Erfahrungen: Wie weisen Gemeinden die Botschaft von der Christenverfolgung ab ?

Auf der jüngst erfolgten Mahnwache zu Gunsten von Youcef Nadarkhani in Berlin kam ich mit einer angereisten Christin aus Thüringen ins Gespräch. Dabei erhielt ich die Gelegenheit, ihr von meiner Aufklärungsarbeit hier in der Stadt zu berichten.

Dieses Logo benutze ich seit diesem Jahr.Und irgendwann im Gespräch, sah ich mich in die Situation geraten, erklären zu müssen, warum die Nachricht, dass Christentum eben nicht in aller Welt eine „gemütliche, bequeme und lustige“ Angelegenheit ist, es unter den Gemeinden hier in der Stadt so schwer hat. Warum ist es so, dass die Botschaft von der Not, den Leiden und Qualen von Geschwistern in aller Welt gerade in dieser Stadt unter den Christen zumeist auf „felsigen Boden“ fällt. Wie alle Freunde des BGVK und Leser dieses Blogs schon länger wissen, ist dies ohnehin eine Frage, die mich schon länger umtreibt. Wie und vor allem warum bauen Kirchenverbände, Gemeinden, Pastoren und einzelne Christen mit großem Aufwand diese Mauer der Ignoranz auf, die ihre Herzen von der Solidarität mit christlichen Geschwistern, die unter sehr viel schlechteren Bedingungen versuchen, unserem Herrn Jesus zu folgen, fernhalten.

Da für das Gespräch mit der jungen Frau aus Thüringen leider nicht viel Zeit blieb, musste ich ein recht komplexes Thema auf einige, griffige „Formeln“ reduzieren, die aber dennoch die Situation anschaulich zusammenfassen sollten. Also stellte ich folgende zwei Formen der Ablehnung der Erkenntnis von Wahrheit dar:

In meinen Gesprächen mit Christen, Gemeinden, Pastoren etc. habe ich immer wieder zwei bestimmte „Muster“ bemerkt, wenn sie sich vor der Erkenntnis der Wahrheit über die Christenverfolgung herumdrücken wollten. Die erste und einfachste nenne ich mal

  1. „die radikale Strategie“:
    Bei der radikalen Strategie lässt man mich meistens nicht mal ausreden. Sobald ich auch nur über inhaftierte und vertriebene Christen zu sprechen beginne, verdrehen sich die Augen von Pastoren und sie wenden sich ab, winken ab und lassen mich manchmal sogar einfach so stehen. Diese Strategie besteht also in der ganz simplen Negation von Tatsachen. Da „nicht sein kann, was nicht sein darf“. Die Gesichter verprügelter Pastoren in Nigeria oder Kenia, die schmutzigen Gesichter der in die Armut getriebenen Landbewohner Pakistans oder Chinas will man nicht sehen, weil es nicht in das voreingestellte Weltbild dieser „Gottesmänner und -frauen“ passt. „Die Welt ist großartig, der Frieden ist nahe, wenn wir uns nur doll genug anstrengen und alle Menschen sind gut, wenn man sie nur lässt.“ Ob das biblisch fundiert ist, sei mal dahingestellt, ich bin immerhin kein Theologe. Aber es scheint tatsächlich am einfachsten zu sein, einfach wegzuhören und nach dem „Drei-Affen-Prinzip“ (nix sehen, nix hören, nix sagen) zu handeln, wenn es um solch „unangenehme“ Fakten geht. Ich gestehe, dass mich dieses Verhalten noch immer schockiert und ernste Zweifel an diversen Kirchen in mir weckt.
  2. Die zweite Strategie ist ein wenig subtiler, wird aber z. T. aus ähnlichen Quellen gespeist. Ich nenne sie mal die „flexible Strategie“:
    Bei der flexiblen Strategie verbietet ein Rest von Gewissen dem Gesprächspartner (Gemeindeleiter, Ältester etc.) das komplette Ablehnen des Botschafters oder der Botschaft selbst. Man hört zu oder tut zumindest so als ob. Aus innerchristlichem Respekt nickt man verständnisvoll, wenn ich mal über die Dringlichkeit der Nöte von Christen in Nordkorea, Kuba oder Ägypten spreche und überlegt sich dabei schon, wie man diesen lästigen „Störenfried“ wieder los wird. Wenn man mir dann schließlich antwortet, kommt zumeist ein Wortbrei aus „open doors, Veranstaltung letztes Jahr, Gebetstag im November“ und vielleicht noch „dafür haben wir in der Gemeinde leider keine Zeit“ heraus. Jeder, der bereits einmal ähnliche Anliegen mit verschiedenen Kirchen diskutiert hat, weiss, was ich damit meine.
    Warum nun kommt es dazu ? Ich vermute, es hat mit der Selbstbezogenheit der diversen Gemeinden zu tun. Viele, vor allem evangelikale Gemeinden bestimmter Ausrichtungen, befassen sich vor allem mit sich selbst. „Ihrem“ Gemeindewachstum, „ihrem“ Finanzbedarf und „ihrer“ Vision von Gemeinde. Da ist die Fixierung auf die „Wagenburg“, als die sich solche Gemeinden verstehen, geradezu derartig manisch, dass selbst Christus kaum eine Chance erhält, das Zentrum solcher „Kirchen“ zu sein. Stattdessen wird dort oft der Pastor idolisiert oder die „Gemeinschaft“ überbetont. Die unangenehme Erinnerung daran, dass es eine Welt außerhalb der Gemeinde gibt, in der Dinge wie Christenverfolgung, Folter und Vertreibung passieren, wirkt für solche Gemeinschaften nur wie ein Störfaktor ihrer Selbstzufriedenheit.

