Hamburg: Demonstration für Youcef Nadarkhani am 31. August 2012 !

So lange der iranische Pastor Youcef Nadarkhani im Gefängnis ist, so lange werden die nimmermüden Aktivisten in Hamburg sich für ihn einsetzen. 

Nun wird bekannt, dass die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM) in der Hansestadt am

  • Freitag, den 31. August 2012, um 16.00 Uhr, Treffpunkt: gegenüber dem Iranischen Generalkonsulat, Bebelallee (nahe U-Bhf. „Lattenkamp“)

eine weitere Demonstration für den inhaftierten Gottesmann abhalten wird. Um 16.00 Uhr beginnt die Veranstaltung mit einer Eröffnungskundgebung, dann wird sich ein Demonstrationszug zum Winterhuder Marktplatz begeben, wo eine Zwischenkundgebung geplant ist. Von dort geht es zurück zum Generalkonsulat, wo ca. gegen 19.00 Uhr die Demonstration mit einer Abschlusskundgebung beendet werden soll.

Pastor Youcef Nadarkhani

Youcef Nadarkhani, dessen Fall internationales Aufsehen erregt hat, sitzt seit Oktober 2009 im Gefängnis, weil er sich über die obligatorische Einführung des Koranunterrichts an der Schule auch für seine beiden Söhne beschwert hatte. Daraufhin wurde von den Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden des Iran sein Leben durchleuchtet. Nach seiner Verhaftung wurde er einer Serie von „Befragungen“ unterzogen und schließlich am Ende eines an Unwägbarkeiten reichen Prozesses am 22. September 2010 im Iran aufgrund der Vorwürfe „Abfall vom islamischen Glauben“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde vom Obersten Gericht im Juli 2011 bestätigt, bislang jedoch nicht vollstreckt.

Menschenrechtsexperten gehen davon aus, dass die internationale Aufmerksamkeit, die der Fall Nadarkhani auf die Situation der religiösen Minderheiten des Iran wirft, bislang noch das Hinauszögern der Hinrichtung begründet. Ob und wie lange dies noch der Fall sein wird, ist aber völlig unklar. In jedem Falle mehren sich die Gerüchte, dass ein weiterer Prozess gegen Bruder Youcef angestrengt wird. Dieser soll ab dem 08. September 2012 stattfinden. Die Anklagepunkte sind dabei bislang ebenso unklar wie die Möglichkeit, dass Youcef angemessen juristische vertreten werden kann. Dies hängt damit zusammen, dass auch gegen seinen Anwalt, Mohammed Ali Dadkhah, bereits ein Verfahren wegen „staatsgefährdender Aktivitäten“ läuft.

Laut Veranstaltern wird die o. g. Demonstration von der Evangelischen Allianz Hamburg und der ACK Hamburg (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen) unterstützt, die beide durch Redner vertreten sein werden. Seltsamerweise soll dabei aber das Mitbringen islamkritischer Transparente unterbleiben. Bei allem Verständnis für die guten Absichten der Initiatoren gebe ich in diesem Zusammenhang zu bedenken, dass der schiitische Islam der Auslöse-Faktor für die Inhaftierung Youcef Nadarkhanis ist. Diese Tatsache „auszublenden“, noch dazu bei einem Umzug in einer angeblich „Freien“ (und Hanse-) Stadt Hamburg erscheint mir ein bischen übervorsichtig und möglicherweise kontraproduktiv, da man sich durch diese Form der Autozensur selbst einiger Argumente beraubt, wenn man mit bislang noch weniger gut informierten Mitbürgern ins Gespräch kommen sollte.
Wie auch immer: Aufrufe zur Freilassung Nadarkhanis und Aufrufe zur Beachtung der Menschenrechte im Iran sind sehr willkommen !

In diesem Sinne rufe ich auch von hier aus alle engagierten Christen, denen das Schicksal der Geschwister in Verfolgerstaaten nicht gleichgültig ist, dazu auf, doch bitte an diesem Zug teilzunehmen und möglichst viele Geschwister aus den eigenen Gemeinden mitzubringen. Bisher hat unser aller Wachsamkeit dem Bruder (und vielleicht noch anderen Christen im Iran wie BEHNAM IRANI) möglicherweise das Leben verlängert. Geben wir nicht auf zu hoffen, zu beten und zu handeln !

BITTE BETEN SIE FÜR DIE VERANSTALTER DIESER DEMONSTRATION UND FÜR EINEN FRIEDLICHEN VERLAUF DERSELBEN. AUCH EINE MASSIVE TEILNEHMERZAHL KÖNNTE NICHT SCHADEN, DENN DORT WIRD MEDIEN-RESONANZ BENÖTIGT !  BITTEN SIE DEN VATER DOCH AUCH DARUM, DASS VIELE HAMBURGER UND IHRE GÄSTE DIE HERZEN FÜR MENSCHEN WIE BRUDER YOUCEF ÖFFNEN UND SICH ENGAGIEREN.

(Quelle: „Connie Schulz, Internationale Gesellschaft für Menschenrechts (IGFM) Hamburg“)

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