USA: „open doors“: „Kirche im Koma“ über die Verfolgung

Carl Moeller, Präsident von „open doors USA“, einer christlichen Hilfsorganisation, die über Verfolgung informiert, ist nie um klare Worte verlegen. Jetzt hat er in einem Interview mit Alex Murashko von der „christian post“ einige harte Worte für die Kirchen der USA gefunden. Machen wir uns nichts vor: diese Kritik gilt auch für die Kirchen in Deutschland.

Moeller wirft den US-Kirchenverbänden vor, die Christenverfolgung, speziell in Nahost, „verschlafen“ zu haben. Kirchen seien nicht mehr nur im „Schlummer“, sondern in einer Art „diabetischem Koma“ (mir, als Diabetiker, erscheint diese Formulierung allerdings zweifelhaft…), wenn es um das Wahrnehmen der Situation verfolgter Christen gehe. Wörtlich liess er verlauten:

Schon seit Jahren sagen wir (open doors USA, Anm. d. Übers.): „wacht auf und stärkt, was noch da ist“. Wir sehen die US-Kirche als dösend an und stellen uns selbst als „Ellbogen in ihrer Seite“ dar, damit sie aufsteht und etwas tut.

Aber Moeller, der seit 2003 der US-NGO vorsteht, geht noch weiter in seinen bildhaften Vergleichen.

Ich sehe vor mir ein Bild einer Kirche im diabetischen Koma, die sich vollgefressen hat an den Süßigkeiten von Wohlstand, Materialismus und des Götzendienstes der Anbetung der materialistischen Welt. Dieses diabetische Koma ist nun lebensbedrohlich. Wir als Kirche sind an einem Nullpunkt angekommen – nicht die Kirchen in Nahost. Wir sind diejenigen, die es nicht mehr schaffen, sich zu erheben, um eine Stunde lang für Dinge zu beten, von denen Gott will, dass wir sie zu Ihm bringen.

Moeller sagte weiterhin, er sei seit fast zehn Jahren dabei, mit „open doors USA“ daran zu arbeiten, ein Bewusstsein für die Christenverfolgung im Gewissen der US-Kirche zu wecken. Er zitiert in dieser Hinsicht „Offenbarung 3,2“, wo es heisst:

Werde wach und stärke das andre, das sterben will, denn ich habe deine Werke nicht als vollkommen befunden vor meinem Gott.

Seit mehr als fünfzig Jahren hat open doors dieses Bibelwort als Motto gesehen, um die Kirche im Westen aufzuwecken und dazu zu motivieren, die sterbenden Überreste des Leibes Christi in Gebieten zu stärken, wo die Kirche leidet.

Moeller drückt weiterhin seine Enttäuschung darüber aus, dass selbst die verheerenden Vorgänge, die in der heutigen Welt vorgingen, die Kirche im Westen nicht aufgeweckt hätten. Welche Vorgänge ihm dabei vor Augen stehen, spricht er auch sofort an:

Wir haben da die Wahl der Muslimbruderschaft in Ägypten und die US-Regierung bestätigt eine Terrororganisation als legitime Regierung über eine der Schlüsselstädte islamischen Denkens der ganzen arabischen Welt in Kairo. Wir haben in Syrien ein Blutbad, wo Christen wortwörtlich zwischen Hammer und Amboss geraten sind, aber es wird ein despotisches Regime vorbereitet durch islamisch-extremistische Rebellengruppen während die Welt sagt: „OK, wir stehen an der Seite der Extremisten.“

Moeller betont, dass seine Organisation Helfer und Kooperationspartner in vielen, nahöstlichen Ländern vor Ort habe, die versuchen, Hilfestellung für die Christen zu geben, die von ihren Regierungen oder anderen Religionen verfolgt werden. Die Erfahrungen aus der Arbeit vor Ort stellte er nun der Reaktion in den saturierten, US-Kirchen gegenüber (ist hierzulande auch nicht anders):

Ich bin tiefgreifend schockiert über die Unfähigkeit der Amerikaner, eins und eins zusammenzuzählen. Das ist eine Herausforderung. Wir arbeiten seit Jahrzehnten an den Orten, wo Christen verfolgt werden. Wir haben gesehen, wie wirkliches, feuer-erprobtes Christentum aussieht, und den Glauben, den dieses hervorbringt. Wir haben unglücklicherweise auch eine schlummernde Christenheit im Westen gesehen, die immer tiefer in Schlaf fällt.

