Pakistan: erneut Pastor nach fragwürdigen Vorwürfen verhaftet

In Pakistan ist erneut ein Geistlicher unter mehr als fragwürdigen Umständen verhaftet worden. 

Pakistan

Wie „asia news“ berichtet, sei Rev. Zafar Bhatti, Präsident der „Jesus World Mission“, am 16. Juli 2012 gemeinsam mit seiner Schwägerin, Nasreen Bibi, verhaftet worden. Ein islamischer Aktivist in Rawalpindi habe bei der Polizei der „New Town“ – Polizeiwache einen Fall von „Blasphemie“ nach Paragraph 295-C des Strafgesetzbuches angezeigt. Dieser Herr Ahmad Khan, der Vizepräsident der radikalen  Gruppe „Jamat Ehl-e-Sunnat“ sein soll, habe angegeben, er habe von einer zwar offen erkennbaren, aber ihm unbekannten Telefonnummer aus beleidigende SMS-Botschaften erhalten. Darin wäre über die Mutter des „Propheten“ Mohammed hergezogen worden. Wenn die Polizisten nicht gegen den Absender dieser Botschaften vorgingen, würde die Jamat Ehl-e-Sunnat, die mit einem 2006 in Karachi verübten Terroranschlag  in Verbindung gebracht wird, „die Angelegenheit in die eigenen Hände nehmen“.

Auf diese Drohung hin, wurde schließlich Zafar Bhatti als „Verdächtiger“ ermittelt und festgenommen. Im Gefängnis soll er nach Angaben von „asia news“ körperlichen Misshandlungen ausgesetzt worden sein, um ein Geständnis zu erzwingen. Der brave Gottesmann hat aber keinerlei Schuld eingestanden. Er besteht auf seiner Unschuld. Seine Frau hat sich hilfesuchend an die „All Pakistan Minorities Alliance“ (APMA) gewandt, ein Menschenrechtsorganisation, die der ermordete ehemalige Minister Shahbaz Bhatti einst gegründet hatte. Khalid Gill von der APMA gibt zu Protokoll:

Zafar Bhatti ist unschuldig. Wir werden für seine Freilassung kämpfen.

Gill sagte außerdem, die Polizei hätte bei ihren Ermittlungen unter Druck der radikalen Gruppe von Ahmad Khan gestanden. Aber die APMA werde versuchen, einen Einspruch durchzubringen, weil Zafar unter dem falschen Absatz des Gesetzes angeklagt würde. Abschnitt 295-A des Strafgesetzbuches würde nämlich „minder schwere Blasphemie“ regeln, wie sie im Falle einer Beleidigung der Mutter von Mohammed vorläge.

Ein Vertreter der katholischen Diözese „Islamabad-Rawalpindi“, Monsignore Rufin – Anthony, äußerte sich verständnislos, was die Anklagen gegen Zafar Bhatti angeht.

Wie kann sich die Polizei sicher sein, was die Identität des Absenders der Botschaften angeht ? Hier scheint vielmehr ein Fall persönlicher Animosität vorzuliegen.

BITTE BETEN SIE AUCH FÜR DIE FREILASSUNG VON ZAFAR BHATTI. DIE GANZ ALLTÄGLICHEN VORURTEILE GEGEN PAKISTANISCHE CHRISTEN MACHEN EINE „JURISTISCHE“ VERFOLGUNG VON CHRISTEN ERST MÖGLICH.

(Quelle: „asia news“ vom 13. August 2012)

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