Sudan: „Christen-Luftbrücke“ startet

Der Sudan ist nicht nur in den letzten Wochen bekannt geworden, weil dort die Regierung einen Angriff auf die deutsche Botschaft des Nord-Sudans initiiert und dann bei deren Durchführung genüsslich zugeschaut hat, sondern vor allem deshalb, weil das Bashir-Regime seit Jahrzehnten gnadenlos alle ethnischen und religiösen Minderheiten unterdrückt. Omar al-Bashir wird seit dem 14. Juli 2008 mit internationalem Haftbefehl gesucht wegen Völkermordes, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen. Zumeist im Zusammenhang mit den Vorgängen in Darfur.

Seit sich im Jahre 2011 der Süden des Landes unter dem Monitoring der Weltgemeinschaft zu einem selbständigen Staat abgespalten hat, wurden den Christen des Nordsudans ihre Bürgerrechte entzogen und sie vom Bashir-Regime dazu aufgefordert, das Land zu verlassen. Da es sich bei der christlichen Minderheit aber aufgrund diverser, gesellschaftlicher Diskriminierungen (wie in allen islamischen Staaten üblich) um die ärmsten Teile der Bevölkerung handelt, standen und stehen die Christen des Nordsudans vor dem absoluten Nichts. Zum Ausreisen fehlt ihnen entweder der Wille (wer verlässt schon freiwillig die Heimat, fragen wir mal Exil-Kubaner oder denken wir an die Emigranten aus Nazi-Deutschland) oder vor allem auch das Geld. Zum Bleiben kann man ihnen aber auch kaum zuraten, da sie nach dem Entzug der Staatsbürgerschaft praktisch „vogelfrei“ geworden sind und keinerlei Zukunft zu erwarten haben.

Die christliche Menschenrechtsgruppe „Barnabas Fund“ hat nun durch ihr Hilfswerk „Barnabas Aid“ eine großangelegte Rettungsoperation für die „steckengebliebenen“ Christen des Nordsudans gestartet. Am Mittwoch, den 19. September 2012 startete sie mit dem ersten Rettungsflug zur Evakuierung von insgesamt 2000 christlichen Frauen und Kindern von Khartoum aus. Insgesamt sollen 12 Sonderflüge von Khartoum nach Juba, der Hauptstadt des mehrheitlich christlichen Südsudans starten, um diese 2000 Opfer vor der unsicheren Zukunft im muslimischen Norden zu retten. Sprecher von Barnabas Aid gehen davon aus, dass ca. 800 Frauen und 1200 Kinder ausgeflogen werden müssen.

Heute, am 21. September 2012, sollen weitere zwei Flüge abgehen. Die restlichen ca. 9 notwendigen Einsätze werden derzeit noch von „Barnabas Aid“ vorbereitet. Die Ankömmlinge werden in Juba, der Hauptstadt des Südsudans, in ersten Willkommens-Zentren „aufgefangen“ und versorgt. Später sollen sie dann an Familienangehörige im gesamten Süden weitergeleitet werden. Die Kirchen in der Republik Südsudan helfen bei dieser Aktion aktiv mit. Als Opfer einer religiösen Säuberung durch den Norden verdienen die Flüchtlinge und die sie unterstützenden Kirchen die Mithilfe und Solidarität aller Christen.

Viele Christen, denen es noch möglich war, haben den Norden bereits verlassen. Paradoxerweise hat aber das Bashir-Regime mittlerweile trotz Ausweisungsverordnung für Christen die Grenze zum Süden geschlossen. Besonders der Nil wird überwacht.
Aber den Ärmsten der Armen ist es eben nicht ohne weiteres möglich, diesem Irrsinn zu entkommen. Christliche Kreise in Khartoum haben nun die Bedürftigsten 2000 Frauen und Kinder ausgesucht, um sie der „Christen-Luftbrücke in den Süden“ anzuvertrauen, die Barnabas Aid nun organisert.

BITTE BETEN SIE FÜR EINEN ERFOLGREICHEN ABSCHLUSS DER LUFTBRÜCKE IN DEN SÜDEN. BITTE ERFLEHEN SIE DOCH VOM HIMMLISCHEN VATER FRIEDEN UND RUHE FÜR DIE VERFOLGTEN, VERARMTEN CHRISTEN DES NORDSUDANS.

