Deutschland/Iran: online-Petition für Pastor Behnam Irani

Wir alle haben uns vor wenigen Wochen erst über die Freilassung von Pastor Youcef Nadarkhani aus dem Gefängnis im Iran gefreut. Es war eine so große Erleichterung zu wissen, dass dieser unbeugsame Nachfolger Christi noch lebt und seiner Familie wiedergegeben ist. 

Behnam mit Christine und Rebecca

Doch haben bereits damals deutsche Aktivisten, zu denen ich mich auch zählen darf, darauf hingewiesen, dass noch viele weitere Christen in iranischen Gefängnissen einsitzen. Dies meist ohne wirklich strafrechtlich relevante Taten begangen zu haben, sondern zumeist aufgrund ihres Glaubens. Ein weiterer Fall, den wir auch hier im Blog des BGVK seit Monaten mitverfolgen ist der von Pastor Behnam Irani. „Voice of the martyrs“ in Kanada und den USA verfolgt den Fall ebenso aufmerksam und hat ein kurzes „Profil“ von Behnam Irani erstellt, das in Englischer Sprache den Verlauf seiner Leiden darstellt. Er wurde 1960 geboren, ist verheiratet mit Christine und hat zwei Kinder (Rebecca, geb. 2001 und Adriel, geb. 2008).

Hier eine kurze Zusammenfassung seines „Falles“:

  • Behnam Irani bekehrte sich im Jahre 1992 zum Glauben an unseren Herrn Jesus Christus. Zehn Jahre später, 2002, wurde er für würdig befunden, einer kleinen Hauskirchengemeinde in Karaj zu dienen.
  • Im Dezember 2006 wurde er erstmalig verhaftet und 2007 dann wegen angeblicher „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ schließlich zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt, jedoch niemals zum Antritt der Haft einbestellt.
  • Am 14. April 2010 schließlich wurde die Hausgemeinde Pastor Behnams von Agenten der Geheimpolizei gestürmt und er erneut inhaftiert. In der Folge erhielt er eine erneute, einjährige Haftstrafe zugesprochen, die er freiwillig am 31. Mai 2011 antrat. Die Begründung war die gleiche, wie gehabt.
  • Noch im Ghezel-Hesar-Gefängnis erhielt er im Oktober 2011 die Nachricht, dass seine vorherige Strafe von fünf Jahren nun auch „fällig“ würde und er nicht ein Jahr sondern ingesamt sechs Jahre im Gefängnis bleiben würde.
  • Während der ersten Monate seiner Haftstrafe wurde er konsequent in Einzelhaft gehalten. Danach wurde er in eine überbelegte Zelle verlegt, in der die Gefangenen nicht einmal alle Platz hatten, um sich hinzulegen. Mittlerweile ist er in einer „Standardzelle“ untergebracht.
  • Von dort aus wird er mit schöner Regelmässigkeit zu Prügeln und Beschimpfungen abgeholt. Mittlerweile hat sich sein Gesundheitszustand besorgniserregend verschlechtert. Innere Blutungen (durch die Schläge ?) haben ihn geschwächt und Gerüchte über Entzündungen, die seinen Körper weiter belasten, wollen nicht mehr verstummen.
  • Im Juli 2012 wurde er schließlich bewusstlos und eine Überstellung in das Gefängnis-Krankenhaus wurde genehmigt. Ob und wie er dort behandelt wurde, ist praktisch nicht bekannt.

Nun wurde ich über eine online-Petition zu Gunsten von Behnam Irani informiert, die jeder Internet-Nutzer, der der deutschen Sprache mächtig ist, noch bis zum 19. März 2013 mitzeichnen kann. Initiiert wurde diese Aktion vom Kampagnenmanager der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“, Daniel Holler. Ich darf erwähnen, dass ich Herrn Holler aus Anlass diverser Aktivitäten zu Gunsten von Youcef Narkhani kennen- und schätzengelernt habe und auch deshalb von der Seriosität seines Anliegens überzeugt bin. Begründet wird die Petition, die an den Deutschen Bundestag gerichtet ist und diesen dazu auffordert, sich aktiv für Behnam Irani einzusetzen, folgendermaßen:

Das Recht auf Religionsfreiheit schließt den Glaubenswechsel ausdrücklich mit ein. Es darf nicht sein, dass Menschen in der heutigen Welt noch immer wegen Religion, Meinungen, Lebensweisen, Ausrichtungen diskriminiert, verfolgt, inhaftiert oder gar hingerichtet werden.

Ich selbst habe die Petition bereits gezeichnet (prüfen Sie mein Wort, ich bin ca. Nr. 293) und bitte nun alle Leser darum, dies ebenfalls zu tun. Bitte öffnen Sie ihr Herz für diesen Mann, der nichts anderes tat, als das, was Sie und ich als unser „selbstverständliches Recht“ ansehen: seinen Glauben frei zu wählen und dem gewählten Weg in den Fußstapfen Christi unbeirrt zu folgen. Er muss seiner Familie zurückgegeben werden, bevor er noch verstirbt.

BITTE ZEICHNEN AUCH SIE DIESE PETITION FÜR BEHNAM IRANI ! BITTE BETEN SIE AUCH FÜR DEN ERFOLG DIESER EINGABE UND EINE REICHLICHE VERBREITUNG DER NACHRICHT VOM SCHICKSAL BEHNAM IRANIS. BITTE SCHLIESSEN SIE BEHNAM IRANI UND SEINE FAMILIE IN IHRE GEBETE EIN.

(Quelle: „IGfM“-Rundmail vom 20. September 2012)

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2 Gedanken zu “Deutschland/Iran: online-Petition für Pastor Behnam Irani

  1. Handeln Sie schnell und retten Sie das Leben dieses unschuldigen Mannes. Seit wann ist es ein Verbrechen, seine Religion zu wechseln? Sie sollten sich dafuer einsetzen, auch wenn ihm dieses Schicksal nicht in Deutschland wiederfaehrt, sondern eben im Iran.l..

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