Ich weiss, diese Zeichnungen sind etwas skizzenhaft und vielleicht nicht bis ins Ende präzise, aber dies war der konkreten Gesprächssituation geschuldet, in der ich schnell ein stimmiges Bild der Situation des BGVK Ende August, Anfang September 2012 zeichnen wollte. Auch will ich nicht behaupten in allen Regionen des deutschsprachigen Raumes wäre dies so, denn ich kenne mich z. Bsp. in Bayern, Niedersachsen oder Kärnten gar nicht aus. Als Christ, der immer irgendwie bemüht ist, noch Hoffnung zu haben, vermute ich dass es dort und anderenorts sicher einfacher ist, Initiativen für verfolgte Christen zu starten. Vor allem, wenn man deutlich macht, dass man nicht als Spendensammler für irgendein Hilfswerk unterwegs ist, sondern primär daran interessiert ist, Gebete und Fürbitter zu versammeln, denen an der Solidarität mit Christen, die sie (noch?) nicht kennen, gelegen ist.

Also gehe ich davon aus, dass die deutsche Hauptstadt wohl eine besondere Herausforderung in dieser Hinsicht darstellt. Zumal erschwerend hinzukommt, dass aus der Annahme der Botschaft von der Christenverfolgung eine weitere Erkenntnis erwächst: „Heute sie, morgen wir.“ Wer auch nur ganz am Rande seines Bewusstseins ahnt, dass ich Wahrheit verkünde, wenn ich mit meinem Anliegen in die Gemeinden gehe, der kommt irgendwann zu der Erkenntnis, dass unsere wohlbehütete Gemütlichkeit in der Kirche vielleicht doch nur ein vorübergehender Zustand ist, den wir keinesfalls als Selbstverständlichkeit hinnehmen dürfen. Wenn sie heute auf die Christen in Nigeria oder Laos losgehen, dann könnten sie morgen auch uns oder unsere Kinder angreifen. Das ist eine schmerzhafte, aber dringend notwendige Erkenntnis, finde ich, der sich aber die Christen in meiner Stadt mit „Füssen und Klauen“ zu widersetzen versuchen.

