„Asadie – Nadarkhani !“ – Mahnwache für Youcef in Berlin

„Freiheit für Nadarkhani !“ forderten erneut Teilnehmer einer von der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGfM) organisierten Mahnwache vor der Iranischen Botschaft in Berlin.

Youcef und Familie

Youcef und Familie

Am 31. August 2012 versammelte sich eine ansehnliche Gruppe von Aktivisten, um für zwei Stunden an den zu Unrecht im Iran inhaftierten Hauskirchen-Pastor Youcef Nadarkhani zu erinnern, der seit Oktober 2009 im Gefängnis sitzt. Mittlerweile sind dies 1055 Tage, die diesem Manne, der sich nichts hat zu Schulden kommen lassen, außer, dass er Christus nachfolgen will, von den „Justiz“-Behörden des Iran gestohlen wurden. Am 08. September 2012 soll er sich nun erneut vor Gericht verantworten. Mittlerweile werden den bisher erhobenen Vorwürfen der „Apostasie“ (Abfall vom Islam) und der „staatsfeindlichen Umtriebe“ wohl noch absurdere Anklagen hinzugefügt. Diesmal soll er sich dem Vernehmen nach wegen „Banditentums“ (interessant, wie man im Iran das Christentum betrachtet !) verantworten.

Aus diesem Anlass und weil sie beabsichtigte, die über 20.000 Solidaritäts-Zeichnungen der Petition zu Gunsten Nadarkhanis in der Botschaft zu übergeben, veranstaltete die Menschenrechtsorganisation IGfM dankenswerterweise erneut eine Mahnwache für Bruder Youcef. Zwar war der Termin mit einem Freitagvormittag nicht gerade „Arbeitnehmer-freundlich“, aber der morgendliche Regen hatte rechtzeitig aufgehört und so kam doch ein ansehnliches Grüppchen von Menschenrechtlern und besorgten Christen zusammen, die für Youcef Nadarkhani einstehen wollten. Langsam entwickeln sich derartige Anlässe immer mehr zu einer Art „Klassentreffen“ derjenigen, die sich aus diesem und ähnlichen Anlässen besorgt um das Christentum in der Welt zeigen. Zwar lehnte die Botschaft erwartungsgemäß die Annahme der Unterschriftenkartons erneut ab, aber wozu gibt es schließlich die Post AG ?

Wie immer war auch die ungemein rührige „St. Marien“-Gemeinde aus dem Bezirk Zehlendorf zahlreich vertreten. Diese Berliner Kirchengemeinde der SELK (Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, „Alt-Lutheraner“) ist in den vergangenen Jahren zu einem Anlaufpunkt für Iraner geworden, die den Ruf Christi gehört haben und beabsichtigen, ihm zu folgen. In diversen Berichten wurde ihre diesbezügliche Arbeit bereits gewürdigt und der Fleiß seiner Pastoren herausgestellt, die mit schöner Regelmäßigkeit neue Gläubige, die aus dem Iran stammen, taufen. Zu dieser Mahnwache wurde noch während der Veranstaltung auch der Hauptpastor von St. Marien, Dr. Gottfried Martens, vom iranischen Lokalfernsehen in Berlin interviewt. Er zeigte sich in dem Gespräch sehr besorgt über die Menschenrechtslage im Iran, für die der Fall Nadarkhani stellvertretend stehe. Es ist ohnehin bemerkenswert, dass sich der Hauptpastor einer Kirchengemeinde sich (nicht zum ersten Male !, Gott segne ihn und seine Schäfchen !) mit dem Anliegen solidarisierte und etwas Zeit aus seinem engen Terminkalender herausschnitt.

Asadie – Nadarkhani !

Neu war diesmal, dass wir nicht nur still und stumm gegen das Verhalten des Iran in Bezug auf Youcef Nadarkhani protestierten und vielleicht ein paar Kerzen anzündeten, sondern auch lautstark seine Freilassung forderten. Dabei lernte ich immerhin, dass „Asadie“ auf Farsi soviel wie „Freiheit“ bedeutet. Immer wieder machten vor allem die Iranischen Teilnehmer der Mahnwache lautstark unserer Forderung nach Freilassung Bruder Youcefs Luft und skandierten „Asadie – Nadarkhani“ also „Freiheit – Nadarkhani“. Auch ein gemeinsames „Vaterunser“ war bei der Anwesenheit so vieler Gläubiger unvermeidlich. Kurz und gut: eine gesegnete Veranstaltung auf der man nette und engagierte Christen und andere Menschenrechtler kennenlernen konnte. Eine Schwester kam gar aus Jena angereist und freute sich sehr darüber, hier dabeisein zu können.

FAZIT: WIR BRAUCHEN NOCH MEHR ENGAGIERTE CHRISTEN, DIE IHRER SOLIDARITÄT MIT INHAFTIERTEN UND GEQUÄLTEN CHRISTEN IN ALLER WELT AUSDRUCK VERLEIHEN WOLLEN !  BITTE BETEN SIE DAFÜR, DASS DIE CHRISTEN IN BERLIN AUFWACHEN UND DAMIT BEGINNEN, ZU BETEN, ZU FASTEN UND AKTIV ZU WERDEN FÜR VERFOLGTE KIRCHEN ÜBERALL !

(Quelle: „BGVK“ vom 31. August 2012)

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