Ägypten: Fatwa an Taxifahrer: „Transportiert keine Priester !“

In Deutschland ist man sich noch schmerzhaft der widerlichen Parolen aus der Nazizeit bewusst, wo gegen Juden gehetzt und die Ausgrenzung derselben aus der Gesellschaft auf diese Weise propagandistisch vorbreitet wurde. Da hiess es dann schon einmal „kauft nicht bei Juden“ etc.

Glauben Sie mir, liebe Leser, solche und ähnliche Hass-Propaganda möchte ich eigentlich nicht einmal „mit der Kneifzange“ anfassen, geschweige denn zitieren und damit verbreiten. Deshalb lasse ich es einmal bei dem bisher genannten, aus dem Geschichtsunterricht wohlbekannten Zitat der Nazi-Propaganda bewenden. Es spricht deutlich genug für sich. Eine soziale Gruppe wurde aufgrund ihrer Religion ausgegrenzt und der „gute“ Deutsche dazu aufgefordert, diese Gruppe zu meiden, sie zu isolieren und zu boykottieren. Wissen Sie, liebe Leser, ich fühlte mich unlängst fatal an diese Zeiten und diese Methodik erinnert, als ich einen Artikel las, der eines unser einstigen Lieblings-Urlaubsländer betrifft.

Ägypten

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In Ägypten haben seit einigen Jahren, unterstützt durch massive Petrodollar-Transfers aus Saudi-Arabien und Katar, die Salafisten an Boden gewonnen. Bei den letzten Parlamentswahlen erreichte ihre „Al-Nur“-Partei ein gerüttelt Maß an Abgeordnetensitzen. Laut wikipedia sind es 123 von 508 Sitzen. Man muss die Salafisten, diese Zauselbärte in Damenkleidern, die hierzulande so großzügig eine deutsche (wohlgemerkt an entscheidenden Stellen sehr entschärfte) Koranübersetzung in den Fussgängerzonen unter die Leute bringen, also durchaus als politische Kraft einschätzen und ernstnehmen.

Wenn jetzt ihr „Vordenker“ in Ägypten, der alexandrinische Scheich und medial omnipräsente Prediger Jasser al-Borhammi, Muslime in der „Stimme des rechtgeleiteten Salafis“ dazu aufruft, keine koptischen Priester mehr zu transportieren, dann klingt das im ersten Moment absurd, im zweiten Moment möchte man lächeln und die Schultern zucken. Aber seine Worte werden sehr wohl von den Ägyptern gehört und auch beherzigt. Darauf können wir uns verlassen. Warum sollen also „wahre Gläubige“, also Muslime, als Taxi-, Bahn- oder Busfahrer keine Priester mehr befördern ? Besonders nicht zu ihren Kirchen oder sonstigen Versammlungen ?

Nun Herr Al-Borhammi hält es für sündhaft und „noch verbotener, als jemanden zu einem Schnapsladen“ zu bringen. Denn, nach seiner Salafistenlogik, ist eine Kirche, wo „die Sünde der Abirrung von Allahs Willen“ gepredigt wird, noch schlimmer als ein Bordell oder eine Kneipe. Denn die Kirchen repräsentierten ja den „Unglauben“, während Bordelle und Schnapsläden ja „nur für Immoralität“ stünden. Dabei kann sich Herr Al-Borhammi mit Fug und Recht auf urislamische Autoritäten wie den sunnitischen Philosophen Ibn-Taimiyya und dessen Schüler Ibn Qayyim berufen und steht damit in der islamischen Theologie auf ziemlich sicherem Grund.

Was lernen wir daraus ? Versuche nie in Ägypten mit einem koptischen Priester Taxi zu fahren. Das wird nämlich in absehbarer Zeit schwierig werden, außer der Fahrer wäre auch Kopte. Und daran ist (beachten Sie bitte die einleitenden Zeilen) nichts, aber auch gar nichts lustiges.

BITTE BETEN DAFÜR, DASS GOTT DER HERR WEISHEIT, VERNUNFT, WAHREN GLAUBEN UND ZWISCHENMENSCHLICHEN RESPEKT ÜBER ÄGPYTEN AUSGIESSEN MÖGE, SO ES IN SEINE PLÄNE PASST. SONST SIEHT ES FÜR DAS LAND AM NIL NÄMLICH „FINSTER“ AUS.

(Quelle: „jihadwatch“ vom 23. Juli 2012)

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3 Gedanken zu “Ägypten: Fatwa an Taxifahrer: „Transportiert keine Priester !“

  1. Pingback: Ägypten: Fatwa an Taxifahrer: “Transportiert keine Priester”! « kopten ohne grenzen

  2. Das ist so unendlich traurig!
    In der Presse veröffentlicht man heute, dass die Reisen nach Ägypten stärkere Nachfrage haben und im Aufwärtstrend seien! Eigentlich dürfen dann auch keine Touristen mehr von „echten Gläubigen Muslimen“ mehr befördert werden, sind sie doch erst recht Unglaübige und wie verträgt es sich, durch diese Ungläubigen das Wirtschaftswachstum ankurbeln zu wollen?

    Das ist alles nur noch KRANK! Die Billigurlauber sehen auf den Geldbeutel und nicht auf den ägyptischen Staat als Gastgeber. Somit macht sich auch der Einzelne keine Vorstellungen davon, was er in seiner „Urlaubslaune“ so alles billigend in Kauf nimmt!

    Tod der Koptischen Christen, Folter, Verfolgung und Drangsalierung im Alltag. Wo bleibt hier das soziale Gewissen des Einzelnen? Solidarität? ? ?

    Augen zu und durch! Schönen Urlaub allerseits mitten im Elend und der Christenverfolgung! Nur Mut, Euch passiert ja nichts, es trifft nur die Menschen dort und ihre Kinder!

    • Tja, angeblich will Ägypten jetzt vor allem mit „Scharia-konformem“ -Tourismus punkten, da sie auch gemerkt haben, dass sich Menschen aus den Ländern des freien Westens schon ein paar Gedanken über Urlaub in Ägypten gemacht haben und vor allem über die Sicherheitslage dort, wenn z. Bsp. die Urlaubsorte am Roten Meer und auf dem Sinai Terroristen-Tummelplätze geworden sind. Deshalb sollen jetzt die „reichen Scheichs“ von der Arabischen Halbinsel verstärkt ihre Burka-Geschwader mitnehmen können. Das wird vielleicht eine Zeit lang funktionieren, aber langfristig wohl nicht klappen, da gerade die oftmals extrem korrupten und moralisch verkommenen Eliten Arabiens eben gerade deshalb z. Bsp. nach Beirut gefahren sind, weil sie dort von der heimischen Religionspolizei unbehelligt „die Sau rauslassen“ konnten. Nur ein Zweig des Tourismus funktioniert in Ägypten jetzt, nach der „achsobefreienden“ Revolution wohl ganz gut: der Sextourismus. Islamisch-schamhaft als „Kurzzeit-Ehen“ für wenige Stunden oder Tage getarnt. Am liebsten natürlich mit minderjährigen Mädchen. So sieht´s aus, damit kann Ägypten sicher noch Geld machen: seine Kinder an schwerreiche Araber verschachern.

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