„Kümmert euch um alle, die wegen ihres Glaubens gefangen sind. Sorgt für sie wie für euch selbst. Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden. Leidet mit ihnen, denn es kann euch jederzeit genauso ergehen.“
(Hebräer 13, 3 Hoffnung für Alle)

Ich sehe mich also dazu gezwungen, Sie, liebe Christen im deutschsprachigen Raum darum zu bitten, für offene Ohren, offene Herzen und offene Türen in diversen Gemeinden zu beten, wenn es darum geht, Mitbeter für verfolgte Kirchen in meiner Heimatstadt zu suchen. Ich bedanke mich bereits jetzt für jedes Gebet und jedes ehrliche Flehen zum Herrn in dieser Hinsicht. Es ist höchste Zeit !

„Bedenket die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlafe.“ (Römer 13, 11)

In diesem Sinne wieder einmal „ein gesegnetes Wochenende“,

ihr

Martin Clemens Kurz
Berliner Gebetskreis „verfolgte Kirche“

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Ein Gedanke zu “Erfahrungen: Wie weisen Gemeinden die Botschaft von der Christenverfolgung ab ?

  1. Werter Herr Kurz,

    auch hier meine volle Zustimmung. Das Dilemma der Kirchen und Christen hierzulande ist m. E. u. a. auch folgendes: Die Christen sind so auf Wohlfühlchristentum durch Linkspolitikgehirnwäsche getrimmt, dass sie Negatives einfach verleugnen (Strategie 1) oder sich mit gutmenschlichen Floskeln schützen (Strategie 2 im Sinne von so tun als ob). Strategie 1 ist m. E. ehrlicher. Strategie 2 ist der Heuchelei geschuldet.

    Christliche Lenker und Vertreter christlicher Gemeinschaften setzen einfach andere Prioritäten. Man will die letzten Christen nicht durch Schockbotschaften der Realität im Christentum vergraulen. Man will das Wohlfühlchristentum der Halbherzigkeiten schützen vor der grausamen Realität. Selbst wenn Evangelien der Verfolgungsprophetie Jesu vorgelesen und in Predigten verarbeitet werden, werden selten aktuelle Verfolgungssituationen des Tagesgeschehens von Christen den Zuhörern vor Augen geführt, lieber werden alte Märtyrer vor Augen geführt. Damit wird suggeriert, dass das heute ja nicht mehr vorkommt. Denn das könnte ja „Angst“ verursachen und die Frohbotschaft Jesu eintrüben. Die Kirchen haben ja jegliche „Härte“ im Sinne von Bekenntnis aus dem christlichen Glauben verbannt. Jesus selbst wird nur noch in seinen „guten“ Seiten verherrlicht. Alle Botschaften Jesu, die die Christen herausfordern und etwas von ihnen abverlangen, den schmalen Weg zu gehen, werden aufgehübscht und geistig gangbar gemacht. Radikalität Jesu wird geglättet und die Wörtlichkeit des Wortes wird theologisch nicht zugelassen. Schließlich gibt es die Interpretation.

    Die Prioritätensetzung eines verfolgten Christen durch andere Religionen oder Ideologien würden ja mit einem Schlag diesen Wattering vom christlichen Glauben entfernen. Da würde der hl. Stephanus ja in das Heute verlegt und wieder in den Mittelpunkt gelangen, alles Harte, unwirklich gehaltene, alles Bekennende würde ja wieder in den Mittelpunkt des Lebens geraten können und die Menschen psychologisch überfordern.

    Ja, die Drewer- und Bultmänner haben viel kaputt gemacht, indem sie die reine Lehre Christi in psychoanalytischer Form aufgearbeitet haben. Sie haben der Lehre Jesu ihre Ursprünglichkeit genommen. Bekenntnis hat doch etwas mit „Dazustehen“, mit „Verteidigen“, mit „Aufrichtigkeit und Wahrheit“, mit „Kantezeigen“, und letztlich mit „Begeisterung“ zu tun. Damit werden Christen heute überfordert. Offensichtlich ist Bekenntnis nur in Verfolgungssituation möglich.

