China: Hauskirchen – „Katz und Maus“ in Shenzhen

China macht weiter Druck auf sämtliche Kirchen des Landes. Neben den registrierten Kirchen, die ebenfalls seit einiger Zeit immer öfter mit Repressionen rechnen müssen, existieren auch immer noch die „illegalen“ Hauskirchen.

China

Eine dieser Gemeinden in Shenzhen im Süden Chinas wird mit der bereits aus dem Fall der Pekinger „Shouwang“-Gemeinde bekannten, staatlichen Instrumentarium vertrieben: man gönnt ihnen einfach keinen Ort der Versammlung. Nur zwanzig Tage, nachdem ein Vermieter der „Zhongfu Gangtou church“ auf Druck der örtlichen Behörden den Mietvertrag gekündigt hatte, wurde auch der neue Vermieter dementsprechend „angewiesen“ die Kirche wieder aus seinen Räumen zu verweisen. Der Gemeindeleiter, Pastor Zhao Jianjun, wird folgendermaßen zitiert:

Wir versammelten uns früher im Stadtteil Bantian, aber Offizielle der Gemeinde übten Druck auf unseren Vermieter aus, uns dazu aufzufordern, auszuziehen. Wir zogen daraufhin vor zwei Wochen in unsere jetzigen Räume um, in der Nähe von Bantian. Aber das Volkskomittee der Straße sprach mit unserem Vermieter und wies ihn an, uns keine Räume zu überlassen.

Natürlich ging Pastor Zhao mutig zum Straßenkomitee und fragte nach, warum sie so gehandelt haben. Er erzählt daraufhin das Folgende:

Ich ging also zum Straßenkomittee, um sie nach den Gründen zu fragen und sie waren sehr rüde im Umgangston. Einer der Bürovorsteher sagte gar: „Gibt es denn überhaupt noch irgendwelche Christen in Shenzhen“ ?

Das Problem ist aber, dass die Gemeinde bereits einen über zwei Jahre laufenden Vertrag mit dem Vermieter hat. Die Behörden haben diesem aber gedroht, bei Nichtbefolgen ihrer Anweisung seine Immobilie „zu versiegeln“ und damit unbrauchbar und unzugänglich zu machen. Eine im autoritären China nicht zu unterschätzende Drohung. „Radio Free Asia“ sprach mit dem Vermieter und bekam die ganze Geschichte bestätigt und erhielt den Eindruck, mit einem durch Einschüchterung ernüchterten Mann gesprochen zu haben.

BITTE BETEN SIE DOCH FÜR DIE „ZHONGFU GANGTOU“ – KIRCHE VON SHENZHEN. DAMIT SIE BALD WIEDER EINEN ORT FÜR DIE GOTTESDIENSTE UND SONSTIGEN VERSAMMLUNGEN BEKOMMT.

(Quelle: „radio free asia“ vom 04. September 2012)

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