In eigener Sache: Ich benötige Mitstreiter !

Liebe Leser dieses Blogs, gerne berichte ich über die Details und die allgemeinen Entwicklungen im Bereich der weltweiten Christenverfolgung. Zu Recht erwarten Sie mittlerweile von diesem, meinem Dienst, eine engagierte und pointierte Information darüber, was Christen in der Welt so alles zustößt.

Dieses Logo benutze ich seit diesem Jahr.Eigentlich waren die Ziele, die wir uns einst bei der Gründung unseres Gebetskreises gestellt hatten, sogar noch deutlich weiter gesteckt. Mittlerweile ist es aber, krankheitsbedingt und auch aus anderen Gründen, dazu gekommen, dass nur noch gerade so der Blog aufrechterhalten werden kann. Dies auch nur, weil ich selbst viel Zeit und Rechercheaufwand in dieses Projekt investiere, damit der Informationsfluss nicht abreisst.

Ich weiss, die Ferien- und Urlaubszeit ist gekommen und in diesen Wochen und Monaten haben auch Christen zumeist andere Dinge im Kopf. Dennoch nimmt die weltweite Christenverfolgung keine Auszeit, machen diejenigen, die Geschwister um ihres Glaubens willen beschimpfen, verprügeln, vertreiben und ermorden keinen Erholungsurlaub.

Ich bitte Sie deshalb:

  •  Bitte geben Sie die Informationen, die Sie hier erhalten auch an Freunde und Bekannte in den Kirchengemeinden weiter. Sprechen Sie über die Nöte der vefolgten Christen, auch wenn Sie dabei selbst in ihren Kirchen, ihren Gemeinden und Freundeskreisen viele Enttäuschungen erleben werden. Unser Schweigen ist die Waffe, mit der der Teufel die Feinde Christi ausstattet.
  • Bitte erzählen Sie ihren „Internet-affinen“ Freunden und Mitchristen in Ihren Gemeinden von diesem Blog. Weiter steigende Klickraten motivieren auch mich, diese Arbeit fortzuführen.
  • Bitte unterstützen Sie an Ihrem Ort bestehende Initiativen für verfolgte Christen. Die offiziellen Vereine und die Laiengruppen wie uns.  Setzen Sie sich doch z. Bsp. einmal mit einem der seriösen, christlichen Hilfswerke (HMK e. V. , „open doors“, „Helfende Hände für die Armen“, „Kirche in Not“ …)  in Verbindung und holen sich dort Informationen darüber, was Christen hierzulande tun können, um deren Arbeit zu unterstützen.
  • Bitte bilden Sie Netzwerke ! Die beste Grundlage, die wir engagierten Christen haben, ist das Wissen voneinander, unser Zusammenhalt und das Gebet füreinander. Wenn wir uns gegenseitig informieren (z. Bsp. über Veranstaltungstermine), einander im Einstehen für die verfolgten Geschwister bestärken, zusammenarbeiten und gegenseitig unterstützen, können wir vielleicht das Thema noch stärker in den Gemeinden verankern und den guten Hilfsorganisationen engagiert „zuarbeiten“.

Dafür benötige ich weiterhin Ihre Hilfe !

  • Kennen Sie Christen (bevorzugt in Berlin und Umgebung, aber auch im gesamten, deutschsprachigen Raum), die bereits in einer Initiative oder einem Projekt engagiert sind, das verfolgten Christen zu Gute kommt ?
  • Kennen Sie Gemeinden, Gemeindeleiter und Pastoren, die am Thema Christenverfolgung „dran“ sind und darüber auch offen reden können und wollen ? (Die „Geheimen Helfer“ gibt es auch.)
  • Gibt es (speziell in Berlin, aber auch sonst) Gemeinden, wo regelmässig für die Geschwister in Not gebetet oder sogar konkrete Hilfe geleistet wird ? Gibt es vielleicht bereits eine Laieninitiative, die für Information und Gedankenaustausch sorgt ?
  • Fühlen Sie sich dazu angeregt, meine Informationsarbeit und Gebets-Initiative zu unterstützen ? Möchten Sie als Autor(-in) im Blog, als Mitbeter (in meiner Stadt ?), als Ideengeber(-in) oder Korrespondent(-in) mit mir im Kontakt stehen ?

