Deutschland: erneut klare Worte von Rita Breuer

Die Islamwissenschaftlerin Rita Breuer, die wir hier im Blog auch bereits nach ihrem Interview für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (FASZ) zitiert hatten, bringt sich erneut ins Gespräch.

Saudi-Arabien

Diesmal spricht die Aachener Forscherin klare Worte zur Situation der Religionsfreiheit in Saudi-Arabien. Angesichts des immensen Einflusses, den dieses Land über seine Petro-Dollars auf den Ausgang des „Arabischen Frühlings“ nahm (Tunesien, Ägypten) und noch nimmt (Syrien) darf man in der noch freien Welt ja mal einen kritischen Blick auf das wahabitische Königreich Saudi-Arabien richten. Im „Weltverfolgungsindex 2012“ der christlichen Hilfsorganisation „open doors“ steht es nicht umsonst auf einem, wenig ehrenvollen, „Bronzerang“ Nr. 3.

Rita Breuer spricht in diesem Zusammenhang von „geradezu phobischen Zügen“ der Angst vor dem Christentum im Wüsten-Königreich. Im Gespräch mit dem katholischen Kölner „Domradio“ sagte sie unter anderem:

«Man darf noch nicht einmal ein Kreuz an der Kette haben, keine Bibel zum persönlichen Gebrauch mit sich führen.» Leidtragende seien auch die vielen christlichen Gastarbeiter im Land, etwa die von den Philippinen, die ihre Religion nicht ausüben dürften.

Hier im Blog haben wir in diesem Zusammenhang beispielsweise den Fall der „Jiddah-35“, äthiopischer Christen, die während einer Gebetsversammlung im saudischen Dschiddah verhaftet wurden, nachvollzogen. Aber auch andererenorts sieht Frau Breuer Gefahren für das Christentum verortet:

«Das ist das Schlimmste, was die Bandbreite zu bieten hat, aber es gibt andere Länder, in denen die Scharia fast uneingeschränkt gilt», so die Islamexpertin. Als Beispiel nannte sie Pakistan, Afghanistan, den Iran, einige Regionen Nigerias sowie die Malediven.

Aber auch eine einzige Ausnahme von der Regel, dass Christen in allen islamischen Ländern diskreditiert, diffamiert, diskriminiert und verfolgt werden, sieht sie. Dies finde ich so erwähnenswert, dass ich es hier zitieren möchte:

Es gibt ein einziges Beispiel, das ist Gambia. Das ist das einzige Land mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung, indem es überhaupt keine religiöse Diskriminierung gibt. Das liegt einfach an dem säkularen Staatswesen. Dort gibt es keine Staatsreligion. Insofern sind alle Religionsgemeinschaften de jure, aber auch de facto gleichberechtigt.

Nachdem Syrien ja jetzt unter saudischen Einfluss gerät, gibt es also keine „säkularen“ Länder mit islamischer Prägung mehr, wie der Umkehrschluss von Frau Breuers Thesen lauten muss. Rita Breuer hat aufgrund ihrer Recherchen und Analysen des Themas ein Buch verfasst.

  • Buchtipp:
    Im Namen Allahs?: Christenverfolgung im Islam
    Rita Breuer
    Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
    Verlag Herder 2012
    ISBN 978-3451305306
    Preis: 13,50 Euro

Es dürfte einige sehr interessante Analysen enthalten. Ich kann es an dieser Stelle noch nicht ausdrücklich empfehlen, da ich es selbst noch nicht gelesen habe, aber ich rate keinesfalls vom Kauf dieses Buches ab.

Wem ansonsten das Land Saudi-Arabien und seine Einwohner am Herzen liegen, der kann sich der US-Gebetsbewegung „pray for saudi“ anschließen, der eine Erweckung im dortigen Wüstenkönigreich am Herzen liegt. Sie ist auch unter:

http://www.pray4saudi.com/

erreichbar (Englische Seite).

BITTE BETEN  DOCH AUCH SIE FÜR EINE GEWALTIGE, CHRISTLICHE ERWECKUNG IN NAHOST. GERADE IM ANGESICHT DER GEWALT UND DES HASSES, DIE DEN GLÄUBIGEN ENTGEGENSCHLÄGT, KANN DER HERR SEINE GÜTE UND LIEBE DADURCH ERWEISEN, DASS ER DIE SEINEN SEGNET UND VERMEHRT.

