die Arbeit des Teufels und er braucht sich nur noch lächelnd zurückzulehnen.
      Ich gestehe, ich habe auch keine Lösungen mehr. Ich warte im Prinzip nur auf eines von zwei Ereignissen:

      1. der Herr holt mich zu sich und ich bekomme den ganzen Kokolores dann von ihm erklärt
      2. der Herr kommt persönlich wieder und richtet die Sünder, die ihn nicht wirklich kannten

      Beides wäre mir recht.

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