Dann melden Sie sich doch bitte unter der bekannten e-mail-Adresse

stefanus1@gmx.de

Ich würde mich über jede Art von Unterstützung freuen. Vor allem für persönliche, direkte Unterstützung beim „Neuaufbau“ eines realen, physischen Gebetskreises in Berlin wäre ich sehr dankbar. Hier noch ein Wort aus den Psalmen:

»Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen«, spricht der HERR, »ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.« (Psalm 12, Vers 6, Luther 1984)

Seien wir die Hände unseres Schöpfers, der aufsteht, den Elenden Hilfe zu schaffen !

Ihr

Martin Clemens Kurz
Berliner Gebetskreis „verfolgte Kirche“  

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8 Gedanken zu “In eigener Sache: Ich benötige Mitstreiter !

  1. Lieber Martin,

    Du hast Mitstreiter!

    Wohl nicht nur ich informiere mich täglich über diese Seite über die Lage der verfolgten Christen.
    Die Gebetsanliegen nehme ich mit in die Gemeinde und bei manchen kommt es in den Gemeindebrief.

    Wenn Du diese Namen und Schicksale nicht mehr hier postest, kann man nicht dafür beten.
    Dass der Teufel diese Aktion anfechtet, ist verständlich, aber wohl immer so bei geistlichen Anliegen.

    Auch wenn ich nicht jeden Tag hier schreibe, sind mir die Menschen, über die Du berichtest, wichtig.

    Also lasse Dich nicht entmutigen, wenn mal eine laue Zeit kommt und sich keiner meldet.
    Wie lange haben Missionare in fernen Landen ausgeharrt, bis sich einmal einer bekehrt hat.

    Liebe Grüße
    Ute

    • Heute nur ein kurzes „herzlichen Dank“ für die ermutigenden Worte. Sie fallen auf fruchtbaren Boden, denn auch ich bin nur menschlich. Es ist aber an der Zeit, dass hier in meiner Heimatstadt Christen aufstehen. Es ist immerhin die Hauptstadt Deutschlands und bei weitem nicht soweit „entchristlicht“ wie es sich die Politiker, Atheisten und Radikalen gerne wünschen möchten. Aber für die verfolgten Christen findet sich hier bereits seit Jahren keine echte Basis-Bewegung, die für einen Aufbruch in den Gemeinden sorgt. Auch meine Geduld ist endlich, da ich nicht in Gottes Ewigkeit rechnen kann, sondern nur in meiner begrenzten Zeit zusehen muss, dass etwas vorangeht.

  2. Ich muss Herrn Kurz wohl oder übel beipflichten. Es ist eine Sisyphusarbeit, die er leistet. Dafür herzlichsten Dank. Auch ich hatte über meine nur wenigen Erfahrungen berichtet, die im Vergleich zu seiner ausgeprägten und intensiven Arbeit für die verfolgten Mitgeschwister nur ein bescheidenes Minimum darstellen.

    Wir müssen uns den Realitäten stellen, dass selbst die meisten Christen, ja, leider auch insbesondere die Christenführer aller christlichen Gemeinschaften nicht über den Tellerrand hinausschauen wollen. Es interessiert sie einfach nicht. Sie sind mit ihrem Wohlfühlchristentum vollauf beschäftigt. Was hindert sie daran trotz aller schockierenden Bilder aus Ländern, die Christen und andere Menschen diskriminieren, verfolgen bis hin zu Folter und Tod!? Ist es Lethargie? Ist es aktiv-totales Desinteresse? Ist es Verdrängung?