    Unsere wehleidigen Christen hier wären schon überfordert, auch kleine Ungerechtigkeiten ertragen zu müssen und würden sich selbst bei kleinen Prüfungen die Existenzfragen Gottes stellen. Dieses Zuckerchristentum lässt Scheinheiligkeit und Weichheit, Bindungslosigkeit und Unverbindlichkeit bis hin zur Unkenntlichkeit des Christencharakters erwachsen. Wir predigen den Christen, dass Gott uns in Leid und Not beisteht, veweigern aber auch nur die Kenntnis von Verfolgungssitationen von Christen in Ägypten und Iran, in Saudi-Arabien und Nordkerea, in Laos oder Eritrea, usw. An diesen Christen könnten wir den Beistand Gottes direkt ablesen. Die verlieren ihren Glauben nicht, lieber gehen sie in den Tod. Diese Christen könnten Vorbild für uns sein. Dieses Vorbild will man hier in unseren Breiten nicht anschaulich vor Augen geführt bekommen, obwohl diese Vorbilder hier so dringend gebraucht würden. Das ist nämlich die gute Seite der dortigen Christenverfolgung, nämlich das Nichtabrücken vom Glauben wie ein Fels in der Brandung.

    Kommt aber einmal Leid über den hiesigen Christenmenschen, wenn ein Kind stirbt oder auch getötet wird, was auch wirklich für den Einzelnen grausam ist (das will ich hier nicht verkennen) wird von der Kanzel gerufen: „Wie kann Gott das zulassen! Wo war Gott!?“, völlig negierend, dass das irdische Leben vom Tod jederzeit umfangen ist und Leid im Leben eines jeden Menschen immer inbegriffen sein kann. Gott hat dieses Leben für uns ja nicht gewollt, er hat das Paradies erschaffen. Erst die Sünde brachte das Leben des jetzigen Zustandes in die Welt und dadurch auch das seit Geburt eines Menschen inbegriffene Leid. Folge der Erkenntnis von Gut und Böse. Adam hat Gott nur als gut erlebt. Erst durch die Erkenntnis wurde das menschliche Leben versteinert, verdunkelt zum Schweiße des Angesichts.

    Wir haben hier einfach eine andere christliche Mentaltiät entwickelt. Friedenszeiten waren sehr lang. Der Glaube des Chrstentums hat sich hier häuslich niedergelassen und wurde oberflächlich und insbesondere leider selbstbezogen und selbstgefällig. Daran krankt das Wahrnehmungsvermögen. Verfolgungsleid anderer, die ja so weit weg waren und sind, wurden und werden nicht mehr thematisiert. Hilfe gegen Hunger und Armut sind in den Kirchen präsent. Das darf nicht unterschätzt werden. Aber Verfolgungsthemen kommen nicht vor.

    Hinzu kommt noch die lange Gehirnwäsche der Linkspropaganda des Gutmenschentums und der fatale Selbsthass, dass alle Religionen und Ideologien schließlich gleichwertig, ja sogar besser sind als die unsere. Diese Linkspropagandisten haben in den 68-ern Bilder von Massenmördern wie Lenin, Stalin, Mao, Pol Pot und Che in die Höhe gehalten. Sie verwarfen zu Recht den Holocaust Hitlers. Über die Millionen von Toten in der UdSSR in Gulags, die Millionen Toten in China wurden lässig übersehen. Diese Strategie des Marsches durch die Institutiionen am Beispiel Fischers und Kretschmanns ersichtlich wurde der ideologische Synkretismus, den die Kirchen leider auch auf die Religionen übertrugen, möglich in der Hoffnung, dass Mulitkulti klappen wird. In dieser Ideologie lassen wir uns alles gefallen und sind nicht mehr in der Lage der Realität ins Auge zu schauen. Der Islam wird in seinen christenfeindlichen Dogmen nicht mehr als Gegner erkannt, sondern diese jahrzehntelange permanente Propaganda hat dem Synkretismus Vorschub geleistet. Anstatt Kirchen ihren Glauben endlich wieder entdecken mit all seinen Ecken und Kanten und jesuanischen Glaubwürdigkeiten und seiner Größe und seinem Licht, verstecken sie sich feige im Windschatten des Islam in der Hoffnung, sich unter diesem auch ein Plätzchen Existenzberechtigung in der Zukunft sichern zu können. Sie haben unsere Gesellschaft im Grunde schon aufgegeben, weil sie im Gegenteil dieser fatalen Ausgrenzungspolitreligion den roten Teppich bereiten.

