Iran: Youcef Nadarkhani ist frei !

Pastor Youcef Nadarkhani, der seit nunmehr fast 3 Jahren im Gefängnis saß, ist frei ! Beim Gerichtstermin vom Samstag, den 08. September 2012, wurde ihm mitgeteilt, er könne das Gefängnis verlassen.

Zugegeben, ich hatte kaum noch daran geglaubt, dass dieser große Dulder für unseren Herrn Jesus Christus die Mauern des Gefängnisses noch einmal lebendig verlassen würde. Immerhin hing seit November 2010 ein Todesurteil wegen „Apostasie“ über seinem Haupt. Es ist auch nicht so, dass er „ungeschoren“ davongekommen wäre. Wie diverse Nachrichtenagenturen und Webseiten vermelden, wurde er wegen „Evangelisation“ zu drei Jahren Haft verurteilt, die er aber de facto bereits abgesessen hatte. Somit kam er frei aus den Gefängnismauern ! Und für seine Frau und die Söhne wird nur das zählen !

Eine Nachricht, auf die sehr viele Menschen in der Welt lange gewartet und für die viele Christen lange gebetet haben. Der Mann, der ursprünglich verhaftet wurde, nachdem er nicht wollte, dass seine Söhne am Zwangs-Koranunterricht in der Schule teilnehmen, stand symbolisch für viele Dinge, die im Iran nicht stimmen. An ihm sollte durch die Behörden ursprünglich ein Exempel statuiert werden, was mit Muslimen passiert, wenn sie den Islam verlassen und sich Christus zuwenden. Noch im Gefängnis wurde er unter einen unvorstellbaren Druck gesetzt, doch wieder Muslim zu werden, um damit seine sofortige Entlassung zu erreichen.

Weltweit haben Menschen von Nord- und Südamerika über Europa bis Asien den Fall des Hauskirchen-Pastors Nadarkhani verfolgt, haben gebetet, Unterschriften gesammelt und auf die anhaltende Diskriminierung von Christen aufmerksam gemacht. Nun ist Bruder Youcef seiner Familie wiedergegeben und dies ist ein Grund, dankbar zu sein. Tiffany Barrans, vom „American Center for Law and Justice“, das sich von Anfang an mit dem Fall befasst und diesen immer wieder in die Medien gebracht hatte, wird folgendermaßen zitiert:

Die internationale Aufmerksamkeit für diese Angelegenheit rettete das Leben dieses Mannes, aber wir dürfen nicht vergessen, dass das Menschenrecht der Religionsfreiheit, das Recht der freien Religionsausübung beinhaltet.

Gleichzeitig haben aber Menschenrechtsaktivisten darauf aufmerksam gemacht, dass noch viele, weitere Gläubige im Iran inhaftiert sind. Die Namen Behnam Irani, oder Farshid Fathi sollten wir bei aller Freude nicht vergessen. Deshalb finden z. Bsp. in Hamburg weiterhin die Mahnwachen am Mönckebergbrunnen statt. Samstags, 15.00 – 16.30 Uhr. Jeder Teilnehmer einer solchen Veranstaltung, jeder, der eine Petition gezeichnet, gebetet und über die Lage der Christen mit anderen gesprochen hat, hat etwas bewegt und kann dies auch in Zukunft tun !

BITTE DANKEN SIE DEM VATER IM HIMMEL FÜR DIE FREILASSUNG VON BRUDER YOUCEF NADARKHANI. DENKEN WIR DARAN: WENN WIR BETEN UND NICHT AUFGEBEN, WIRD UNSER SCHÖPFER NOCH IMMER WUNDERBARE DINGE TUN UND IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES TÜREN ÖFFNEN, DIE KEIN MENSCH JEMALS GEÖFFNET HÄTTE !

(Quelle: „foxnews.com“ vom 08. September 2012)

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5 Gedanken zu “Iran: Youcef Nadarkhani ist frei !

  1. Lobet den Herrn ! Ich bin mir nicht zu schade, zuzugeben, dass mir die Tränen kamen, als ich es gehört habe. Ich hoffe, dieser brave Mann wird in Zukunft in Ruhe gelassen und kann unseren Glauben ohne weitere Quälerei praktizieren.

  2. Wie wunderbar ist diese Neuigkeit. Bin sprachlos und freue mich riesig! Wie lange haben wir gebetet für ihn ? Drei Jahre seit 2009.
    Dem Herrn sei alle Ehre dafür!

  3. Auch ich habe vor Freude geweint, als ich gerade lass, dass unser Bruder Youssef Nadarkhani nicht nur keine Anklage zum Tod bekam, sondern sogar darüber hinaus entlassen wurde. GOTT gebührt unser DANK dafür. Lob, Preis und Ehre sei IHM, dem Vater unseres Erlösers Yeshua Ha Maschiach (Jesus Christus), der allmächtig ist und alles souverän in seiner Hand hält. Möge unser HERR Youssef weiterhin beschützen und bewahren und ihn weiter zu Seiner Ehre gebrauchen. AMEN !!!

  4. Eine sehr ergreifende Nachricht! Welch unsägliches Leid hat er als Christ geduldig auf sich genommen. Wie tief muß sein Glaube sein, dass er dies überlebt hat und sich nicht aufgegeben hat.
    Die Kraft des Gebetes hat ihn am Leben erhalten.
    Was für ein Schicksal! Dem Herrn Jesus sei Dank!

    Christenverfolgung in diesem Jahrhundert -ich hörte noch von keinem einzigen Muslim, der unter ähnlichen Bedingungen für seinen Glauben eintreten mußte-
    Gott gebe dieser Familie die Kraft zu Leben in einer so schrecklichen Zeit. Bitten wir ihn gemeinsam, daß er keine weiteren Prüfungen mehr für diese tapferen Christen vorgesehen hat, und dass alle inhaftierten Christen überleben dürfen und nicht an ihrem Schicksal verzweifeln.

    Wie einfach ist es doch in Europa, ein Christ zu sein und als solcher zu leben, wir sollten uns dies öfter ins Bewußtsein zurückholen und dankbar dafür sein!

    • Wie einfach ist es doch in Europa, ein Christ zu sein und als solcher zu leben, wir sollten uns dies öfter ins Bewußtsein zurückholen und dankbar dafür sein!

      Ja, das denke ich auch oft. Aus unserer noch privilegierten Position heraus haben wir aber auch die Verantwortung, die Stimme derer zu sein, die sonst nicht gehört werden. Besonders sehe ich es als notwendig an, in den Kirchen das Bewusstsein dafür VIEL, VIEL STÄRKER ZU ERWECKEN, dass ein Christenleben in Frieden und Ruhe KEINE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT IST. Auch nicht mehr in Deutschland, wie wir anlässlich des „Marsches für das Leben“ wieder mal sehen.
      Nein, der „Preis der Freiheit ist ewige Wachsamkeit“, wie es Thomas Jefferson einmal formuliert hat. Das gilt auch für Christen, denen an der Aufrechterhaltung von Dingen wie Religionsfreiheit, Freiheit von Verfolgung und Diskriminierung und Freiheit des Bekenntnisses gelegen ist. Wir sollten wieder einmal tief in die Erfahrungs-Kiste der „Bekennenden Kirche“ der Nazizeit hineinlangen, um uns anzuschauen, was auch uns bevorstehen könnte, wenn wir an einem klaren, an Luthers Rückgrat und Gottvertrauen orientierten Christentum interessiert sind.

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