Pakistan: erneut Christen ermordet

Im Stadtteil Essa Nagri von Karachi, Pakistan, wurden erneut zwei Christen ermordet. Vermutlich von islamischen Extremisten (wo sind die wütenden Angriffe auf pakistanische Botschaften in Deutschland, den USA oder Argentinien ? Richtig, die bleiben aus, weil Christen friedlich sind.). 

Pakistan

Am Samstag, den 15. September 2012, wurden zwei pakistanische Christen mit Namen Rafi Masih und Nasir Masih im Stadtteil Essa Nagri, einem Vorort von Karachi, ermordet. Dies berichtet der katholische Geistliche Pfarrer Victor John, der beide Männer auch beerdigen wird. Wie der „fidesdienst“ berichtet, wüten in diesen Stadtvierteln bereits seit längerem muslimische Mobs, die nach Belieben und ohne Eingreifen der Polizei „christliche“ Wohngegenden verwüsten, Christen bedrängen und einschüchtern und jetzt offensichtlich auch ermorden. Als Vorwand kann dies oder jenes gelten.

Ganz entgegen der Erwartungen unserer „Qualitätspresse“ und westlicher Politiker war jedoch wohl nicht irgendeine „Koranverbrennung“ oder ein youtube-video dafür verantwortlich, sondern die Forderungen gewalttätiger, muslimischer Banden nach „Jizijah“, der islamischen, schariakonformen Kopfsteuer für Christen und andere Nichtmuslime in islamischen Ländern. In den meisten dieser Staaten ist jedoch weder in der Verfassung noch im Steuer- oder Strafrecht eine derartige Steuer vorgesehen, da sie einer aktiven, religiösen Diskriminierung gleichkäme. Selbst, wenn die Scharia als Rechtsgrundlage des gesamten Rechtssystems angesehen wird wie in Ägypten oder neuerdings auch wieder in Libyen. Dies hindert jedoch von radikalen, islamischen Hasspredigern aufgeputschte Muslime in vielen Ländern, so auch Pakistan, nicht daran, eine solche vom Scharia-Recht also gedeckte, aber vom geltenden Recht (noch) nicht gedeckte Steuer von Christen einzufordern.

Das Wüten und die Gewalt dieser Banden geht mittlerweile so weit, dass die von der Polizei im Stich gelassenen Christen von Essa Nagri darüber nachdenken, eine Mauer um ihr Stadtviertel zu errichten. Somit würden sie sich zwar selbst einmauern und somit de facto „ghettoisieren“, aber um der eigenen Sicherheit willen, ist man jetzt offensichtlich zu unkonventionellen Mitteln bereit. Pfarrer Victor sagt dazu:

So wird Essa Nagri zu einer Art Ghetto mit einem einzigen Zugang.

Christen, die immer wieder Opfer von Gewalt-Attacken werden, organisieren auch einen eigenen, internen Sicherheitsdienst für ihr Viertel. In dem christlichen Stadtviertel Essa Nagri leben rund 50.000 meist arme Christen auf engem Raum zusammen. Pfarrer Victor wird eine Trauerfeier für die beiden Ermordeten abhalten, sie aber zunächst nicht zum außerhalb gelegenen Friedhof überstellen, da die Lage außerhalb des Stadtviertels derzeit äußerst feindselig gegenüber Gläubigen sei.

Ich fordere die christlichen Gläubigen auf, keine Rache zu üben und friedlich zu Handeln. Doch wir bitten die Polizei um Schutz für die Einwohner des Stadtviertels, die immer wieder Opfer von offensichtlichem Missbrauch werden.

wird Pfarrer Victor vom „fidesdienst“ zitiert.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN VON ESSA NAGRI UND FÜR EIN ENDE DER MUSLIMISCHEN GEWALTWELLE GEGEN SIE.

(Quelle: „fidesdienst“ vom 17. September 2012)

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