Nigeria: erneuter Terrorangriff auf Kirche

Die Welle der Gewalt gegen das Evangelium hat erneut Opfer gefordert. Mindestens 15 weitere Märtyrer hat der jüngste Anschlag auf eine Kirche im nigerianischen Bundesstaat Kogi erzwungen.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Am Montag, den 06. August 2012, haben Angehörige der „Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) erneut eine Kirche angegriffen. Eine Gebetsversammlung der „Deeper Christian Life Bible“-Kirche in der Nähe von Okene im Bundesstaat Kogi wurde gegen Abend von einer Gruppe Bewaffneter attackiert. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins „Focus online“ wurden dabei mindestens 15 Menschen getötet. Noch hat niemand offiziell die Verantwortung für das Attentat übernommen, aber andere Medien berichten schon, dass eine Urheberschaft der „Ex-Boko-Haram“ jenseits des Zweifels steht.

Nigeria ist seit 2009 einer wachsenden Welle der brutalen Gewalt gegen den Staat, gegen Sicherheitsbehörden und vor allem gegen Christen ausgesetzt. Islamische Terroristen dieser „Taliban Afrikas“ (Originalzitat „open doors“) wollen durch Einschüchterung, Vertreibung und Mord einen „Allah-Staat“ in Nigeria errichten. Bereits jetzt gilt in den zwölf nördlichen Bundesstaaten Nigerias die Scharia. Alle Rechtsprechung muss dort auf der Grundlage des islamischen Religionsgesetzes erfolgen, unabhängig davon, ob es sich bei den Betroffenen um Animisten, Christen, Atheisten oder eben Muslime handelt. Dies stellt de facto ein Aufzwingen von islamischen Normen und Regeln auf Nichtmuslime dar. Diese Regelung kennt man aber bereits aus vielen islamischen Staaten wie Ägypten, Saudi-Arabien oder dem Iran, wo die Scharia Grundlage der Verfassungen ist. Nigeria hingegen ist ein religiös geteiltes Land. Ca. die Hälfte aller Nigerianer sind Animisten oder Christen. Dem bekannten Evangelisten Reinhard Bonnke und seinen Großevangelisationen ist es zu verdanken, dass es überhaupt lange Zeit eine stabile Anzahl Christen im Lande gab. Die andere Hälfte der Nigerianer sind Muslime sunnitischer Prägung.

Der „Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”)“ ist dieser Zustand aber nicht genug. Sie wollen eine noch strengere Befolgung der Scharia-Regeln im Norden und eine Ausweitung der islamischen Dominanz in den christlich-animistisch dominierten Süden. Dafür sind sie seit Monaten zu immer brutalerer und offenerer Gewalt übergegangen. Sie fordern den mit ihren Attentaten ganz offensichtlich überforderten Staat immer stärker heraus. Die Christen im Norden und in Zentralnigeria gehen seit Monaten immer mehr dazu über, sich selbst zu schützen und abzusichern, weil die Sicherheitsbehörden dazu nicht mehr in der Lage sind. Auch ethnische Konflikte wie den zwischen den nomadischen Fulani (Muslime) und den ackerbauenden Berom (Christen) werden von der Boko Haram für den Zweck der Destabilisierung Nigerias und der Diskreditierung von dessen Sicherheitsorganen ausgenutzt.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DIE CHRISTEN NIGERIAS. BITTEN SIE DEN HIMMLISCHEN VATER DARUM, DASS ER IHNEN KREATIVE WEGE AUFZEIGT, WIE SIE MIT DER DIABOLISCHEN GEWALT RADIKALER MUSLIME WIE DER „BOKO HARAM“ ZURECHTKOMMEN KÖNNEN.

(Quelle: „Focus online“ vom 07. August 2012)

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