    Jesus hat hier klare Anweisung gegeben. Ja, Jesu Botschaft wird speziell in diesem Punkt völlig ignoriert, als ob es innerhalb christlicher Gemeinschaften das Selbstverständlichste von der Welt wäre, Jesu geist- und heilvolle Anweisungen zu übergehen, und zwar völlig ohne Gewissensbisse, völlig ohne Unrechtsbewusstsein. Manchmal habe ich den Eindruck, als ob unsere Kirchenführungen alles lesen, nur nicht das Neue Testament. Ich habe den Eindruck, als ob die Kirchenführer ob der jesuanischen Prophezeiung, dass Christen um Jesu Willen verfolgt und getötet werden, um Gott einen Gefallen zu tun, angenommen wird ohne auch nur einen Hauch dagegen zu unternehmen. Als ob es eine Selbstverständlichkeit wäre, die Diskriminierung von Anhängern Jesu als Selbstläufer sehen zu dürfen. In keinem anderen Problemfeld ist ein solches Desinteresse förmlich mit den Händen greifbar zu spüren wie gerade in dieser Thematik. Ich erlebe es als Phänomen der Vogel-Strauß-Religionsführung und -verkündigung. Jesus hat Christen dieses Verhängnis vor Augen gehalten, es aber nicht gut geheißen. Wir lassen Menschen in übelster Lebenssituation einfach allein. Noch nicht einmal ein sonntäglich regelmäßiges Gebet in allen Gemeinden Deutschlands, eines Bundeslandes, nicht einmal einer Stadt ,geschweige denn auch nur in einer Gemeinde für diese bedauernswerten Seelen ist offenbar möglich.

    Und noch weniger verständlich ist das Negieren der Gemeinden gerade dieser Verfolgungsproblematik, weil das Glaubensleben gerade der Christen in Verfolgungssituation einen echten fast körperlich zu spürenden Glaubensgewinn für unsere lauen Christen sein könnte und wäre. Ja, selbst die Jugend, die sich doch mit dem Glauben so schwer tut, könnte gerade durch aktive Hilfe in diesem Bereich für das Christentum begeistert werden. Wir als greisenhafte und offensichtlich in dieser Frage abgebrühten Christenschar hätten sogar noch mehr Gewinn in Sachen Glauben und Liebe, wenn wir Christen uns aktiv für diese Menschen geistlich und geistig, aber auch finanziell je nach Möglichkeit aktiv einsetzen würden, weil sie uns praktisches Vorbild sind. Wir verehren die alten Märtyrer der Kirche als Heilige. Dabei haben wir vor unseren Augen Märtyrer en masse, die wir jedoch völlig ignorieren. Wir sind uns der Bedeutung des hl. Stefanus aus dem NT völlig bewusst. Aber wir verraten durch unsere Untätigkeit die vielen tausend Stephanusse der Gegenwart, die vor unseren Augen abgeschlachtet werden wie kürzlich in Nigeria, in Irak, in Ägypten, in Pakistan, usw., geschehen, ohne auch nur einen Finger zu rühren. Wir gehen zur hl. Kommunion, zum Abendmahl, in dem wir uns mit Jesus geistlich, geistig, ja sogar körperlich verbinden, aber auch mit den Mitchristen, die uns dann durch das gebrochene Brot Geschwister werden. Nur an die verfolgten Geschwister denken wir nicht, obwohl gerade sie unser Brotbrechen in geistiger Weise nötig hätten. Wir hätten aktiv die Möglichkeit, aus dem Trott, ja auch der religiösen der Gewohnheit auszubrechen und unseren christlichen Glauben von innen her mit Begeisterungsfähigkeit für diese Menschen und somit auch für Jesus zu füllen. Wer kann geringer sein als eine Glaubengeschwisterpersönlichkeit, die akut verfolgt wird. In diesem „Geringsten“ dürfen wir Jesus sehen. Wir jedoch in unserer Sattheit und Gleichgültigkeit sehen nicht einmal das Leid, das sich vor unseren Augen abspielt.

