China: Kirche abgefackelt – cui bono ?

Was standhaften Kirchen und Gemeinden passieren kann, wenn sie dem aggressiven Raubtierkapitalismus chinesisch-sozialistischer Prägung im Wege stehen, erzählt eine Geschichte, die sich in Zentralchina abgespielt hat:

China

Bedenken wir: In China sind die „registrierten“, in staatlich kontrollierten Kirchenbünden organisierten Kirchen eigentlich akzeptiert und sollten keiner Verfolgung oder irgendwelchen Repressalien unterliegen. De facto sieht dies jedoch seit einigen Jahren anders aus. Sowohl die unregistrierten „Hauskirchen“, als auch die organisierten „Staatskirchen“ müssen sich massiver Bedrängung erwehren. Das Schicksal des Bischofs von Shanghai Ma Daquin, der sich der staatlichen Bevormundung verweigert, ist ja sicher bekannt.

Was ist nun also im Dorf Caibang in der Nähe der Stadt Xiantao vorgefallen ? Das gesamte Dorf wurde von einer Landentwicklungsgesellschaft „aufgekauft“. Jedem Hausbesitzer wurde eine gewisse Summe für seine Immobilie geboten, da auf dem Gelände des Dorfes eine „Trabantenstadt“ entstehen soll. Dabei soll es durchaus schon einmal vorgekommen sein, so Berichte aus der Region, dass Anwohner, die sich außer Haus befanden, ihre Immobilie verwüstet und ihr Haus abgebrannt vorfanden, wenn sie nach Hause zurückkehrten. Als einziger weigerte sich die örtliche Kirche, eine registrierte Gemeinde, sich dem Druck der Geschäftemacher zu beugen.

Daraufhin wurde sie systematisch von der Strom- und Wasserversorgung abgekoppelt. Die Kirche hatte zuvor seit 1993 bestanden. Nun wurde das Gebäude abgefackelt. Der katholische Geistlicher Pater Zhang Wei, ein Priester aus der Hanyang-Diözese, hatte zunächst  im Internet über den Fall berichtet. Nach seiner Einschätzung hätte das Gebäude nicht so blitzartig abbrennen können, wenn nicht mit Hilfe von Brandbeschleunigern nachgeholfen worden wäre. Nun steht dem Bau neuer „Appartment“-Häuser in Caibang nichts mehr im Wege. Pater Zhang ist es auch, dem auffiel, dass die örtlichen Polizeibehörden sich auffällig zurückhalten, was eine mögliche Aufklärung der Brandstiftung angeht.

Machen wir uns nichts vor: in China gilt heutzutage die Regel „Kohle kommt vor Gott“ und dies kennen wir aus geistlich ausgehöhlten, materialistischen Gesellschaften unterschiedlicher Regionen. Was das über den Zustand eines Landes aussagt, darüber machen Sie sich Ihre eigene Meinung, liebe Leser.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN IN CHINA. AUF DASS SIE RESPEKTVOLLEN UMGANG ERFAHREN UND SICH AUCH MAL ERFOLGREICH GEGEN DIE MACHENSCHAFTEN GIERIGER MANAGER WEHREN KÖNNEN.

(Quelle: „uca news“ vom 17. September 2012)

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