(Quelle: „assistnews“ vom 20. September 2012)

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4 Gedanken zu “Sudan: „Christen-Luftbrücke“ startet

  1. Was ist der Mensch doch für eine Bestie. Bestialisches Verhalten wird auch noch religiös begründet. Ich brauche da die Identität dieser Religion nicht preiszugeben. Interessanterweise kennt sie jeder, aber niemand aus der politischen Kaste findet auch nur ein Wort der Kritik. Wie soll dass nur weitergehen? Aber es gibt auch gute Nachrichten, die den Ungeist dieser Religion besiegen können wie die folgende:

    Open Doors Deutschland:
    Kenia: Polizei vereitelt Anschläge gegen Kirchen
    21.09.2012Kenia
    Spezialkräfte entdecken Waffenarsenal – Angriffe standen kurz bevor

    (KELKHEIM, 21. September 2012) – Kenianische Behörden haben eine Terrorwarnung veröffentlicht, nachdem Sondereinsatzkräfte am 14. September ein privates Waffenlager in Nairobi ausgehoben haben. Die Beamten nahmen zwei Verdächtige fest, die offenbar Selbstmordanschläge auf mehrere Kirchen in Nairobi planten. Es wird angenommen, dass sie Teil einer Terrorzelle der somalischen Al Shabaab Miliz sind.

    Tödliche Bedrohung vorerst abgewendet

    Was den Beamten bei der Durchsuchung der Wohnung in Nairobi in die Hände fiel, hätte aller Wahrscheinlichkeit nach viele Menschen das Leben gekostet: Vier für Selbstmordanschläge präparierte Westen, bestückt mit hunderten von Kugellagern und anderen Metallteilen, zwei improvisierte Sprengladungen, ebenfalls mit Kugellagern bestückt, vier AK-47 Sturmgewehre, 480 Schuss Munition sowie 12 Handgranaten. Nach Auskunft der Polizei hatte die Terrorgruppe ihre Angriffspläne auf mehrere Kirchen bereits fertig ausgearbeitet. Die Ausführung stand demnach unmittelbar bevor, möglicherweise an dem folgenden Wochenende.

    Kirchen im Visier der Islamisten

    Die Festgenommenen sind der Kenianer Abdulmajid Yassin Mohammed (26) und der Somalier Suleiman Abdi Aden (24). Im Rahmen der Verhöre haben sie Polizeiangaben zufolge gestanden, Angriffe auf die PCEA St. Andrews Church, die St Paul’s University Chapel, die CITAM in der Valley Road sowie die Holy Family Basilica Church geplant zu haben. Insgesamt besuchen über 20.000 Menschen Sonntag für Sonntag diese vier Gemeinden, die zahlreichen Kinder nicht eingerechnet. Unter ihnen befinden sich auch hochrangige kenianische Politiker und Regierungsbeamte.

    Christlich geprägtes Land

    Mit einem Anteil von ca. 80 Prozent stellen Christen die große Mehrheit der kenianischen Bevölkerung. Seit einigen Jahren kommt es jedoch verstärkt zu Aktivitäten der im benachbarten Somalia beheimateten Al Shabaab Miliz, besonders unter den somalischen Flüchtlingen. Im Oktober 2011 startete das kenianische Militär deshalb eine Offensive gegen die der Al Kaida nahestehenden Gruppierung und drang dabei auch auf somalisches Gebiet vor. Seitdem ist es bereits mehrfach zu tödlichen Angriffen der Islamisten auf kenianische Christen und Kirchen gekommen, so etwa im Juli in Garissa oder im August in Mombasa.

    Beten Sie für die christliche Gemeinschaft in Kenia. Vielen Dank für Ihre Ermutigung und Hilfe!

    Danken Sie Gott für sein Eingreifen bei der Festnahme der Islamisten. Bitten Sie aber auch um die Festnahme aller flüchtigen Komplizen den beiden Verhafteten.
    Beten Sie, dass Gott alle vergleichbaren Pläne vereitelt und die Sicherheitsbehörden bei ihrer Arbeit leitet.
    Beten Sie für die Anhänger der Al Shabaab, dass Gott ihnen die Augen für das Angebot Jesu öffnet und sie zu ihm umkehren.
    Beten Sie um Weisheit für die Leiter der Gemeinden, die sich auf die neue Bedrohungslage einstellen müssen. Möge Jesus diese Herausforderung zum Segen für die Christen werden lassen.