    Offensichtlich sehen wir Jesus lieber abstrakt geschnitzt am Holzkreuz als in diesen bedauernswerten Mitgeschwistern. Wir ignorieren bewusst das Leiden Christi. Wir feiern jedes Jahr Karfreitag in feierlicher Form, wir verraten aber das ganze Jahr über Christen und andere Menschen in Verfolgungssituation. Judas hat Christus nur einmal verraten und das hatte für ihn schlimme Folgen. Wir jedoch verraten Christus jeden Tag, ja, jeden Tag mehr. Selig, die das Wort Gottes = Jesus hören und es befolgen.

    Jesus wird offensichtlich nicht mehr ernst genommen von Christen, egal ob von in leitender Funktion oder nicht.

    Was sind die ursächlichen Gründe für dieses schizophrene Verhalten? Für arme Menschen öffnen wir den Geldbeutel, was gut und richtig ist. Für verfolgte Menschen haben wir kaum einen Wimpernschlag übrig, obwohl beides im jesuanischen Programm Pflichtübung wäre.

    Neben der praktizierten Gleichgültigkeit sehe ich als weiteren Grund für dieses grobe Fehlverhalten die Mentalität des Relativismus, des „Alles-unter-den-Deckmantel-der-Liebe-halten-Wollens“. Es ist ja so schön einfach, die Täter und deren Beweggründe nicht nennen zu müssen, wenn man das Gesamtproblem ignoriert oder nur eben alibi-mäßig ankratzt. Man sieht die toten und verfolgten Christen ja nicht als Islamverfolgte, sondern nur als Opfer ethnisch-sozialer Verhältnisse. Damit fallen sie aus der Kaegorie „verfolgt“ heraus. Sie sind Opfer gesellschaftlicher Missstände. Diese heuchlerische und feige Geisteshaltung führt dazu, dass der Islam sein Gesicht nicht verlieren muss. Er kann seine Ausgrenzungsmaske aufbehalten und trotz und entgegen aller tödlichen Fakten den Schein einer Religion des Friedens wahren.

    Rückgratlose Politiker und Kirchenführer aller christlichen Gemeinschaften helfen ihm dabei und halten mit der Wahrheit hinter dem Berg. Man lässt sich gern täuschen von weltmännisch auftretenden Muslimführern wir Herrn Imam Idriz aus München und vertraut auf seine Lügen, die er legal in den Dienst seiner Religion stellt. Der Islam denkt in Jahrhunderten, wir, die wir nicht einmal echte Christen sind, nur bis zur nächsten Wahl, die dann doch immer gleichförmig ausfällt.

    HInter dieser Maskerade kann man die Verfolgungssituation für Christen gut verstecken. Sie existiert einfach nicht.Wir hören dann bestenfalls, dass der Islam (entgegen vieler explizit anders lautender Tötungs-, Nichtfreundschafts-, Höllen- und Ausgrenzungsverse) missbraucht wurde und wenn, dann sind andere politische und wirtschaftliche Verhältnisse schuld. Was nicht existiert, muss weder erkannt noch bekämpft werden. Das ist dann der propagandistische Erfolg des Islam leider auch in den Kirchen, die fatalerweise meinen, dass Musilme und Chrsten/Juden denselben Gott anbeten. Würde der Islam als geistiger Brandstifter öffentlich als Verfolgerreligion entlarvt, was bei den Untaten ein Leichtes wäre, wäre es mit der Harmonie der künstlich aufrechterhaltenden Art zwischen den Religonen vorbei. Da der Islam selbstkritikresistent und -unfähig ist und Gewaltanwendung eines seiner strategischen Stilmittel ist, hält man sich die Schlange ruhig, bis zu halt zubeißt.

    Dieses Desinteresse an den verfolgten Christen in islamischen Ländern hat somit einen Grund. Man will den Vertretern des Islam nicht vor den Kopf stoßen. Man will die islamischen Größen (Allah und Mohammed) nicht kritisieren, da das alles doch in blutigen Szenarien enden könnte. Somit ist die Feigheit vor der Wahrheit als zumindest ein Grund für das Verhalten von Christen hier im noch freien Europa auszumachen.

