Nigeria/Großbritannien: Spendengelder für Terroristen ?

In Großbritannien sind Spekulationen aufgekommen, dass Spendengelder einer Wohltätigkeitsorganisation an die islamische Terrorgruppe „Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad“ (Ex-„Boko Haram“) geflossen sein könnten. Diese Terrorgruppe ist allein im laufenden Jahr 2012 für Dutzende, gezielter Terrorangriffe verantwortlich, die mindestens sechshundert Menschenleben gekostet haben.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Für alle „Neuleser“ und „Noch-nicht-Experten“ nur soviel: Die „Boko Haram“ ist eine Terrorgruppe mit besten Kontakten zum Al-Kaida-Netzwerk und zu anderen, gewalttätigen Bewegungen in Ostafrika („Al-Shabaab“ etc.). Ziel dieser Terroristen ist es, in Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Land Afrikas, einen Allahs-Staat zu errichten. Dies hätte im Erfolgsfalle eine Symbolwirkung für das gesamte „Schwarzafrika“, die kaum zu überschätzen wäre. Der Staat Nigeria, in dessen Behörden bis hin zum Sicherheitsapparat sich zahlreiche Sympathisanten der „Boko Haram“ befinden, tut sich schwer damit, dieser scheinbar „aus dem Nichts heraus“ zuschlagenden Bande das Handwerk zu legen. Staatliche Einrichtungen sowie christliche Wohnstätten und  Kirchen sind die Hauptziele der blutigen Attacken der Terrorgruppe. Inzwischen hat Staatspräsident Goodluck Johnathan zugeben müssen, dass er inoffizielle Gespräche mit den Terroristen aufgenommen hat, um sich ihre Forderungen anzuhören.

Nun haben Geheimdienstkreise Nigerias „durchsickern“ lassen, dass die Finanzierung der „Boko Haram“ unter anderem wohl auch durch eine Wohltätigkeitsorganisation in Großbritannien erfolgte. Die Waffenkäufe und Reisen zu Terror-Camps wurden möglicherweise  auch mit Geldern des sog. „Al-Muntada-Trusts“ bezahlt, der seinen Sitz in London hat. Er sammelt nach außen hin Gelder für Soforthilfe in afrikanischen Staaten. Allerdings war er schon in der Vergangenheit dadurch aufgefallen, dass er radikalislamischen Hasspredigern eine Bühne für ihre Tiraden bot.

Der britische Oberhausabgeordnete Lord Alton von Liverpool hatte bereits im Juli 2012 darauf hingewiesen, dass die „Boko Haram“ in Nigeria Hunderte von Toten zu verantworten habe und die Interessen Britanniens dadurch geschädigt würden. Auch im Kontakt mit Außenminister Lord Howell war zwischen Lord Alton und ihm das Thema angerührt worden. Howell bestätigte in einem Briefwechsel dabei, dass „die Komission für Wohltätigkeit und die städtische Polizei“ sich mit den Verbindungen zwischen Spendenorganisationen und internationalem Terror befassen würden. Auch der „Al-Muntada-Trust“ stehe dabei im Fokus der Beobachtungen, aber noch gäbe es keine konkreten Hinweise auf nachvollziehbare Geldflüsse an Boko Haram oder andere Gruppen. Die Polizei würde ebenfalls nur auf Hinweise der „Kommission für Wohltätigkeit“ hin ermitteln, die aber noch nicht vorlägen.

Der erste Sekretär dieses Trusts, Abdul-Hakim Montague, wurde von den Medien hierzu kontaktiert und um eine Stellungnahme gebeten, die er auch zusagte, bislang aber nicht lieferte.
Valentina Soria, Afrika – Expertin des Thinktanks „RUSI“, warnt hingegen vor weitreichenden Konsequenzen die eine Terrorverbreitung in der afrikanischen „Subsahara“-Region haben könnte.

Kämpfer der afrikanischen Konflikte, die nach Großbritannien kommen, sind nur ein Aspekt einer solchen Herausforderung und es gibt wahrlich viele Dimensionen potentieller Gefahren.
Von West- nach Ostafrika, durch die gesamte „Subsahara-Region“, könnten wir sehr wohl eine Welle entscheidender Entwicklungen erleben, die weitere Unruhen auslösen können.

Wer für Christen, die immer wieder Opfer terroristischer Gewalt in Nigeria werden, etwas Ermutigung spenden und Solidarität bekunden will, der sollte sich der Aktion „Hoffnungs-Karte“ der Hilfsaktion Märtyrerkirche anschließen. Mit einem kleinen, aufbauenden Bibelwort ist oft schon deutlich genug bewiesen, dass Christen auch hierzulande die Leiden ihrer Geschwister in Nigeria nicht gleichgültig sind. Viele Christen haben schon bekannt, dass das Wissen darum, dass sie nicht vergessen sind, sie aufrecht hielt in schweren Zeiten.

BITTE BETEN SIE FÜR KLARHEIT IM FALLE DES „AL-MUNTADA-TRUSTS“. SOLLTE VON DORT AUS GELD AN MÖRDER UND TERRORISTEN FLIESSEN, SOLLTE DIES IN UNSERER MEDIENGESELLSCHAFT EIGENTLICH BALD BEKANNT WERDEN.

(Quelle: „the guardian“ vom 09. September 2012)

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