Was schlägt er als Lösung vor ?

Wir brauchen eine Dosis Wahrheit. Und die Wahrheit kann gefunden werden in den Erfahrungen der verfolgten Christen mit Jesus. Sie wissen, dass trotz aller Versuche des Feindes, die Kirche zu zerstören, die Verfolgung nur dazu beiträgt, den wahren Glauben der Gläubigen zu stärken. Das ist die Botschaft, die die Amerikanische Kirche lernen muss (auch die deutsche, Anm. d. Übers.).

Warum muss sie es lernen ? Moeller begründet dies damit, dass die Verfolgung auch in die USA kommen werde. „Wir haben Gott keine Option mehr gelassen.“ Prophezeit er. Denn die Taubheit auf dem Ohr der Verfolgung werde Konsequenzen haben. Kirche werde durch ihre Ignoranz schrittweise ihrer Rechte beraubt werden, bis Verfolgungssituationen auch im „Westen“ möglich und real wären.

Ich will keine Kirche, die nur noch unterhaltsam ist. Ich will eine Kirche, die Menschen auf die geistlichen Kämpfe vorbereitet, die um uns herum bereits ablaufen.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE VERFOLGTEN KIRCHEN, FÜR DIE HILFSORGANISATIONEN UND FÜR CARL MOELLER. MÖGEN SEINE WORTE ENDLICH AUF HÖRENDE OHREN TREFFEN UND FÜR UMKEHR SORGEN. BETEN WIR AUCH FÜR UNSERE KIRCHEN, IHRE LEHRER UND KLERIKER, DAMIT SIE AUFHÖREN, DIE NÖTE DER VERFOLGTEN CHRISTEN ZU IGNORIEREN.

(Quelle: „the christian post“ vom 26. Juli 2012)

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3 Gedanken zu “USA: „open doors“: „Kirche im Koma“ über die Verfolgung

  1. Tja, dieser Mensch hat sowas von Recht. Leider sind die meisten unserer christilchen Gemeinden mit sich selbst beschäftigt. Selbst von Gemeinde zu Gemeinde gibt es Schwierigkeiten zu kommunizieren. Jede Gemeinde wurstelt christlich vor sich hin. In der einen Gemeinde unserer Stadt werden Projekte in Afrika unterstützt, in einer anderen gibt es ähnlich Bethel die Briefmarkensammler, in einer anderen den Leprakreis (alles alte Leute) und sonstige, ja auch wichtige Aktivitäten, die christlich genannt werden können. Aber wehe, es geht über die Grenzen der Gemeinden hinaus, dann wird irgendwie gemauert.

    Wir als die üblichen Gemeindechristen haben absolut kein globales Denken. Gerade in der kath. Kirche, die in der ganzen Welt verbreitet ist, sollte dieses Denken doch im Grunde grundgelegt sein. Ist es leider nicht. Ja, es gibt Patenschaften und Partnerschaften zwischen Gemeinden in Deutschland und der sog. 3. Welt. Aber es ist wie verhext: Die Verfolgungssituation von Christen ist kein Alltagsthema, welches schon längst in das Bewusstsein aller Christen hätte eingepflanzt sein müssen.

    Wir scharen uns um unser Kirchengebäude und nicht um Christus. Das ist wohl das Kernproblem überhaupt, die Ursache vielen Übels.

    Deshalb bleiben Gemeinden in Nahost völlig außen vor. Wie sollten sie auch. Was sind die Ursachen? Es spielt selbstverständlich eine große Rolle, wie der Islam hier auftritt. Leute eines Schlages wie Herr Idriz, wie Herr Mayziek oder Herr Dr. Köhler sind ja alles nach außen hin ganz moderate und töffte Kerls. Der Islam ist Frieden. Gern lässt man sich in christlichen Gemeinden von diesen Herren nur Gutes über diese Religion erzählen. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, lässt man sich gern täuschen, damit erst garnicht nachgedacht und sich auch nicht von anderer, nämlich berufener Seite, informieren muss. Die eingefahrenen (und nicht einmal üblen) Schienen, soweit sie mit christlicher uneigennützigem Dienst daherkommen, müssen somit nicht in Richtung Problemstellung Verfolgung von Glaubensgeschwistern, verlassen werden.