    • Herzlichen Dank ! In Ihren Worten steckt wie immer so viel Prägnanz und Wahrheit, dass mir kein Raum mehr bleibt, etwas anderes zu tun als die volle Zustimmung zu bekennen. Wenn ich allein höre, wie in den „offiziellen“ USA und in Deutschland sowieso über die Lage in Nigeria gesprochen wird. So viel Verleugnung klarer Fakten, offensichtlicher Zusammenhänge der Verfolgung ist schon fast ein krankhafter Zustand. Die Verkrampftheit, mit der der im Land bereits laufende und sich verstärkende Religionskrieg geleugnet wird, ist geradezu pathologisch. Und leider auch pathogen, also ansteckend, denn wieviel man auch schreibt oder mit anderen Christen redet: das einzige, was dabei herauskommt ist, dass man sich selber von den Gutgläubigen isoliert, die den Massenmedien mehr glauben, als der geistlichen Perspektive. Friede, Freude, Eierkuchen und die Gemeinde ein einziger „Wohlstands- und Wohlfühl-Raum“. Ich gestehe, ich hab´s gründlich satt und erkunde meine Nähe nach einem schönen Loch, wo ich als Eremit mit Gott und der Bibel alleine bin.
      Ja, wir sollen vor allem unseren Geschwistern ständig vergeben. Was aber, wenn diese sich keines Vergehens bewusst sind und nicht einmal um Vergebung bitten ? Sogar der allmächtige Schöpfer will gebeten werden, wenn es z. Bsp. heisst „Bittet, so wird euch gegeben….“. Von alleine hat selbst Christus nicht geheilt (oder nur selten), sondern Er fragte meist nach dem „Begehr“ der Leute, die ihn anriefen. Wenn sie ihre Krankheit offenlegten, heilte Er. Die Krankheit in unseren Gemeinden, die gefährliche Ignoranz für alles „Unbequeme“, wird aber nicht bekannt. Soll man sie dennoch vergeben ?

      • Werter Stefanus1m. Danke für Ihre Reaktion. Sie sprechen die Problematik an. Das fehlende pathologische Nicht-erkennen-Wollen der Wahrheit und das völlig künstlich aufrecherhaltende fehlende Unrechtsbewusstsein sind es, die die Sünde der Nichtbeachtung von Christen und Menschen in Verfolgungssituation im Grunde festschreibt. Keine Forderung an Islamrechtsschulen, keine Forderung an führende Islamgeleerte, sich endlich einmal selbstkritisch mit ihrer eigenen Religion auseinander zu setzen. Nur Schweigen, Verzagtheit und schwammige Ausreden sind aus den Mündern fast aller Kirchenführer zu hören, außer einigen Bischöfen, deren Gemeinden und sie selbst in Verfolgunssituation stecken. Die müssen, obwohl sie selbst und um ihre Schäfchen leiden, auch noch unsere Arbeit mitmachen, die wir aus Feigheit nur zu gern versäumen.

