Open doors: Nigeria „killing field“ für Christen

Nigeria ist mit 170 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land des afrikanischen Kontinents. Es ist auch der mit Abstand größte Erdölproduzent Afrikas. Und Nigeria ist, wenn man Open Doors USA – Mitarbeiter Jerry Dykstra folgt, ein Gemetzelboden für Christen.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Siebenhundertfündundsechzig (765 !) Kirchen wurden alleine im Jahr 2011 in Nigeria zerstört. Fünfzig Christen wurden vor wenigen Wochen im Haus ihres Pastors lebendig verbrannt, wie der „Times-Herald“ zu berichten weiss. Diese Fakten sind willkürlich ausgewählte Details einer massiven, brutalen, physischen Attacke auf das Evangelium und den, von dem es kündet.

In einem unlängst veröffentlichen statement von Jerry Dykstra zur Situation der Christen in Nigeria liess er das Folgende verlauten:

Nigeria wird wirklich das neue Schlachthaus für Christen. Hunderte Christen wurden bereits durch die Boko Haram brutal ermordet, inklusive Frauen und Kindern. Die Boko Haram hat … bekanntgeben, dass alle Christen sich zum Islam bekehren müssten, oder niemals wieder Frieden erleben würden. (Als ob unser Frieden, nämlich der mit Gott, als Kinder Gottes von diesen Irren abhängig wäre ! Aber dies nur als kleine theologische Einlage. der Übersetzer) Ihr Ziel ist es, aus Nigeria einen Staat zu machen, der komplett von der Scharia geregelt und dominiert wird.

Der Times-Herald aus der US-Provinz fragt nun zu Recht: „Warum sollten diese Details einen Christen in Newnan, Georgia, interessieren ?“ Setzen Sie doch an dieser Stelle, liebe Leser, einmal den Namen ihrer eigenen Heimatstadt ein ! Warum sollte uns das interessieren, was in Nigeria vorgeht ? Der Autor des hier zur Quelle herangenommenen Artikels gibt einige einleuchtende Antworten darauf:

  • Nigeria ist ein beinahe komplett religiös zweigeteiltes Land. Hier stehen sich die beiden größten Weltreligionen, Christentum und Islam, direkt gegenüber und somit ist Nigeria auch ein „Laboratorium“ für die Formen des Zusammenlebens dieser Religionen. Wenn ich die Situation heute abschließend kommentieren müsste, würde ich sagen, das Experiment ist gescheitert.
  • Die mögliche (oder unmögliche) Lösung dieses Konfliktes weist auf zukünftige Verhältnisse von Muslimen und „Ungläubigen“ zueinander, auch in anderen Weltregionen, hin. Aus der Art und Weise, wie sich Kommunikation, Austausch und Respekt (oder das Fehlen von alldem) auf das Alltagsleben der Betroffenen auswirkt, können wir Rückschlüsse auf kommende Konflikte ziehen.

Die alles wird noch durch die Prognosen zugespitzt, die besagen, dass Nigeria bei einem Anhalten der aktuellen Geburtenraten im Jahre 2050 zum dritt-bevölkerungsreichsten Land nach Indien und China werden könnte. Auch wer diese Statistiken nicht so recht nachvollziehen mag und anzweifelt, wird wohl kaum bestreiten können, dass das Bevölkerungswachstum Nigerias nicht zur Entschärfung seiner diversen, inneren Konflikte beitragen wird. Um aber das Thema der Relevanz der nigerianischen Christenverfolgung für „uns im Westen“ noch einmal aufzugreifen, sei hier der US-Historiker Lamin Sanneh von der Yale-Universität zitiert, der den interessanten Satz zu Protokoll gab:

Die afrikanische Christenheit ist nicht nur exotisches, kurioses Phänomen in einem obskuren Teil der Welt, sondern das Schicksal des afrikanischen Christentums kann ein Ausblick auf unsere Zukunft sein.

Im von mir hier zitierten Artikel aus der „US-Provinz“ werden noch weitere Punkte genannt, warum Christen sich für das Schicksal Nigerias interessieren sollten, aber meine lieben Leser kennen all die Eckpunkte natürlich schon lange. Deshalb halte ich micht nicht mehr damit auf. Ebenso kennen Sie, liebe Leser, die Möglichkeiten selbst etwas zu tun: Informieren, Beten, Spenden, Weitersagen und „selbst hingehen“ und mit eigenen Augen schauen, was der Feind unserem Evangelium und dessen Verkündern antut.

In diesem Zusammenhang fällt mir wieder ein, dass ich mal einen Text verfasst habe, in dem es darum geht, dass, wer den Leib Christi attackiert, den angreift, der das Haupt desselben ist und warum Christus Verfolgung seines Leibes persönlich nimmt. Vielleicht möchten Sie diesen Beitrag einmal nachlesen:

https://gebetskreis.files.wordpress.com/2012/07/stephanus-und-saulus-beginn-der-verfolgung.pdf

In diesem Sinne möchte ich mit einem Wort des Herr heute enden, das Ihnen allen geläufig sein wird und dennoch ist es wert, daran zu erinnern:

Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; (Johannes 15, 20)

Glaubt noch immer irgendjemand, dieses „euch“, das Jesus ausspricht, gälte Ihnen und mir nicht ?

BITTE BETEN SIE WEITER FÜR DIE VERFOLGTEN KIRCHEN, BITTE ENGAGIEREN SIE SICH WEITER FÜR INITIATIVEN, DIE DEN CHRISTEN IN NOT UND VERFOLGUNGSDRUCK ZU GUTE KOMMEN.

(Quelle: „Newnan Times-Herald“ vom 21. Juli 2012)

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