Nigeria: christlicher Leiter fordert US-Engagement

Der Vorsitzende der „Christian Alliance of Nigeria“, eines überkonfessionellen Kirchenbundes, Ayo Oritsejafor, hat nun an die USA appelliert, sich des Terrorismus-Problems in seinem Lande verstärkt anzunehmen.

Karte von Nigeria.

Nigeria

Offensichtlich verlieren viele, nigerianische Christen das Vertrauen in die eigene Regierung und deren Sicherheitsorgane, wenn es darum geht, der brutalen Terrorangriffe gegen Gläubige Herr zu werden. Auch bei dem jüngsten Anschlag auf den Friedhof von Barkin Ladi, bei dem 22 Menschen, darunter zwei bekannte Politiker, getötet wurden sollen nach bislang unbestätigten Gerüchten die Sicherheitskräfte der „Joint Task Force“ eine undurchsichtige Rolle gespielt haben. Ebenso wollen Augenzeugen berichtet haben, dass die gezielten Angriffe auf christliche Dörfer in der Nähe von Jos (Plateau State) u. a. von Männern in Uniformen und mit kugelisicheren Westen ausgeführt worden seien. Dies liesse eine Komplizenschaft von Polizei oder Militär vermuten.

Ayo Oritsejafor artikuliert nun die Vorbehalte und Gefühle vieler seiner christlichen Landsleute, wenn er die Hoffnung auf die scheinbar korrupte und mit den islamischen Terroristen vernetzten Behörden aufgibt, und sich appellativ an die USA wendet. Deren Zurückhaltung kann er nicht verstehen. Diese hatten sich nämlich unlängst geweigert, die terroristische, islamische Gruppe “Gruppe zur Propagierung der Lehren des Propheten und des Dschihad” (Ex-”Boko Haram”) in die Liste der von ihnen beobachteten, internationalen Terror-Organisationen aufzunehmen. Das geschah am 21. Juni 2012 durch das US-Außenministerium. Dazu äußerte er sein Unverständnis:

Dies ist so, als ob man zwar Bin Laden einen Terroristen, die Al-Kaida jedoch nicht eine Terror-Organisation nennen würde.

Oritsejafor sieht in dieser Zurückhaltung der USA einen Grund dafür, warum die Boko Haram sich immer dreister gebärdet und sich ermutigt fühlt, mit den Terrorangriffen gegen Christen fortzufahren.  Denn das Deklarieren von Boko Haram als „Terrorgruppe“ würde schon rein formaljuristisch ein stärkeres Engagement bei deren Eindämmung durch die USA notwendig machen. Der CAN-Vorsitzende weiter:

 Durch die Weigerung, die Boko Haram als ausländische, terroristische Organisation zu kennzeichnen, schicken die USA ein klares Signal nicht nur an die Regierung von Nigeria sondern auch an die Welt, dass die Ermordung unschuldiger Christen und Muslime, die den Islamismus ablehnen, ….  als akzeptable Verluste angesehen werden.
Es ist scheinheilig von den USA und der internationalen Gemeinschaft zu behaupten, dass sie an Freiheit und Gleichheit glauben, wenn ihre Handlungen die Verfolgten nicht unterstützen.

Dies alles äußerte der geladene Gottesmann vor dem Komitee des US-Kongresses für Außenpolitik. Medien sprechen von einer der „seltenen, wütenden Reden“ im Kongress.

An dieser Stelle ein kleiner Einwurf von mir: eine US-Regierung, die sich weigert, das Fort-Hood-Massaker einen islamischen Terroranschlag zu nennen und stattdessen verharmlosend von „Gewalt am Arbeitsplatz“ spricht, die gleichzeitig ignoriert, dass die brutalen Massaker in Nigeria religiös motivert sind und nun auch die Boko Haram nicht Terroristen nennen will, von der darf man wohl im Abwehrkampf gegen die islamischen Horden, die sich weltweit auf die Hatz nach Christen und anderen Nichtmuslimen machen (Indonesien, Nigeria, Thailand, Ägypten,…), nichts, aber auch gar nichts erwarten. Da darf ein potentielles Mordopfer islamischer Terroristen auch mal ein paar wütende Worte finden, denke ich. Da müssten vielleicht sogar ein paar mehr Leute….

BITTE BETEN SIE FÜR AYO ORITSEJAFOR VOM CAN, FÜR DEN CAN SELBST UND FÜR NIGERIA. WIR CHRISTEN SIND GERUFEN, DEM FRIEDEN NACHZUJAGEN UND DIE ANDERE WANGE HINZUHALTEN. EIN SINNLOSES, WEIL UNGEHÖRTES OPFER ZU BRINGEN, DAS DEN PLÄNEN GOTTES KEINEN DIENST ERWEIST, MACHT ABER AUCH KEINEN SINN. BEDENKEN WIR DIES !

(Quelle: „maghreb christians“ vom 12. Juli 2012)

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