Indonesien: Terroristen formieren sich neu, während die Regierung zögert

Indonesien, das bevölkerungsreichste, asiatische Land mit islamischer Prägung, ist auf einem gefährlichen Weg. Während das jahrzehntelange, friedliche Zusammenleben der Religionen durch islamische Hassprediger mit arabischer Ausbildung gefährdet wird, zeigt sich die Regierung nicht gewillt, die religiösen Minderheiten effektiv zu beschützen.

Indonesien

Ich bin Gott noch immer dankbar dafür, dass ich vor einigen Wochen ein Missionarsehepaar treffen und sprechen durfte, das seit vielen Jahren in Indonesien aktiv ist. Sie haben mir viel von der gelebten Realität der Menschen im Inselstaat berichtet, so dass die Nachrichten, die von dort kommen, mich nicht ganz unvorbereitet treffen. Die Indonesier sind grundlegend ein friedlicher, angenehmer Menschenschlag. Kein Wunder, dass das Evangelium, welches einst mit den holländischen Kolonialherren dort Einzug hielt, dort auch auf guten Boden fiel. Aber auch die indonesischen Muslime galten (und gelten z. T. noch heute) als sehr entspannte, freundliche Zeitgenossen.

Dies ändert sich aber derzeit gerade massiv unter dem Einfluss von arabischen und in Arabien ausgebildeten, islamischen Predigern und Geistlichen. Religiöse Minderheiten werden auf vielen, wenn nicht den meisten, der Inseln des Landes bereits diskriminiert, beschimpft, sozial ausgegrenzt und z. T. brutal attackiert. Angriffe auf Mitglieder der islamischen „Ahmadiya“-Sekte sind ebenso an der Tagesordnung wie die Herabsetzung und tägliche Benachteiligung der Christen. Schauen wir uns nur die Fälle der „Filadelfia“-Gemeinde von Bekasi oder der „Yasmin“-Gemeinde von Bogor an, über die hier im Blog auch schon berichtet wurde (Rubrik: „Indonesien“). Die Verwaltungs- und Regierungsbehörden spielen bei dieser Diskriminierung und Verfolgung aber leider eine zwielichtige Rolle.

So nimmt es denn auch nicht Wunder, wenn man hört, wie Christen keinen Zugang zu ihren Kirchen erhalten, ihre Kapellen und traditionellen Versammlungsräume durch frischgewählte, islamistische Gouverneure geschlossen werden und die noch offenen Gotteshäuser mit Fäkalien beworfen werden, ohne dass die Polizei ernsthafte Ermittlungen gegen die Täter und Verursacher dieser Sakrilege aufnimmt. Indonesiens politische Landschaft wird immer stärker durch den Einfluss aggressiv-christenfeindlicher Ideen geprägt und so ist auch die Bekämpfung des islamischen Terrorismus im Lande oftmals eher „Glückssache“, selbst wenn die Polizei gewillt ist, ihre Arbeit zu tun.

Ob nun Frau Merkel bewundernd eine Moschee besucht, dabei aber kein Wort über die Situation der Yasmin-Kirche verliert, oder andere „westliche“ Länder Waffen-Deals mit Indonesien abschliessen: die unverantwortliche Blindheit unserer Verantwortlichen gegenüber dem Wandel im Lande ist eklatant und erschreckend. Es überrascht also niemanden, wenn politische Analysten und christliche „Monitorgruppen“ tief besorgt sind über die Lage in Indonesien. Die „International Crisis Group“ hat unlängst verlauten lassen, dass ihren Informationen nach die durchaus von einer willigen Polizei unter Druck gesetzten Terrorzellen Indonesiens sich, noch während sie „auf der Flucht“ sind, neu zu formieren begännen.

Vor diesem Hintergrund sagt der Südostasien-Analyst der christlichen Organisation „International Christian Concern“ (ICC), Ryan Morgan, dass die jüngsten Regierungs-Handlungen wenig Unterschied auf das öffentliche, soziale Klima im Land ausgeübt hätten, wie die Angriffe auf Kirchen mit Urin- und Fäkalienbehältern aus dem Mai 2012 bewiesen. Er beobachtet eine Indifferenz, ja gar Ignoranz gegenüber dem Thema der Ausgrenzung und Verfolgung von Christen im Lande seitens der Verantwortlichen.