    Welche eine fatale Fehleinschätzung.

    Aus dieser geistigen Verfassung heraus konnten sich nur Christen bilden, die echte Nächstenliebe mit Gutmenschentum verwechselten. Sie sahen im Menschen und seiner Ideologie, der er anhängt nur das Gute. Beim Menschen ist das auch christlich und sehr gut und immer richtig. Bei der Ideologie oder Relgiion, der er anhängt, kann dies fatale Folgen haben wie wir sehen.

    Die Wahrnehmung verfolgter Christen hat einen Nachteil. Sie bringt dieses Gedankengut linken Gutmenschentums ins Wanken. Denn diese Realitätswahrnehmung müsste erkennen, dass der Islam eben auch Täterideologie ist. Das kann nicht sein, weil es nicht sein darf. Dieses Denken wirkte sich bis auf die Kanzel und in den Religionsunterrricht in den Schulen aus. Das Glaubenswissen wurde nicht mehr vermittelt, lieber beschäftigte man sich mit anderen Religionen als mit der eigenen. Die Menschen heute wissen nichts mehr über den Glauben, auch Christen nicht. Das war der erste Baustein, der ins Wanken geriet, nämlich die Nichtvermittlung von Glaubenswissen. Wer nichts weiß, kann auch diesen Glauben nicht leben und schon garnicht anderen gegenüber vertreten. Der Glaube wurde zum Rückzugsgebiet der Anonymität und wurde von den Säulen des Bekenntnisses heruntergestoßen.

    Die Wahrnehmungsgestörten verkennen, dass der Islam, aber auch der Sozialismus, der Kommunismus, der Faschismus, der HInduismus, der Edelkapitalismus juden- und dreifaltigkeitschristenfeindliche Dogmen aufgestellt hat, nach denen diese (Religions)Ideologien auch heute noch handeln.

    Muslime, Kommunisten, Sozialisten, Hindus und Edelkapitalisten lieben, Ideologien und Religionen da kritisieren, wo sie unbedingt kritisiert werden müssen, das sollte selbstverständlich sein, ist es aber nicht, denn der Islam ist ja dem Christentum gleichwertig, hat man uns in jahrelanger fligraner Bewusstseinsarbeit eingeredet und wir beten denselben Gott an. Genau das jedoch war ein grober Schnitzer, ein Fehler, der kaum korrigiert werden kann, es sei denn, z. B. der Islam verabschiedet sich auf der ganzen Welt von seinen Ausgrenzungsdogmen und hält sich auch daran und die anderen Ideologien ebenso. Ohne sie wären weder der Islam noch ander Ideologien jedoch nicht mehr überlebensfähig. Ein Feindbild gehört doch immer dazu. Sonst würden sie ja ihre jeweilige Identität verlieren, die sie ja nur über diese Ausgrenzungsdomen aufrecht erhalten können. Alles was nicht ihrer Meinung ist, ist Nazi.

    Um bei den Religionen zu bleiben: Die islamische Gewalt gegen Andersdenkende ist ja gerade das Mittel zum Zweck, um sich selbst als überlegene Religion ansehen zu können.

    Das alles darf nicht erkannt und wahrheitsgemäß verkündet werden. Würde ich von Kirchenvertretern auch nicht verlangen. Ich verlange aber von Kirchenvertretern, dass sie sich für verfolgte Christen einsetzen. Keiner verlangt von ihnen, dass sie den Islam runtermachen und angreifen sollen. Aber die Ungerechtigkeiten und Missetaten gegenüber Christen und anderen Andersdenkenden in diesen islamischen und kommunistischen Ländern sollten schon angeprangert werden dürfen.

    Christentum, welches kein Grundwissen mehr sein eigen nennt und Christentum, welches in Watte gepackt wurde und Christentum, welches nur gleichwertig mit anderen Relgionen von seinen Vertretern verkündet wird, anstatt Jesus als den Held des einen Weges, der Wahrheit und des Lebens zu verkünden, wird schal, kraft- und saftlos.

