Pakistan: Kirche abgefackelt

Man möchte es fast schon nicht mehr erwähnen, so oft brennen in der islamischen Welt die Gotteshäuser. Ob in Nigeria, Ägypten oder anderswo: ein „Freudenfeuerchen“ aus Kirchenbänken und Kruzifixen scheint noch immer die Herzen vieler fehlgeleiteter Menschen zu erfreuen.

Da stelle ich mir mehr als einmal die Frage, ob ich mir wirklich die Zeit nehmen sollte, eine weitere Brandstiftung aufgeputschter Muslime an einer Kirche überhaupt hier zu dokumentieren. Es gehört scheinbar inzwischen derart untrennbar zum islamischen „lifestyle“ dazu, Pastoren zu verprügeln, Bibeln abzufackeln oder eben gar ganze Gotteshäuser zu schänden, dass jeder, der noch sehen, lesen und hören will, davon weiss und es in sein Weltbild miteinbezieht. Hauptsächlich erwähne ich Fälle, wie den nachfolgenden aus Pakistan nur noch, weil eben nicht alle Christen „sehen, lesen und hören“ wollen, wie die Realität für Gläubige in dieser Welt wirklich aussieht und das Thema der antichristlichen Gewalt und Kirchenverfolgung getrost ausblenden. Vermutlich, um dem „Kaffee und Kuchen“ nach dem Gottesdienst keinen bitteren Beigeschmack zu verleihen…

die Kirche von Mardan brennt

In jedem Falle wurde am 21. September 2012, in der Folge der „Liebe für den Propheten“-Krawalle in Pakistan, bei denen nach bisherigen Angaben landesweit ca. 23 Menschen starben und mehr als 200 verletzt wurden, die Anglikanische Kirche von Mardan in Brand gesteckt. Eine angrenzende Schule erlitt das gleiche Schicksal wie die Kirche und brannte aus. Zuvor wurde das Gotteshaus noch, so berichtet es die „British Pakistani Christian Association“ (BPCA), ordentlich geplündert und alles, was auch nur annähernd einen Wert für die bärtigen Hooligans besaß, gestohlen. Von Computern bis zu Möbeln. Im Rahmen des gesamten, barbarischen Aktes, der durch NICHTS (nein, kein Film, keine Karikatur rechtfertigt solchen Wahn !) zu rechtfertigen ist, sollen auch Bibeln geschändet und sonstiges, im anglikanischen Ritus genutztes Sakralwerk zerstört worden sein. Teils durch ein „Lagerfeuerchen“ im Kirchenvorhof.

Die BPCA, die den Vorfall ans Licht der (westlichen) Öffentlichkeit gebracht hat, ist nun besorgt darüber, dass dieser Vorfall in Pakistan landesweit Schule machen könnte. Der anglikanische Bischof von Peshawar, Humphrey Peters, hat diesen Angriff auch bereits verurteilt und weist darauf hin, dass das Kirchengebäude fast komplett neu gebaut werden müsse. Er wünscht sich, das Gläubige in der ganzen Welt die Kirche von Pakistan in ihre Gebete einschließen. Wilson Chowdry von der BPCA schlägt sogar noch schärfere Töne an, wenn er zu dem Schluss kommt:

Kein Christ in Pakistan ist sicher. Jede Gemeinde, ob in einer Stadt oder einem mehr ländlichen Gebiet, kann jederzeit das Opfer einer ähnlichen Attacke werden. Bitte beten Sie für alle christlichen Brüder und Schwestern in Pakistan.

DEM WILL ICH MICH HIERMIT ANSCHLIESSEN. BITTE BETEN AUCH SIE FÜR DIE CHRISTLICHE MINDERHEIT PAKISTANS. WENN SIE WEITERHIN VON WILLKÜR UND GEWALT BEDROHT WIRD, STEHT DIE EXISTENZ VON MEHR ALS EINER GEMEINDE AUF DEM SPIEL.

(Quelle: „assistnews.net“ vom 22. September 2012)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s