Indien: entführter Pastor wieder frei

Seit einiger Zeit rumort es auch im ostindischen Bundesstaat Assam, der nicht nur für Teesorten, sondern auch seine Nachbarschaft zu Bangladesch bekannt ist. 

Karte von Indien

Indien

Nun haben muslimische Aufständische auch dort, ähnlich wie im südlichen Thailand oder anderswo, damit begonnen mit Gewalt mehr Rechte einzufordern und aktiven Separatismus zu betreiben. Im Verlauf dieser Aufstände wurde am 23. Juli 2012 auch der im Karbi Anglong-Distrikt ansässige Pastor Ponnachan George gekidnappt. Dieser ist für das Missionswerk „Gospel for Asia“ tätig und sollte gegen Lösegeld wieder freigelassen, bei Nichtzahlung getötet werden. Gospel for Asia ist aber traditionell nicht dafür bekannt, mit Kidnappern zu verhandeln und die überschaubaren Geldmittel noch in die Hände von Gewalttätern kommen zu lassen. Man geht wohl, ganz im guten, christlichen Verständnis vom Märtyrertum, davon aus, dass im Missionseinsatz zu sterben ein guter Weg ist, gerecht und froh seinem Schöpfer entgegenzutreten.

Statt also zu zahlen beschränkten sich Mitarbeiter und Freunde des Pastors darauf, für seine Freilassung und Gesundheit zu beten und zu fasten. Da Gott wunderbar ist und gerne mal ein „Wunder“ tut, kam Pastor Ponnachan am 29. Juli 2012 tatsächlich frei. Gerade diese Terrogruppe, die in Assam tätig ist, sei aber eigentlich nicht dafür bekannt, allzu viele Bedenken zu haben, bezüglich des Tötens für ihre Ziele. Das macht seine Freilassung umso erstaunlicher.

Er erzählt wenig über seine Zeit im Lager der Entführer. Sie hätten ihn tief in die Wälder entführt und in eine Lager gebracht. Dort sei er täglich eingeschüchtert und mit dem Tode bedroht worden. Er sagt:

Ich hatte Angst und dachte, ich würde niemals befreit werden. Ich dachte an meine Frau und meine kleinen Kinder und fühlte mich hilflos. Dann begann ich damit, mich des Martyriums unsers Herrn Jesus Christus zu erinnern und dachte daran, dass meine Organisation mich mit einem „one-way-ticket“ ins Feld der Mission geschickt hatte. Die Stelle aus der Apostelgeschichte 20, wo Paulus sagt: „Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert.“ (Apg 20, 24, Anm. d. Übers.) wurde mir zur Quelle der Stärke.

Für die Freilassung des braven Gottesmannes seien auch die Bemühungen von Polizei und Militär Assams maßgeblich gewesen, heisst es in dem mir vorliegenden Bericht.

BITTE DANKEN SIE DOCH UNSEREM VATER IM HIMMEL DAFÜR, DASS DIESER MISSIONAR WIEDER IN FREIHEIT IST UND WEITER DIE MÖGLICHKEIT HAT, DAS EVANGELIUM ZU VERKÜNDEN.

(Quelle: „christian persecution update“ vom 30. Juli 2012)

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