    Ja, dieser Artikel ist zutiefst christlich, wie wir aus den berechtigten direkten Gebetsanliegen sehen dürfen. Ja, es gibt auch Grund zu danken. Dieser Dank darf in gleicher Intensität in eine Bitte münden für Menschen, Christen, unsere Glaubensgeschwister, die, auch wenn Grund zum Dank gegeben ist, noch immer in akuter Gefahr leben müssen, durch Satans Geist umgebracht zu werden oder durch Anordnungen von Vertretern dieser Religion, deren Namen hier heute ich nicht nennen werde, zu Flüchtlingen degradiert und somit in lebensbedrohliche Not gestürzt werden, nur weil dieser Ungeist von diesem verbrecherischem Menschen Besitz ergriffen hat. Dieser Ungeist benutzt nicht nur die Menschen, die am leichtesten zu manipulieren und auszunutzen sind für diese satanischen Zwecke, sondern er nistet sich in der Seele selbst von Staatsführern der verbrecherischen Art ein, die allein durch bloße menschenrechtsverletzende Anordnungen Menschen in so tiefes Elend stürzen lassen. Die Religion, die ich heute nicht nennen werde, wäre gut beraten, nicht nur solche Taten formell zu verurteilen, sondern auch den Geist, der diese Untaten erst zum gewalttätigen Vorschein kommen lässt und diesen zum fatalen Ausdruck bringt. Solange die Vertreter dieser Religion solche Täter und solche „GEistlichen“, die diese Täter aufs Übelste manipulieren, nicht aus ihren Reihen entfernt, höchst offiziell mit Namen und Identität, solange sind solche Statements unglaubwürdig und verlogen. Jede Tat sowie Untat wird aufgrund von innerem Geist oder Ungeist zumindest initiiert, wenn nicht gar gesteuert. Das Verschulden des Menschen liegt darin, dieser Initiierung oder inneren Steuerung durch innere Kraft der guten Art entgegen zu wirken. Da liegt die Verantwortung des Menschen vor Gott. Das Sichtreibenlassen oder die Sich-vor-den-Karren-Satans-Spannen-Lassen-Mentaltiät ist zutiefst out und Nächsten- und somit Nächstenliebeverachtend. Die Vertreter dieser Religion machen es sich zu einfach, zu behaupten, dass solche Untaten nichts mit ihrer Religion zu tun haben. In dieser Religion kommt der Terror aus deren Herzen, sagte einmal Zafer Sencak, ein türkischer Schriftsteller. Ja, ihm ist bei diesem gelungenen geflügelten Wort, welches nur die Wahrheit sagt, zuzustimmen.

    http://www.welt.de/politik/article1500196/Der-Terror-kommt-aus-dem-Herzen-des-Islam.html

    Auch der hiesigen Presse muss ich wieder in unendlicher Geschichte dieselben Vorwürfe machen. Sie erwähnen solche Untaten, die landesweites Elend im Sudan auslösen, nicht einmal hier in Deutschland. Das ist ja auch eine Nachricht, die in den hiesigen Medien nicht gut ankommt. Lieber erspart man den hiesigen Religionsvertretern dieser ominösen Religion die Erklärungsnöte, in die sie wieder einmal geraten könnten. Das geht soweit, dass eine solche Nachricht offensichtlich ….phob ist und nicht in das Meinungsschema der political correctness passt. Der werte Blogbetreiber muss sich aus fremdländischen Medien seine Infos besorgen, eine mehr als beschämdende Tatsache für unsere Medien, die jeden Pickel einer Prominenten sprechen lassen. Der Hass der hiesigen Medien geht soweit, dass Christen als Opfer erst garnicht mehr erwähnt werden. Denn sie müssten ja eingestehen, dass der Chef dieser Operation ein strammer Gottessoldat der nicht genannten Relgiion ist und das will dann noch lieber erst mal niemand hier in Deutschland wissen.

