China: Pekings Shouwang – Gemeinde lässt Behördenmanöver prüfen

Die Pekinger „Shouwang“-Kirchengemeinde ist seit längerem bekannt, weil die Verwaltungs- und Sicherheitsbehörden der chinesischen Hauptstadt an ihr ein Exempel statuieren. 

China

Der Shouwang-Gemeinde wurden auf Druck des Staates die Räumlichkeiten gekündigt und seitdem werden potentielle Vermieter immer wieder von offiziellen Vertretern der Stadt dazu aufgefordert, dieser einstmals großen und einflussreichen Hauskirche keine Räume zu vermieten. Dies hat dazu geführt, dass die Shouwang-Kirche nun seit mehr als 17 Monaten Gottesdienste an verschiedenen Orten Pekings im Freien abhält.

Aber damit nicht genug, die Vertreter der Hauptstadt Peking wollen offensichtlich noch mehr Schaden an dieser Gemeinde anrichten, denn seit dem Beginn ihrer „Obdachlosigkeit“ werden Mitglieder der Shouwang – Kirche regelmässig eingeschüchtert, auf dem Weg von und zum Gottesdienst willkürlich verhaftet und teils tagelang befragt. Repressionen gegen Kirchenälteste und vor allem Pastor Jin Tianming sind an der Tagesordnung. Nun hat Jin Tianming eine Eingabe bei der Stadtverwaltung gemacht, die dieses Verhalten der städtischen Behörden verurteilt und eine Überprüfung ihrer Maßnahmen einleiten soll.

Nun, es fragt sich selbstverständlich, ob er da nicht den „Bock zum Gärtner“ machen will, weil er sich eine sachliche Prüfung von denselben Kreisen erwartet, die ihn und seine Kirchengemeinde seit Monaten terrorisieren. Vermutlich wird da „eine Krähe der anderen kein Auge auspicken“, wie es sprichwörtlich heisst.

Seine Beschwerde hat Pastor Jin ins Web gestellt und darin werden diverse Repressionen gegen die Shouwang-Gemeinde dargestellt. So sei der Gottesmann unter anderem am 09. April 2012 unter Hausarrest gestellt worden, unmitelbar, bevor er einen weiteren Freiluft-Gottesdienst abhalten wollte. Mehr als 169 Gemeindemitglieder der Shouwang seien bei derselben Gelegenheit von der Polizei in Gewahrsam genommen worden. Im Verlauf der letzten 17 Monate habe es mehr als 1600 Verhaftungen im Zusammenhang mit der Gemeinde gegeben, wobei die Gläubigen dabei auf 90 verschiedene Polizeiwachen verschleppt worden seien. Dort seien sie zumeist für 48 Stunden festgehalten worden. Mehr als 60 Gemeindemitglieder seien dazu gezwungen worden, ihre Wohnungen zu verlassen oder hätten im Verlauf dieser Zeit ihre Arbeitsplätze verloren. Jin Tianming wörtlich:

Es ist eine Unterdrückung des Rechts auf Religionsfreiheit seiner Bürger und des Rechts der Kirche, ihren Glauben zu praktizieren.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass offensichtlich von den Behörden Pekings eine gezielte Kampagne zur Zerschlagung der Shouwang  geführt wird, die Pastor Jin Tianming gerne ans Licht gebracht und somit angeprangert sehen möchte. Die Shouwang-Gemeinde hatte in ihrer „besten Zeit“ mehr als Tausend Gemeindemitglieder und hatte im Jahre 2005 um die staatliche Registrierung und damit um ihre „Legalisierung“ nachgesucht, war aber abgewiesen worden.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE SHOUWANG-GEMEINDE VON PEKING. BITTE ERFLEHEN SIE EINE FAIRE BEHANDLUNG UND ENDLICH OFFENE HERZEN BEI DEN BEHÖRDEN FÜR DIESE UNBEUGSAMEN NACHFOLGER CHRISTI.

(Quelle: „asia news“ vom 21. September 2012)

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