Syrien: „Kirche in Not“ beklagt manipulative Medienberichte

Das weltweit tätige und anerkannte, katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ hat unlängst die manipulative Berichterstattung über die Lage im Bürgerkriegs-geplagten Syrien beklagt.

Syrien

Der zuständige Projektreferent bei „Kirche in Not“,  Pater Dr. Andrzej Halemba, liess dazu folgendes verlautbaren:

 Ich stehe ständig mit den Kirchenvertretern in Syrien in Kontakt. Manche westlichen Medienberichte treffen dort auf große Empörung. Die Menschen fühlen sich von den internationalen Medien missbraucht und betrogen. Sie beklagen, dass der Westen nur seine eigenen Interessen vertrete.

Dem kann man als Beobachter der Medien nur zustimmen. Wenn dann mal unabhängige Quellen auftauchen, wird der ganze „Lügen-Tsunami“, den unsere Massenmedien Tag für Tag durchs Land spülen, deutlich konterkariert. Denn z. Bsp. ist dort von der massiven Christenverfolgung, die durch die „freien, revolutionären Aufständler“ durchgeführt wird, in wirklich keinem, einzigen Bericht die Rede. Es wird in sträflicher Ignoranz der Motive der Revolution ein Schwarz-Weiss-Holzschnitt erstellt, gegen den scheinbar keine Argumente und Fakten mehr helfen. Man will ganz offensichtlich auch in Syrien, wie in Libyen vorexerziert, die „Dinge in die Hand nehmen“. Ob die Syrer das wollen oder nicht.

Das Al-Hula-Massaker, dem nach glaubwürdigen Berichten aus dem Lande selbst vor allem Assad-Sympathisanten und Christen zum Opfer fielen, war aber von Anfang an „eine schlimme Schandtat der Regierung“ bzw. ihr nahestehender Milizen. In Wahrheit hatten lokale Sympathisanten der Muslimbrüder dort ihr eigenes Süppchen gekocht, „Feinde“ getötet, das Ergebnis dann abgefilmt und unter dem Motto: „Schaut, was die Regierung getan hat !“ ins Internet gestellt. Opferzahlen werden in schändlicher Regelmässigkeit von alles andere als neutralen „Beobachtergruppen“ mit dem Faktor 100 multipliziert. Erst zu Jahresbeginn wurde dies u. a. von Mutter Agnes-Mariam de la Croix bestätigt, die von nur sehr wenigen, bestätigen Opfern einiger Kämpfe sprach.
Über die Manipulation von Fotos, die teilweise schon Monate und Jahre vor dem Ausbruch der Kämpfe in Syrien gemacht wurden, schweige ich sogar.

 „Kirche in Not“ sehe als katholisches Hilfswerk seine Aufgabe nicht darin, sich politisch zu äußern, sondern helfe den leidenden Menschen. Es müsse jedoch klargestellt werden, dass „die Lage im Land viel komplizierter und schwieriger zu beurteilen ist, als die Medien im Westen es darstellen. Viele Medien machen sich die Berichterstattung zu leicht. Es scheint ignoriert zu werden, dass ebenfalls interne Machtansprüche, religiöse Spannungen unter den verschiedenen muslimischen Gruppierungen selbst, Stammesfehden sowie Rache- und Vergeltungsakte an der Tagesordnung sind und die Kriminalität im Lande aufgrund der instabilen Lage steigt.“

Tja, Pater Dr. Halemba. Recht gesprochen. Warum nur will niemand mehr zuhören ? Richtig. Weil die Urteile längst gesprochen und gefällt sind: der „Böse“ Assad muss weg, die „guten und ach-so-demokratischen“ Aufständler müssen an die Macht. Der Westen ist in dieser Hinsicht offensichtlich von allen guten Geistern verlassen und wird die Fehler von Libyen oder dem Irak wiederholen.

 Halemba berichtete, ein Kirchenvertreter, dessen Name aus Sicherheitsgründen nicht genannt werden kann, habe dem Hilfswerk mitgeteilt: „Wir sind Zeugen vulgärer Fälschungen, die ruhig und schamlos aus einer kleinen Demonstration, an denen ungefähr fünfzig Personen teilgenommen haben, eine Großdemonstration mit Hunderten oder Tausenden Teilnehmern machen. Die Bilder werden in Studios, die nur zu diesem Zweck eröffnet wurden, in Bildbearbeitungsprogrammen aus verschiedenen Stücken zusammengeflickt.“ Augenzeugenberichte würden vielfach ignoriert, wenn es darum gehe, bestimmten Interessen zu dienen. Auch habe man Bilder aus dem Krieg im Irak und andere vergangene Konflikte in den Medien eingesetzt, um über die Lage in Syrien zu sprechen.

Tja, da bleibt einem die Spucke weg und damit ist nur noch wenig zu kommentieren. Gut, dass nicht nur dieser Blog, sondern auch andere, noch besser vernetzte Organisationen diese Manipulation erkannt haben und die Wahrheit darüber verbreiten. Ob dies aber den Syrern, speziell den syrischen Christen helfen wird, bezweifle ich dennoch.

„Zerbrich den Arm des Gottlosen und Bösen / und suche seine Bosheit heim, dass man nichts mehr davon finde. 16 Der HERR ist König immer und ewig; die Heiden sollen aus seinem Lande verschwinden. 17 Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; du machst ihr Herz gewiss, dein Ohr merkt darauf, 18 dass du Recht schaffest den Waisen und Armen, dass der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.“ (Psalm 10, 15-18)

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR SYRIEN. DORT, WO IN ANTIOCHIA UND DAMASKUS DIE ÄLTESTEN GEMEINDEN ENTSTANDEN, KÖNNTEN NÄMLICH BALD ÄHNLICH WIE IM IRAK KEINE GESCHWISTER MEHR ÜBRIG SEIN, WELCHE DIE GUTE NACHRICHT DES EVANGELIUMS VORLEBEN UND WEITERSAGEN KÖNNTEN.

(Quelle: „kath.net“ vom 08. Juli 2012)

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