    Unsere Politik, unsere Medien und zum Teil auch unsere Kirchen sind leider blind, taub und mir scheint es – nicht genug interessiert – am Leid von Menschen, die Christen sind. Ich habe noch nie erlebt, wie eine Relgionsgemeinschaft wie das Christentum verfolgte Mitglieder medial und gebetsmäßig großflächig so im Stich lässt. Wenn es nicht christliche der Nächstenliebe verpflichtete Organisationen gäbe, die wie Open doors oder die christliche Gemeinschaft, die im Sudan vor Ort so gut wie möglich hilft, würde Christus noch mehr verleugnet, wie die Christen hier in Europa, denen es noch gut geht – aber nicht mehr lange – dies hier leider praktisch vorexerzieren.

    Ob wir uns im Jenseits die Frage von Jesus gefallen lassen müssen, was wir getan haben, um dem Nächsten im Sudan, in Ägypten, in Arabien, in Pakistan, in Afghanistan zu unterstützen. Ich will hoffen, dass er uns gnädig ist. Niemand kann sich heruasreden, dass der Nächste nicht auch in fernen Ländern wohnen kann. Es geht in erster Linie um das Gebet, um moralische, aber auch finanzielle Unterstützung. Das ist im Bewusstsein der hiesigen Christenschar immer noch nicht ausreichend angekommen.

    • Hatte den ersten „Funken“ der Nachricht aus Kenia schon am 17. September 2012 gebracht:
      https://gebetskreis.wordpress.com/2012/09/17/kenia-terrorangriff-auf-kirchen-in-nairobi-verhindert/
      Manchmal bin ich sogar schneller als open doors. 🙂 Und natürlich haben Sie recht: es nervt gewaltig, diese Nachrichten aus englischsprachigen Quellen herausfiltern und übersetzen zu müssen, weil sich deutsche Medien weigern, bestimmte Sachverhalte wie

      • – Christenverfolgung,
      • – systematische Gewaltandrohung und -anwendung durch die „Religion des Friedens“,
      • – Ungleichbehandlung verschiedener Religionen im „Westen“,
      • etc.

      als wahrzunehmen und als Nachrichteninhalt mit hohem Informationsgehalt in ihre Publikationen aufzunehmen. Ein Grund, warum open doors, HMK, AKREF, etc. so dringend notwendig sind. Wenn es die (und den BGVK-Blog) nicht gäbe, dann würde niemand davon erfahren. Schon gar nicht in unseren verweltlichten Kirchen, in denen zwar wochenlang über „Schmähvideos“ diskutiert wird, sich aber keine Hand für Christen in Nigeria oder dem Sudan regt. Darf ich sagen, dass mir, sobald ich daran denke, die Magensäure hochsteigt ?

      • Selbstverständlich, werter Stefanus1m, dürfen Sie nicht nur schreiben, dass ihnen angesichts solcher Umstände die Magensäure hochsteigt, sondern es müsste nicht nur Ihnen, sondern jedem Christen die Galle überlaufen, wenn er a) von den Schicksalen der Mitgeschwister er-
        fährt und b) von der Verlogenheit der Eliten zur Kenntnis nehmen muss.

        Bedenken Sie jedoch eines. Aufregen ist ungesund. Die Leser dieses blogs möchten noch lange Ihre Aktivitäten verfolgen dürfen. Denn es gibt leider sehr wenige blogs, die sich mit dieser Thematik auch wahrlich christlich-ernsthaft auseinandersetzen. Das ist sehr schade. Also bleiben Sie uns bitte noch lange erhalten.

        Auch meine Wenigkeit ist auf blogs wie dem Ihrigen angewiesen, weil ich der englischen Sprache nicht ausreichend mächtig bin, um solche Texte zu verstehen. Muss ich zu meiner Schande gestehen.

  2. Ich hoffe, ich gehe den Lesern nicht zu sehr auf die Nerven:
    Kleiner Nachtrag noch. Gegen jedes und alles fabriziert diese heute nicht genannte Religion Rechtsgutachten für noch so jedes kleine Detail ihrer religiösen Belange. Ich habe noch nie von einer Fatwa gehört, die gegen solche Täter wie den sudanesischen Prädidenten ausgesprochen wurde. Warum wird dieser Mensch nicht aus der Seele dieser Religion ausgespieen in hohem Bogen. Warum nicht? Könnte es etwa damit zu tun haben, dass die Lehre dieser Religion ihm das Recht gibt so zu handeln? Denn der Religionsgründer und seine Nachfolger waren im Vertreiben von Andersrelgiiösen schon immer Vorbild.

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