Iran: Youcef Nadarkhani – 1000 Tage unschuldig im Gefängnis

Youcef Nadarkhani, der seit nunmehr 1000 Tagen unschuldig in einem iranischen Gefängnis sitzt, muss sich voraussichtlich am 08. September 2012 einer neuen Anklage stellen. 

Pastor Youcef Nadarkhani

Wie unlängst aus dem Iran bekannt wurde, soll der Mann, dessen Anwalt Mohammed Ali Dadkhah mittlerweile selbst unter Anklage steht, jetzt Anfang September 2012 erneut in ein Gerichtsverfahren eintreten. Diesmal soll er sich wegen angeblicher „Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ verantworten. Ob er diese wohl während der letzten 1000 Tage begangen haben soll ? Seiner Inhaftierung am 13. Oktober 2009  war in jedem Falle ein Protest von seiner Seite gegen den obligatorischen Koran-Unterricht für seine Söhne Joel und David vorangegangen. Dieser Protest brachte ihn ins Visier der „Sicherheits-“ und „Justiz“-Organe seines Landes, die daraufhin begannen, ihn wegen diverser Vergehen anzuklagen. Letztlich steht vor allem der Vorwurf der sog. „Apostasie“ im Raum, was soviel bedeutet, wie als Muslim den Islam abzulegen und sich entweder gar keiner oder einer anderen Religion anzuschliessen.

Vergessen wir nicht: über dem Haupt von Pastor Youcef hängt noch immer ein gültiges, nur noch nicht vollstrecktes, Todesurteil eines iranischen Gerichtes wegen ebendieser „Apostasie“ ! Mittlerweile hat PastorYoucef auch drei Geburtstage im Gefängnis vebringen müssen.

Das „American Center for Law and Justice“, eine Menschenrechts-Monitorgruppe aus den USA, hat aus Anlass des 1000sten Gefängnistages von Bruder Youcef folgendes Video im Internet veröffentlicht, dass ich Ihnen zur Betrachtung (Englisch) empfehlen möchte. Geben Sie es auch ruhig an potentielle Interessenten weiter, die des amerikanischen Englisch mächtig sind.

BITTE BETEN SIE WEITERHIN FÜR DAS LEBEN UND DEN BEKENNERMUT UNSERES BRUDERS YOUCEF NADARKHANI. DIES IST SEIN EIGENER WUNSCH UND DEM SCHLIESSE ICH MICH HIERMIT ERNEUT AN !

(Quelle: „the christian post“ vom 08. Juli 2012)

Das US-Außenministerium hat jetzt eine Note publiziert, in der die Regierung des Iran dazu aufgefordert wird, Pastor Nadarkhani „unverzüglich“ freizulassen. Außenamts-Sprecherin Victoria Nuland:

 Pastor Nadarkhani sieht sich noch immer mit einem Todesurteil konfrontiert, schlicht und ergreifend weil er seinem Glauben folgt. Wir wiederholen unseren Aufruf an die iranischen Behörden, ihn sofort freizulassen.

(Quelle: „the christian post“ vom 10. Juli 2012)

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