Die indonesische Regierung scheint indifferent zu sein bezüglich des Anstiegs der religiösen Intoleranz. Nur wenige Tage nach den Urin-Angriffen behauptete der Minister für religiöse Angelegenheiten, Suryadhama Ali, Indonesien sei das „toleranteste Land der Welt“.

An dieser Stelle sei mir ein kurzer Einwurf gestattet: Hier muss wieder auf die „doppelte Bedeutung“ von Begriffen hingewiesen werden, wenn sie von Muslimen oder anderen Menschen gebraucht werden. Wenn Muslime von „Toleranz“ reden, meinen sie natürlich, dass ihr Glaube dominiert, von allen anderen „toleriert“ wird, aber sie selber tolerieren höchstens die nackte Existenz von „Ungläubigen“, wenn überhaupt. Wenn dieser Minister also von Toleranz redet, meint er wohl, dass Christen noch nicht landesweit vom Staat verfolgt, in Lagern zusammengetrieben und systematisch vernichtet werden. Wie tolerant, dass man einige „Ungläubige“ noch leben lässt. Ähnliche Begriffsverwirrungen kennen wir ja auch vom Begriff „Märtyrer“ her, aber das sei nur am Rande erwähnt.

Ryan Morgan von ICC jedenfalls weist unmissverstänlich darauf hin, dass auch Regierungsbehörden von Sympathisanten des djihadistischen Gedankengutes durchsetzt seien, nur könne man bislang noch nicht sagen, wie tief diese Durchdringung geht. In jedem Falle sei die Zahl der antichristlichen, gewalttätigen Vorfälle in den letzten Monaten eklatant angestiegen.

Ich kann Ihnen sagen, wir haben eine Welle von Vorfällen beobachtet, die in den letzten Monaten von djihadistischen Gruppen wie der „Islamischen Verteidigungsfront“ gegen christliche Kirchen ausgeführt wurden.

Ebenso weist er auf die Region Aceh hin, wo auf Befehl des Gouverneurs Zaini Abdullah 20 christliche Gebetsstätten geschlossen werden sollen. In Aceh war erst im Jahre 2010 eine islamische Terrorzelle aufgelöst worden, aber deren Gedankengut lebt, wie die Wahl des radikalen Gouverneurs beweist, weiter. Bislang hielten sich die Christen wohl weitgehend nicht an diese willkürliche Anordnung, aber eines der von Schließung bedrohten Gotteshäuser sei im Juni 2012 von einem wütenden Mob attackiert worden, unter den Augen einer untätigen Polizei. Aceh ist die bislang einzige Provinz Indonesiens, in der die Scharia als Rechtsgrundlage eingeführt wurde und auch von einer „Religionspolizei“ erzwungen wird.

Auf dieser Basis nimmt es nicht Wunder, dass Experten, wie eben Ryan Morgan, davon ausgehen, dass sie indonesische Regierung, die ohnehin nicht für ein besonders engagiertes Vorgehen gegen islamische Terroristen bekannt sei, „die Jihadisten niemals besiegen“ wird. So vermischen sich also hier ein aggressiver Jihadismus mit willigen Helfern in Politik und Polizei, um Indonesien in einen Allah-Staat umzuwandeln. Schritt für Schritt. Provinz für Provinz. Was das vor dem Hintergrund der sich neue formierenden Terroristen heisst, das spricht Ryan Morgan offen aus:

Wenn die Geschichte auch nur ein unpräziser Indikator wäre, dann können wir uns ausrechnen,  das  „Westliche“ Leute und Christen ihre Ziele sein werden.

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN INDONESIENS. FÜR DAS LAND UND EINE GEWALTIGE ERWECKUNG UNTER SEINEN MENSCHEN, DAMIT DER FINSTERNIS BEGEGNET WERDEN KANN, DIE HERAUFZIEHT.

(Quelle: „world news daily“ vom 20. Juli 2012)

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