    Allerdings zehren unsere Gemeinden noch vom „Alter“. Junge Leute sind hier kaum noch in der christlichen Nächstenhilfe des Dauerengagements anzutreffen. Rentner und Rentnerinnen leisten hier – das muss hier auch einmal gesagt werden – in sich gesehen wirklich respektable Arbeit. Hut ab. Aber die offensichtlich stattfindende bewusste Desorientierung über den Islam, die es mit sich bringt, so dass die Problemstellung „Christen- und Ungläubigen-Verfolgung“ erst gar nicht dem Islam zugeordnet wird, ist es, welches die Christen einfach unbeirrt weitermachen lässt. Das ist ihnen genug. Vielleicht ist es ja auch genug. Wir müssen doch froh sein, dass sich Menschen überhaupt freiwillig für soziale und christliche Aufgaben ehrenamtlich unentgeltlich zur Verfügung stellen, angefangen vom Krankenhausdienst, Besuchsdiensten in der Gemeinde in Senioreneinrichtungen und in einer Hospizeinrichtung.

    Aber wir müssen als Christen berücksichtigen, dass der gesamte Leib Christi (die Christenheit) zumindest in Teilen leidet, eben nicht nur Arme, Kranke, Sterbende, sondern auch qualvoll die Verfolgten und Diskriminierten, nur weil sie Christen sind. Das ist ihr ganzes Verschulden, ihr ganzes Vergehen. Das jedoch wird entweder bewusst oder lethargisch nicht zur Kenntnis genommen, solange die Diskriminierungen nicht den Islamregeln zugeordnet werden. Können wir es den normalen älteren Christen verdenken und verübeln?

    Schuldzuweisungen gegen normale Christen, die ihr Engagement wirklcih ernsthaft durch die gute Tat zum Ausdruck bringen absolut nichts und haben auch da nichts zu suchen.

    Es bleiben somit die Kirchenleiter, denen ich auch immer wieder – auch wenn es nervt – ins Stammbuch schreiben muss, dass sie nicht nur fahrlässig, nein sondern mindestens grob fahrlässig handeln und die Verfolgung von Glaubensgeschwistern billigend in Kauf nehmen, Hauptsache, sie können selbst in Frieden leben und wollen erst keine schlafenden Hunde wecken. Das alles ist ja weit weg. Kein bisschen Alarmglocken, kein bisschen Vorsicht, aber viel Wir-sind-alle-lieb-und-kommen-in-den-Himmel-egal-was-wir-angestellt-haben-Fasel-Mentaliät, die sträflich naiv nicht nur unbiblisch-theologisch agiert, sondern auch noch die Gefolgschaft, d. h. die „Herde“ in deine gefährliche Irre führt, indem sie sich von den „Islam-ist-Frieden-Schalmeyen-Tönen“ bewusst, und ich unterstelle einmal, wider besseres Wissen, nur zu gern einlullen lässt.

    Die nächste Stufe wäre dann schon Vorsatz. Ich haben noch die Hoffnung, dass der Islam immer mehr sein wahres Gesicht zeigt, damit auch hier die sanftesten Gutmenschenchristengemeindeführungen wenigstens damit beginnen, kritische Fragen zu stellen.