    Das alles trägt dazu bei, andere Ideologien, andere Lebensformen, andere Religionen als gleichwertig zu betrachten, weil wir Christen uns nicht mehr als das Salz der Erde sehen, sondern nur noch Beliebigkeit und kein Bekenntnis, desorientierende Weichheit und keinen Weg mehr verkünden. Ja, das Christentum ist es wert, als führende Relgion verkündet zu werden, weil das Christentum in seiner Lehre kein Gewaltproblem hat. Jesus ist es wert als Bestandteil der hl. Dreifaltigkeit verkündet zu werden, weil wir den Glaubenden nur durch sie die vollkommene Liebe Gottes glaubwürdig verkünden können. Dabei grenzen wir andere Religionen ja nicht aus, sondern bitten sie, uns zu respektieren. Jede Religion ist von sich, von ihrer Wahrheit überzeugt. Das Christentum hat aber immer die besseren Argumente und die Vernunft auf seiner Seite, ja selbst das Zeugnis der Apostel von einem unerhörten Vorgang, der Auferstehung, die uns echte, nicht nur verkündete, Hoffnung gibt, bei Gott weiterleben zu dürfen nach einem Leben in der Nachfolge CHristi. Dieses Selbstbewusstsein fehlt heute allerorten und aller Enden hier auf dieser Erde. Ja, was haben andere Relgionen zu bieten? Janusköpfige Götter und Gott, einen Gott, dem man nicht trauen kann, einem Gott, der Böses erschuf, einem Gott, dem man ohne etwas von ihm zu wissen, nachfolgen muss mit engherzigen Regeln. IN keiner dieser Religionen geht Gott in Liebe auf den Menschen zu, wie er es in Jesus getan hat, nur im Christentum in vollendeter Form. Das ist wahrlich Grund zur Freude und zur Nachfolge Jesu, auch wenn er immer wieder Grund zum Ecksteincharakter gibt. Es gibt aber keine bessere Alternative.

    Und in dieser von den Christenführern so seltsam kraftlos verkündeter Geisteshaltung stehen uns die verfolgten Christen ja nur im Weg, obwohl wir mehr laue Christenheit hier mehr von ihnen lernen könnten als umgekehrt. Wären wir dort unten, würde das Christentum hoffnungslos untergehen.

    Aus einer solchen defensiven und wenig selbstbewussten Haltung heraus kann das Christentum keinen Deut gewinnen. Die Lehre des Christentums muss wieder in den Mittelpunkt gestellt werden. Neuevangelisierung der ursprünglichen Art muss den Christen wieder als Wertmaßstab angeboten werden auch mit dem Hinweis, dass der Weg, die Wahrheit und das Leben das wahre Ziel eines jeden Christen ist. Das liebende vollkommene Gottesbild muss unbedingt wieder in den Mittelpunkt gestellt werden. Ein janusköpfiges Gottesbild ist eine Torheit und eine Narretei, ein Gott, der seine Allmacht auch zum Bösen benutzen kann, ist keines Gebetes würdig. Das muss endlich öffentlich klargestellt werden,welche fatalen Folgen ein solches Gottesbild hat. Nur ein solches Gottesbild konnte die Religion in den Bereich des Opium für das Volk bringen. Nur von einem solchen Gottesbild konnte und kann durch die Religion Unheil über die Erde gebracht werden und bringen.

    Nur ein vollkommen liebender Gott ist es wert, angebetet und verherrlicht zu werden. Alles andere, insbesondere andere Gottesbilder ziehen dieses Bild herunter und machen das Bilderverbot des AT zunichte. Nur einen vollkommenen liebenden Gott zieht selbst die herrlichste Bachsche Musik, jedes noch so vollendete Bild von Michelangelo herunter, weil die Liebe Gottes über allem steht und vom Menschen nie erfasst werden kann. Nur eine solche Religion hat den Namen wahre Religion verdient. Und Jesus war der Erste, der diese Gottesbild so anschaulich verkündet und glaubwürdig vorgelebt hat. Darum darf das Christentum für sich in Anspruch nehmen, die einzig wahre Religion zu sein. Es fehlen nur noch Vertreter, die dies auch verkündigen.

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