Kenia: Kirchenleiter wollen Staat in die Pflicht nehmen

Erst vor Kurzem haben wir über die wachsende Welle der Gewalt gegen Christen in Kenia berichtet. Der Konflikt im benachbarten Somalia ist längst ins Land „übergeschwappt“, nachdem auch die kenianischen Truppen versuchten, im Nachbarland dem Treiben der terroristischen „Al-Shabaab“-Milizen ein Ende zu machen. 

Die jüngsten Ausschreitungen von Muslimen, die nach dem gewaltsamen Tod eines bei ihnen beliebten Hasspredigers damit begannen, zu randalieren und Kirchen niederzubrennen, haben nun eine ungewöhnliche Reaktion der kirchlichen Organisationen hervorgebracht. Da der Staat nicht willens oder in der Lage sei, die Problemlage zu erkennen und in den Griff zu bekommen, will das „National Council of Churches of Kenya“ (NCCK) den Staat Kenia nun in die Pflicht nehmen.

Der NCCK – Generalsekretär Peter Karanja hat unlängst auf einer Pressekonferenz in Nairobi darauf hingewiesen, dass die Attacken der jüngsten Zeit nicht zufällige Einzelereignisse gewesen seien, sondern, dass eine Absicht und Planung dahintersteht. Vor diesem Hintergrund solle die Regierung nun Verantwortung übernehmen. Die kenianische Regierung habe eine Verantwortung, ja eine Pflicht, das Eigentum und Leben seiner Bewohner zu beschützen, woran sie aber in Bezug auf die Kirchenattacken der letzten Zeit gescheitert sei. Man erwäge eine Klage vor dem obersten Verfassungsgericht Kenias. Auf der besagten Pressekonferenz fiel auch ein bezeichnender Satz, der so sicher nicht nur in Kenia gültig sein könnte:

Es dürfte wohl klar sein, dass derzeit der Frieden im Lande eher durch das Beschwichtigen der Zornigen, als durch das Beschützen der Unschuldigen erreicht werden soll !

Wer in dieser Gleichung die „Wütenden“ und wer die „Unschuldigen“ sind, dürfte  wohl selbsterklärend sein. Reverend Karanja lobte ebenfalls die große Zurückhaltung, mit der Christen in Mombasa auf die Ausschreitungen der vergangenen Woche reagiert hätten. Sie hätten sich bewundernswerterweise nicht durch die Krawalle der Anhänger des mit der Al-Shabaab verbandelten, verstorbenen Scheichs Abud Rogo provozieren lassen. Erst am Mittwoch, den 29. August 2012, war ein Friedenstreffen zwischen muslimischen Klerikern und christlichen Geistlichen in Mombasa von letzteren abrupt beendet worden, nachdem die Gegenseite zunächst einmal generelle, politische Fragen geklärt sehen wollte. Der auf christlicher Seite daran beteiligte, anglikanische Bischof Lawrence Dena zeigte sich ungehalten über diese indirekte Unterstützung für den randalierenden Mob.

Wir sind nicht glücklich über die Agenda des heutigen Tages. Wie können sie Politik vor den Frieden stellen, während Mombasa noch brennt ? 

BITTE BETEN SIE FÜR FRIEDEN IN KENIA. BITTEN SIE AUCH UM STARKE POLITIKER, DIE DEN FRIEDEN IM LANDE NICHT MEHR MIT FRUCHTLOSEN ZUGESTÄNDNISSEN ZU ERKAUFEN VERSUCHEN.

(Quelle: „sunday nation.co.ke“ vom 29. August 2012)

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