Indien: Pastor verhaftet, Kirchenbaustelle demoliert.

Aus Indien kommen die „laufenden“ Nachrichten von Verfolgung und Gewalt gegen Christen mit unschöner Regelmässigkeit hereingesprudelt wie Wasser aus einem Springbrunnen. 

Karte von Indien

Indien

Am Sonntag, den 15. Juli 2012, wurde der Hauskirchen-Leiter Pastor Nathaniel Shubas, 26, in Sainagra, Bundesstaat Karnataka, verhaftet. Der Evangelist und Gemeindeleiter einer winzigen Hauskirche namens „Immanuel Gebets-Haus“ arbeitet seit 3 Jahren an diesem Ort und in den umliegenden Dörfern. Von Zeit zu Zeit hält er auch Gebetstreffen in den Häusern seiner Gemeindemitglieder ab. So auch an besagtem Sonntag, wo er gegen 20.00 Uhr eine Versammlung im Hause eines Gläubigen namens Siddamma abhielt. Ca. eine halbe Stunde später kam ein Unbekannter in das Haus und begann damit, die Predigt des Gottesmannes aufzuzeichnen. Nach zehn Minuten verschwand er wieder, kam jedoch weitere 10 Minuten später tauchte er in Begleitung der „üblichen Verdächtigen“ von der radikalhinduistischen Gruppe „Bajrang Dal“ wieder auf und erzwang sich Zugang ins Haus.

Was dann folgte, geht streng nach dem Drehbuch für „Curry-Christenverfolgung“, das ich in einem älteren Artikel einmal aufgezeichnet habe. Es ist immer, als ob es bei den radikalen Hindus so etwas wie eine „Dienstanweisung“ gäbe, wie man das Christentum am besten einschüchtert und unterdrückt, denn die Abläufe solcher Angriffe auf kleine Hauskirchen (meist in ländlichen Gebieten) gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Zunächst wird der Pastor attackiert, beschimpft, geschlagen und der Zwangskonversion bezichtigt. Dann vielleicht noch ein paar Gläubige, die meist starr vor Schreck sind, geschlagen und möglicherweise noch beraubt. Der Gemeindeleiter wird dann immer zur Polizei gebracht und angezeigt, wegen Zwangskonversion, die nach indischem Strafrecht in bestimmten Bundesstaaten tatsächlich unter Strafe steht. So auch dieses Mal. Pastor Nathaniel wurde im wahrsten Sinne des Wortes zur nächsten Polizeiwache geschleift, nachdem er „ordentlich vermöbelt“ worden war.

Bis ca. 23.30 Uhr wurde er dann auf der Polzeiwache einer intensiven Befragung unterzogen und schließlich nach dem „Zwangskonversionsparagraphen“ 295-A angeklagt. Der Pastor ist noch immer im Gefängnis und wartet dort auf seinen Prozess. Das „Global Council of Indian Christians“ (CGIC) hat ihm jedoch bereits einen Anwalt organisiert, der zumindest dafür sorgen sollte, dass Pastor Nathaniel eine angemessene Rechtsvertretung erhält.

Bereits einen Tag zuvor, am Samstag, den 14. Juli 2012, hatten Radikale die Baustelle einer Kirche im Unionsterritorium Chandigarh gestürmt und den Rohbau abgerissen. Pastor Aliyakim Jena sagt dazu, dass im Dorf Patil Dabar 25 Familien Christen sind. Diese hatten sich nun aufgemacht, eine kleine Dorfkirche zu errichten, was aber den Ortsvorsteher, einen antichristlichen Wüterich namens Hanuman Prasad Bishnoi, offensichtlich nicht gefiel. Die Arbeiten am Bau hatten erst fünf Tage zuvor begonnen. Nun soll ein Komitee, das paritätisch aus Christen und Hindus zusammengesetzt ist, darüber befinden, ob und wenn ja wo und wann der Kirchenbau fortgesetzt werden kann.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR ALLE INDISCHEN CHRISTEN. IN BESTIMMTEN BUNDESSTAATEN UND GEBIETEN SIND SIE PERMANENTER, AGGRESSIVER VERFOLGUNG AUSGESETZT UND MÜSSEN IHREN GLAUBEN EINER TÄGLICHEN BEWÄHRUNGSPROBE UNTERZIEHEN.

(Quelle: „christian persecution update“ vom 18. Juli 2012 und 17. Juli 2012)

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