Ägypten/Deutschland: Gamal Abdu Massoud „Gefangener des Monats“

Sie, liebe aufmerksame und engagierte Leser, kennen sicherlich die Aktion „Gefangener des Monats“ der christlichen Nachrichtenagentur „idea“ in Zusammenarbeit mit der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGfM).

Der „Gefangene des Monats“ August 2012 ist wieder ein sehr interessanter Fall, da er exemplarisch für das stehen könnte, was den ägyptischen Christen, vor allem den Kopten, bevorstehen mag. Ein „Menetekel“ sozusagen dafür, was wir in den kommenden Monaten im Lande des Moslembruders Mohammed Mursi noch so alles erleben dürfen. Nicht, dass der Fall schon unter dessen Präsidentschaft passiert wäre, aber durch die Islamisierung Ägyptens können wir keine Besserung erwarten, nur noch schlimmere Verhältnisse für alle Minderheiten.

Gamal Abdu Massoud, 17 Jahre jung, wurde am 04. April 2012 von einem Jugendgericht in Assiut wegen angeblicher „Blasphemie“ zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Ein Berufungsgericht hat am 29. Mai 2012 dieses Skandalurteil bestätigt. Was wirft man ihm also vor ? Er habe Allah-lästerliche Cartoons auf seiner Facebook-Seite publiziert. Nun, zunächst einmal weist dies auf den Grad von Humor, den Allah und seine Jünger ertragen, hin, nämlich „Null“. Wir Christen leben damit und müssen damit leben, dass beinahe jeden Tag in Zeitungen, im Internet, auf Bühnen oder im TV Karikaturen Christi gezeigt werden und noch viel widerlichere Dinge passieren, ohne, dass die Verursacher vor Gericht gezogen würden.

Aber auch wenn man der Meinung ist, dass religiös verletztende Kunst ganz generell „zu verbieten“ sei (was ich nicht befürworte) und Gamal Abdu Massoud vielleicht etwas „kultursensibler“ (hüstel) hätte sein sollen, dann wartet sein Fall  mit einer gewaltigen Überraschung auf. Idea schreibt dazu:

Bei Recherchen konnte die Kairoer Zeitung „Watani“ keinen Beleg dafür finden, dass Massoud überhaupt eine Facebook-Seite betreibt.

Hier sehen wir ein Prinzip der Scharia bezüglich „Ungläubiger“ in Aktion: „schuldig bei Verdacht“. Ähnlich wie hierzulande jeder Politiker, der den linken Medien nicht gefällt, mit Schmutzkampagnen überzogen und zum Rücktritt gezwungen wird, wenn er auch nur einmal bei „rot“ über die Straße gegangen sein soll (unbewiesen !), so ist in islamischen Ländern, vor allem in denen, die die Scharia anwenden, jeder „Ungläubige“ schuldig, sobald er vor Gericht erscheint. Nur die Anwendung massiver Schmiergelder kann ihn dann noch vor drakonischen Strafen bewahren.

Was die Anklage gegen Gamal Abdu Massoud für bittere Konsequenzen nach sich zog, beschreibt idea folgendermaßen:

Nach Bekanntwerden der Blasphemie-Vorwürfe hatten radikale Muslime das Wohnhaus der Familie in Brand gesteckt. In umliegenden Dörfern wurden mindestens fünf Häuser von Christen niedergebrannt.

Dies verstärkt den Eindruck, dass viele Vorwürfe gegen Christen fingiert sind, um Vorwände für massive Pogrome zu haben.

Auch wir können etwas für Gamal Abdu Massoud tun, wie idea schreibt:

Die IGFM und idea rufen dazu auf, in Briefen an den neuen ägyptischen Staatspräsidenten Mohammed Mursi um die Freilassung des Kopten zu bitten. Dazu biete der Brauch, Gefangene zum Fastenmonat Ramadan aus der Haft zu entlassen, eine gute Gelegenheit.

Ein Musterbrief an die ägyptische Botschaft in Deutschland zu diesem Zweck ist bis auf weiteres noch unter dieser Adresse zu finden:
http://www.idea.de/uploads/tx_newsideade/Musterbrief_August_2012.pdf

BITTE BETEN SIE FÜR GAMAL ABDU MASSOUD. WIR KÖNNEN NUR AHNEN, WAS FÜR DEMÜTIGUNGEN UND ANGRIFFE ER IN EINEM ÄGYPTISCHEN GEFÄNGNIS ERLEIDEN MUSS.

(Quelle: „idea.de“ vom 21. Juli 2012)

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