    Ein Lob, ein intensiver Dank gilt nicht nur den Menschen, die in unseren Gemeinden des Staates, der Kirchen und sonstwo sozial engagiert sind, aber eben auch einem Herrn Möller, der für die Kirchen jeglicher Couleur weiterhin in seiner Arbeit ein schmerzhafter, aber heilsamer Stachel im Fleische der kirchlichen Selbstgenügsamkeit und leider teilweise auch Selbstgefälligkeit sein möge. Ja, er ist ein Ritter dergerechten Wahrheit und die ist nicht immer einfach öffentlich zu vertreten. Er legt den Finger in die Wunde der Zeit. Leider müssen Christen sich gegenseitig von Zeit zu Zeit verbal weh tun, damit Christen endlich aufwachen, die richtigen Fragen und Antworten zur rechten Zeit zu stellen und zu geben. Ja, wir leben in einer Zeit des zunehmenden Bekenntnisses, welches wir für Christus in dieser Zeit ablegen müssen, auch hier. Nicht nur der Otto-Normal-Verbraucher-Christ, sondern insbesondere die Kirchenführungen müssen sich in zunehmender Intensität fragen: Wie bekennen wir Christus vor der Welt und was haben wir getan, um das Los der verfolgten Mitmenschen auch nur ein kleines Stück besser gemacht zu haben. Sehen wir nur in armen, kranken und sterbenden Menschen Christus und nicht in Christen, die wegen ihres Glaubens verfolgt und diskriminiert werden? Haben wir unsere Gemeinden belogen oder im Ungewissen gelassen? Haben wir den Islam richtig eingeschätzt in seiner Gefährlichkeit für Nichtmuslime? Was haben wir für verfolgte Christen in islamischen und kommunistischen Ländern konkret getan? Haben wir in dieser Frage zu lange geschlafen und das „diabetische“ Koma gepflegt, damit wir uns keine unangenehmen Fragen stellen müssen? Habe ich unseren Herrn Jesus Christus durch meine Teilnahmslosigkeit, meine Untätigkeit, meine Gleichgültigkeit verraten?

    So hier mal eine Gewissenserforschung vom einfachen Christen in Richtung Kirchenführer. Ich denke, das wurde dringend einmal Zeit.

    • Aber wehe, es geht über die Grenzen der Gemeinden hinaus, dann wird irgendwie gemauert.

      Fatal ! Aber leider gängige Praxis. Über den sehr, sehr engen Tellerrand hinauszuschauen, wird in manchen Gemeinden „nur“ als merkwürdig und unangenehm, in anderen bereits als „Vorstufe zur Ketzerei“ angesehen. Warum das so ist und warum man sich als Christenheit nicht stärker als Gemeinschaft unter Führung des Erlösers ansieht, wird mir wohl immer schleierhaft bleiben. Dieses unselige „Fingerzeigen“ zur Unzeit ist seit Jahrhunderten wohl so weit verbreitet, dass man es aus den Gemeinden nicht mehr hinausbekommt. Ich gestehe, dass allein das Konstatieren dieser Dinge mich mit einer tiefen Traurigkeit erfüllt. Denn gegen ebendiese Mauern bin ich jetzt seit fast zwei Jahren ununterbrochen angerannt und die Mauer bewegt sich nicht. Nur mein Kopf tut weh.

      Schuldzuweisungen gegen normale Christen, die ihr Engagement wirklcih ernsthaft durch die gute Tat zum Ausdruck bringen absolut nichts und haben auch da nichts zu suchen.

      Ein wichtiger Gedanke. Ja, diejenigen, die mit Ernsthaftigkeit, Fleiss und Konsequenz einen Dienst versehen, werden ja die ersten sein, die verstehen, warum es wichtig ist, sich im Reich Gottes zu engagieren und bestimmte Themen anzusprechen und Grenzen zu überwinden. Seien es nun die klassischen „karitativen“ Tätigkeiten oder andere, den neuen Herausforderungen unseres Glaubens angepasste Wege.

      Es bleiben somit die Kirchenleiter, denen ich auch immer wieder – auch wenn es nervt – ins Stammbuch schreiben muss, dass sie nicht nur fahrlässig, nein sondern mindestens grob fahrlässig handeln und die Verfolgung von Glaubensgeschwistern billigend in Kauf nehmen, Hauptsache, sie können selbst in Frieden leben und wollen erst keine schlafenden Hunde wecken.

