Kirgistan: christliche Hilfsgüter-Verteiler attackiert, verletzt

Aus Kirgistan kommt ein Fall, der unterstreicht, dass guter Wille eben nicht immer auch „gut ankommt“. Vier christliche Distributoren von Hilfsgütern der Organisation „samaritan´s purse“ wurden im Lande auf Geheiss des örtlichen Mullahs attackiert und verletzt.

Nein, ich schreibe hier nicht über Missionare, die Flyer verteilten oder Bibeln unter das Volk zu bringen versuchten. Auch dies wäre jeder Ehre und Anerkennung wert, aber die vier kirgisischen Helfer waren am 11. April 2012 nur im Ort Ak-Kyia, Region Naryn,  unterwegs, um dort auf Wunsch des Dorfschullehrers und einiger örtlicher Honoratioren Hilfsgüter der US-Organisation von Franklin Graham, „samaritan´s purse“ zu verteilen. Was dann passierte, sagt viel über den wahren Zustand des Schutzes der Religionen aus, der in Kirgistans Verfassung festgeschrieben steht:

Während die Honoratioren das Team des Helfers Bruder Narsbek begrüßten, kam der örtliche Mullah ungefragt (war der deshalb so wütend, weil ihn niemand eingeladen hatte ?) zum Ort des Geschehens, einige Schüler der Koranschule im Schlepptau. Er „befahl“, unverzüglich den Vorgang zu stoppen. Der Lehrer und die Ortsältesten gehorchten aber nur  insofern, dass sie die beiden Fahrzeug der vier christlichen Helfer auf das Schulgelände dirigierten, damit die Ausgabe der Güter dort vorgenommen werden könne. Glauben Sie wirklich, liebe Leser, dass nun die Sache erledigt gewesen wäre ? Nun, dann glauben Sie vermutlich auch alles, was uns bspw. eine  Bischöfin Kässmann erzählt, oder an den Osterhasen.

Wie auch immer: als der Mullah seine Autorität nun so „schnöde missachtet“ sah, weil die Verteilung noch immer weiterging, kam er mit ca. 20 seiner radikalsten Anhänger wieder und liess diese Narsbek, den er als Anführer der kleinen Gruppe von Christen ausgemacht hatte, nun auch körperlich attackieren. Der Orginaltext, den ich für Sie recherchiert habe, liebe Leser, nennt übrigens diese „Prügel-Mohammedaner“ lustigerweise „Zeloten“. Narsbek konnte aber jedenfalls  nicht lachen, denn er wurde von den Zeloten unter den unvermeidlichen „Allahu Akbar“ („Allah ist größer“, als dein Gott, du Ungläubiger !) – Rufen zu Boden gerissen, gewürgt und sah sich bereits als Märtyrer unserem Herrn Jesus begegnen. Sowohl er als auch sein Schwager Marazat hatten zuvor „ordentlich eines“ mit einem Stein über den Schädel bekommen.

Aber, noch war es nicht zweit für die beiden, ihre himmlische Wohnung zu beziehen (ich wollte schon immer wissen, wie die Tapeten im Himmel wohl aussehen, Sie nicht auch ?), denn Narsbeks Frau hatte sich unter Einsatz von akkustischer (haben Sie schon einmal eine Frau in Not kreischen hören ? Danken wir Gott für die schrillen Organe der Damen !)  und physischer Gewalt durch die Menge gearbeitet, um ihren Mann und ihren Bruder zu befreien. Mit Angriffen einer „schwachen“ Frau hatten die Zeloten wohl nicht gerechnet (ihr frauenfeindliches Weltbild lässt starke Frauen nicht zu, in diesem Falle: Gottseidank), so dass sich Narsbeks bessere Hälfte zu dem Mann vorarbeiten konnte, der gerade dabei war, ihren Ehemann zu erwürgen. Sie gab ihm wohl auch eines mit dem Stein und als der Griff des „Würge-Engel-Zeloten“ nachliess, konnte sich Narsbek befreien.

Alle vier Christen waren aber dazu gezwungen, in ihre Fahrzeuge zu steigen und mit diesen aus dem Ort zu flüchten. Bis auf die Windschutzscheibe von Narsbek´s Fahrzeug gingen durch Steinwürfe aufgebrachter Zeloten und ihrer Freunde alle Glasteile der beiden Fahrzeuge kaputt. Die Fahrzeuge der Flüchtenden sollen auperdem noch kilometerlang verfolgt worden sein.  Die bereits ausgeladenen Kartons mit Hilfsgütern wurden dann öffentlichkeitswirksam auf dem  Schulhof verbrannt.

Wie können wir uns das erklären, liebe Gutmenschen ? Haben wir noch Erklärungsmuster für dieses Verhalten ? Ja, sage ich. Der Mullah wollte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vor allem nicht, dass „dreckige Ungläubige“ mit ihren Geschenken „sein“ Dorf „verunreinigen“. Aus den Händen solcher „Affen und Schweine“ möchte man nichts entgegennehmen, egal ob man es braucht oder nicht. Die alte Regel „Not kennt kein Gebot“ gilt wohl nur für nichtislamische Gebiete. Traurig. Vor allem deshalb, weil wohl niemand hierzulande (außer Ihnen, meine lieben Leser) von solchen Dingen Kenntnis hat oder haben will. Aber vielleicht war es auch eine persönliche Angelegenheit, da der Mullah Narsbek nach dessen Konversion zum Christentum bereits einmal wegen „Drogenmissbrauch zum Zwecke der Konversion Gläubiger zu Jesus“ für ein Jahr ins Gefängnis gebracht hatte. Auf welche Ideen kommen die Christenverfolger sonst noch ? Sie können ganz offensichtlich die große Attraktivität des Evangeliums nicht erfassen. Vielleicht sollten wir für sie beten, damit sich das ändert.

Das Hilfsteam von Bruder Narsbek jedenfalls erstattete bei den zuständigen Behörden Anzeige, aber, welch Überraschung, die Polizei weigert sich, zu ermitteln.  Narsbek und Marazat mussten im Anschluss an diesen Tötungsversuch in jedem Falle ärztlich behandelt werden. Er selbst hat bis heute Probleme mit der Sehkraft des rechten Auges und wiederkehrende Kopfschmerzen. Immerhin hat Narsbek jetzt den Mullah verklagt, woraufhin die Justizbeamten sich ebenfalls unwillig zeigten, seiner Klage nachzugehen, bis sich ein Anwalt des Falles annahm. Er übt nun Druck auf die Behörden aus, den geltenden Gesetzen des Landes Geltung zu verschaffen und damit das „Anzetteln von religiösen Konflikten“ zu unterbinden.

BITTE BETEN SIE FÜR NARSBEK, DESSEN FRAU UND IHREN BRUDER MARAZAT. MÖGEN IHRE KÖRPER GEHEILT WERDEN UND IHNEN ETWAS IRDISCHE GERECHTIGKEIT, SO UNVOLLKOMMEN SIE SEIN MAG, ZUKOMMEN.

(Quelle: „voice of the martyrs, USA/persecutionblog.com“ vom 09. Juli 2012)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s