Irak: dringendes Gebetsanliegen aus der Hölle

Machen wir uns nichts vor: der Irak ist kein Staat, sondern der Vorhof zur Hölle. Gewalt, Gesetzlosigkeit, Mangel an Gütern, an Mitmenschlichkeit und Verstand dominieren allerorten.

Irak

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Wenn die Hölle, die Abwesenheit von Logik, Verstand, Humanität und gewaltfreien Konfliktlösungen voraussetzt, dann hat der Teufel eine Außenstelle im Zweistromland errichtet. Vor allem Christen sind seit Jahren einer schier unbeschreiblichen Gewalt ausgesetzt, der sie in einem Land ohne funktionierendes Rechtssystem nichts entgegenzusetzen haben. Deshalb wurde in den letzten Jahren bereits die überwiegende Mehrheit der Nachfolger Christi im Irak entweder ermordet oder vertrieben. Der Irak liegt im mittlerweile sehr gut bekannten „Weltverfolgungsindex“ von open doors mittlerweile schon auf Platz 8. Das ist KEINE AUSZEICHNUNG !

Die christliche Monitor- und Hilfsorganisation „open doors“ hat nun am 31. Juli 2012 den Aufruf eines ihrer Kontaktleute im Irak, dessen Name natürlich aus Sicherheitsgründen nicht genannt wird, veröffentlicht. Dieser Christ berichtet nach den jüngsten Anschlägen islamischer Terroristen vom 23. Juli 2012 nun von einem Szenario, dass man getrost mit „Hölle auf Erden“ beschreiben darf. Allein neun Anschläge im Raum Bagdad habe es gegeben. Alle wären auf die „zarten Pflänzchen“ des irakischen Sicherheitsapparates gerichtet gewesen. Auch Christen würden von einer selbsternannten Al-Kaida wieder massiv an Leib und Leben bedroht. In der Open-Doors-Mail liest sich das so:

Der jetzige Terror war der schlimmste, den der Irak seit Jahren erlebt hat. Von Stunde zu Stunde werden die Nachrichten grauenvoller. Seit letzter Woche ist die Lage noch entsetzlicher. Das Ausmaß der Verwüstung in Bagdad ist kaum zu beschreiben. Der Irak ist nicht sicher! In Bagdad sind wir es schon gewöhnt, Probleme zu haben, aber diese Gewalt ist unbeschreiblich: Zwölf Autobomben, zwei Selbstmordattentäter auf Motorrädern. Zahlreiche Polizisten und Soldaten wurden getötet. Es gab auch äußerst ernstzunehmende Drohungen von Al Kaida gegen Christen.

Soweit, so schlecht. Was aber können wir nun tun ? Wozu rufen uns die Geschwister im Irak auf ? Ja, man glaubt es kaum, aber sie wollen, dass wir BETEN ! Das hört sich dann so an:

Doch trotz allem wollen wir nicht aufgeben und uns nicht fürchten. Wir halten fest am Gebet und preisen Gott, der uns niemals verlässt. In der Kirche haben wir Psalm 23 gelesen. Viele Menschen fragen mich: ‚Was sollen wir für euch und den Irak beten.‘ Meine Antwort: Betet für Schutz, Versorgung und Ausdauer. Das brauchen wir hier. Und darum geht es auch in Psalm 23.

Nun, dieser Aufruf ist hier genau an der richtigen Stelle, hoffe ich. Der BGVK und alle seine engagierten und wohlinformierten Leser werden sicher für die Christen im Irak beten ! Trotz „Ferienzeit“ und Apathie, trotz Ignoranz gegenüber innerchristlicher Solidarität oder Desinteresse diverser, geistlicher Leiter(-innen).

BITTE BETEN SIE DOCH WEITERHIN FÜR DIE ZUKUNFT DER GLÄUBIGEN IM IRAK. DIE MESOPOTAMISCHEN URKIRCHEN SIND IN GEFAHR DER KOMPLETTEN AUSLÖSCHUNG. DER WEINSTOCK KÖNNTE BALD IM IRAK KEINE „REBEN“ MEHR HABEN.

(Quelle: „open doors“ vom 31. Juli 2012)

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Ein Gedanke zu “Irak: dringendes Gebetsanliegen aus der Hölle

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