(Quelle: „domradio“ vom 15. August 2012)

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3 Gedanken zu “Deutschland: erneut klare Worte von Rita Breuer

  1. Ja, dieser Frau ist Respekt zu zollen. Sie verschleiert nicht die Missstände dieser „Religion“. Sie als Islamwissenschaftlerin scheint noch nicht blind auf einem, nämlich dem islamischen Auge zu sein. Sie sieht wahrheitsgetreu eklatante Schwächen in dieser Religion. Es ist eine Islamwissenschaftlerin mit Format, die unseren Kirchen vielleicht einmal die Augen zu öffnen in der Lage ist.

    Nur wer einen realistischen Blick auf die Negativlehren dieser Religion wirft und sie mit den noch heute daraus resultierenden Realitäten in Bezug setzt, wird entsetzt sein und den Islam einfach nur kritisieren müssen. Die Wolkenkuckucksheime der rosaroten Art, die unsere Kirchenvertreter und mit ihnen viele Gutmenschenchristen so gern unter Verschweigung oder Verdrängung der Christenverfolgung, die sie grundsätzlich nicht den Lehren dieser Polit-Religion anlasten, über den Islam zu bauen bereit sind, werden zunehmend von der Realität zum Einsturz gebracht. Wir können den Salafisten hier in Deutschland im Grunde nur dankbar sein, dass sie ihr wahres Gesicht schon so frühzeitig gezeigt haben. Sie haben einen Warnschuss gesetzt. Die Muslimverbände sind nämlich sehr kleinlaut, wenn es um die Negierung der salafistischen Lehre geht. Sie kritisieren die Salafisten zwar in ihren gewaltaffinen Handlungen, setzen sich aber nirgends mit ihren Lehren kritisch auseinander. Würden sie sie negieren, würden sie nicht mehr als Muslime gelten. Das ist ihr besonderes Problem: Die Salafisten sind ehrlich bis auf die Knochen. Sie nehmen den Koran wörtlich, so wie er auch gedacht ist, nämlich als das diktierte Wort Gottes. Die Muslimvertreter brüllen ihr Schweigen über diese Lehren förmlich hinaus, dass jeder sie nicht hören kann. Sie gehen auf kein Argument ernst zu nehmender Islamkritiker ein. Sie bleiben pauschal und nichtssagend.

    Beten wir für so mutige Menschen wie Frau Breuer, die als Islamwissenschaftlerin ja ein großes Risiko in ihrer Gilde eingeht. Sie ist schnell in diesem erlauchten Kreis dieser „Wissenschafler“ diskreditiert und wird von den islamtreuen Vertretern dieser Zunft nicht anerkannt werden.

    Nur wer seine eigene Religion immer auf den Liebeslehren-Prüfstand als dem letztlich gültigen Maßstab einer jeder guten Religione stellt, der ist als Religionswissenschaftler überhaupt ernst zu nehmen. Wer jedoch die Missstände einer Religion nicht kritisch hinterfragt, ist kein objektiver Wissenschaftler, sondern eher ein islamischer Apologet, der keinerlei Kritik an dieser Religions-Ideologie zulässt und die Bezeichnung „Wissenschaftlicher“ nicht einmal im Ansatz verdient hat.

    • Ja, ist mir auch schon aufgefallen, dass die Mehrzahl der deutschsprachigen Islamwissenschaftler wohl eher als Apologeten dieser Politreligion zu betrachten sind, weil ihre Betrachtungen keinerlei wissenschaftliche Analyse zugrundeliegt. Es scheint eher eine einzige Gruppe von „Arabien-Romantikern“ zu sein, die sich von ein bischen Realität wie der auffälligen Gewaltaffinität in islamischen Ländern und der dortigen Unfähigkeit, langfristig funktionierende Staatswesen zu etablieren, nicht irritieren lassen. Angesichts dieser Tatsachen sind mir Leute wie Frau Breuer und Thomas Tartsch sehr willkommen, die zwar keine ausgeschriebenen „Islamkritiker“ sind, aber dennoch unabhängig denken und analysieren. Wer die Urschriften des Islam, Koran, Schira und Hadithen sorgsam und ohne „rosarote“ Beschwichtigerbrille liest, der sieht rote Fäden nicht nur zur Al-Kaida aufleuchten.
      Wie auch immer: Frau Breuer macht sich tatsächlich weder durch ihr Buch noch durch ihre Interviews in der FASZ oder bei „Domradio“ viele Freunde. Vermutlich hat sie eher ein ganzes Rudel davon in den letzten Wochen verloren. Vielleicht sollte man deshalb ihr Buch weiterempfehlen und weiterverschenken…. Auch gute Verkaufszahlen sind ein Argument !

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