      Mich nervt es nicht. Mich nerven vielmehr die geistlichen Leitungsgremien, Bischöfe und Pastoren, die einfach wegschauen. Erst vor kurzem wieder las ich in einem Artikel über Bekehrung von Muslimen iranischer Herkunft, dass sich Pastoren der „Landeskirchen“ von Gemeinden, wo dies praktiziert wird, distanzieren und eher die Freikirchen dazu neigen (leider nicht alle) recht offen mit Muslim-Taufen umzugehen. Da fängt es schon an: der Artikel schreibt, dass sich die Kirchen durch Evangelisation und Muslim-Taufen ihre „interreligiösen Dialoge“ nicht gefährden wollen. Ein Hohn auf den Taufbefehl unseres Herrn Christus und ein Hohn auf ein klar gelebtes Evangelium. „Dem Frieden nachjagen“ in allen Ehren, aber wo der Krieg uns nachjagt, müssen wir neue Strategien entwickeln.

      Ja, er ist ein Ritter dergerechten Wahrheit und die ist nicht immer einfach öffentlich zu vertreten. Er legt den Finger in die Wunde der Zeit. Leider müssen Christen sich gegenseitig von Zeit zu Zeit verbal weh tun, damit Christen endlich aufwachen, die richtigen Fragen und Antworten zur rechten Zeit zu stellen und zu geben.

      Wir müssen nur aufpassen, dass wir nicht „Ritter von der traurigen Gestalt“ werden. Von Zeit zu Zeit sieht es so aus, als ob Männer wie Carl Moeller, Schwester Hatune oder ihre sonstigen deutschen Äquivalente gegen Windmühlen kämpfen. Je mehr wir wettern, schreiben, argumentieren, mit Bibelzitaten um uns werfen, die unsere Position stützen, in Kontakt mit Gleichgesinnten zu kommen suchen, beten und zu überzeugen versuchen, desto weniger Wirkung scheinen wir manchmal zu erzielen. Das mit dem „verbal wehtun“ in Liebe und Verantwortung für die Geschwister in böser Verfolgungsnot gefällt mir als Formulierung. 🙂

      Wir scharen uns um unser Kirchengebäude und nicht um Christus. Das ist wohl das Kernproblem überhaupt, die Ursache vielen Übels.

      Ich hab sogar noch eine absurdere Spielart dieses Irrsinns erlebt. Eine Gemeinde, die sich hauptsächlich um ihren Pastor gruppiert und an ihm orientiert. Die haben irgendwann nicht mehr gemerkt, wie sehr sie sich auf ihren Hirten und wie wenig sie sich in Wahrheit auf Christus zu verlassen begannen. Absurd, aber wahr und in charismatischen oder pfingstlerischen Kreisen nicht ganz unbekannt. Die haben das mit den „Charismen“ und dem „Charisma“ des geistlichen Leiters verwechselt. Aber egal, das ist nur ein Detail aus der weiten, weiten Welt der Christenheit, die es nicht schafft, zusammenzuhalten und sich den Verfolgten zu widmen.

      Die Illusion, eine große, „umwälzende“ Wirkung in den Kirchen zu Gunsten der Solidarität mit verfolgten Kirchen zu erreichen, habe ich letztlich nie gehabt. Aber die kleine, realistische Hoffnung, dass das regelmässige Gebet für die verfolgten Christen und gelegentliche Hilfsaktionen (Briefe schreiben, spenden, Petitionen, Referenten einladen, …) etwas sind, was man in vielen, vielen Gemeinden verankern kann. Nein, das ist keine „große Vision“, wie sie uns TV-Prediger immer wieder gerne ans Herz legen (wogegen ich nix habe, ich mag TV-Predigten gerne hören und die „große, geistliche Vision“ hat schon viel auf der Erde bewegt), aber selbst dieses überschaubare, realistische Ziel ist in meiner Stadt wohl nicht umzusetzen. Hat mir der Herr die „falsche“ Sache aufs Herz gelegt ? Wohl kaum. Und dennoch schweigen die Kirchen. Carl Moeller hat Recht, durch ihr Koma begeben sie sich selbst in Gefahr. Ich nenne das gerne „in Gefahr, geistlich zu verrotten“.

  2. Pingback: Sind die USA noch ein christlich geprägtes Land? « kopten ohne grenzen

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