      • Ja, es ist richtig, die schlappen Kirchen-Schlaffis verraten Jesus an jedem Tag, den sie völlig nutzlos Sauerstoff auf diesem Planeten verbrauchen. Sie verraten ihn in den Verfolgten, deren Leid sie nicht um ihren Schlaf bringt.
        Nebenbei: Selbstkritik und Islam, das geht nicht zusammen, aber das ist nicht mein Thema. Dazu haben bedeutende Autoren und akribische Forscher wie Mark A. Gabriel, David Wood und Robert Spencer wohl alles schon gesagt und geschrieben, was zu sagen und zu schreiben wäre. Vielmehr müssen unsere Politiker und Kirchenführer damit aufhören, den Islam als „reformationsbedürftig“ schönzureden. Die Reformation haben die Muslime seit dem frühen 20. Jahrhundert bereits hinter sich. Man befasse sich nur einmal ganz oberflächlich mit den Namen „Abul-Ala Maududi“, „Sayid Qutb“ und „Hassan Al-Banna“, dem Vater aller Muslimbrüder. Reformation hiess für uns Christen ja die Rückkehr zu den Ur-Schriften, einen gewaltigen Schritt zurück zur „Urgemeinde“ und weg vom mit unbiblischen Dingen vollgestopften Volksglauben. Das haben diese Leute auch gemacht mit der erkennbaren Konsequenz, dass aus den Ur-Schriften ihrer Religion nun die Muslimbrüder, die Taliban und das Al-Kaida-Netzwerk hervorgesprossen sind. Dies sind die Kinder der islamischen Reformation und jeder Kirchenfuzzi, der auch nur eine Gehirnzelle übrig hat, könnte das wissen und auch offen darüber reden.
        Aber das eigentliche Problem liegt nicht bei „den Muslimen“, sondern bei uns, die wir weder unsere Glaubensinhalte noch die darauf gründenden, ethischen Werte zu verteidigen bereit sind. Wäre schön, in meiner Stadt wenigstens eine Handvoll von Leuten zu finden, die das ähnlich sehen. Alles liegt in Gottes Hand.

  3. da es schwierig ist, sich um alle Menschenrechtsverletzungen zu kümmern, habe ich mich auf solche an Aramäern bzw. Christen in Türkei, Irak, Iran spezialisiert.

    Sie sprechen immerhin in etwa die Sprache unseres Herrn und haben eine der ältesten Kirchen der Erde. Leider gehen sie bei Diskussionen um 1915 meist unter, meist ist nur von den Armeniern die Rede. Bis vor wenigen Jahren verwechselte ich selber sie noch mit Kurden. Der Herr hat mir eine Liebe zu diesem Volk geschenkt, auch mit den vielen Schwächen.

    Wenn jemand mir helfen kann: bitte Informationen darüber.

    Und: Was kann ich tun? weiß jemand, mit wem ich mich noch austauschen kann?

    (Ich könnte mir vorstellen, daß ich zunächst Informationen sammle, dann mich mit Partnern austausche und das man dann beispielsweise an die Öffentlichkeit geht, etwa mittels Presse.)

    Falls Prssearbeit:
    Wo und wie kann ich an die Presse herantreten? Allerdings habe ich fast keine Erfahrungen damit.

    So – ich hoffe, daß mein Kommentar an dieser Stelle richtig plaziert ist, ansonsten bitte an die passende Stelle verschieben.

    • Die syrisch-orthodoxen diverser Spielarten gehen tatsächlich etwas unter in der Rezeption diverser Menschenrechtsverletzungen. Obwohl durch den verlorenen Prozess um den Grund und Boden des Klosters „Mor Gabriel“ ja wieder ein wenig Öffentlichkeit erreicht wurde. Aber durch die Tatsache, dass sich die Vertreibung und Verfolgung der aramäisch-sprechenden Christen bereits über ein Jahrhundert lang hinzieht und viele syrisch-orthodoxe Christen in einer Art weltweiten „Diaspora“ leben, ist es schwer, ihre Interessen so zu bündeln, wie es möglicherweise notwendig wäre.
      Ihre lautstärkste und bekannteste Sprecherin in Deutschland ist die bekannte Novizin, Schwester Hatune Dogan, deren Hilfswerk „Helfende Hände für die Armen – Schwester Hatune Stiftung“ sich auch für die nahöstlichen Christen einsetzt.
      Presse-Kontakte empfehle ich persönlich eher, wenn man selbst eine Veranstaltung initiiert hat und man dazu einladen will. Dann stehen online verschiedene, teils kostenlose, Presseverteiler zur Verfügung. Wie effektiv diese Dienste allerdings arbeiten, kann ich nicht sagen, da ich selbst sie noch nicht genutzt habe.
      Ansonsten gilt für Pressearbeit das, was immer gilt: Netzwerke bilden. Wenn man in der eigenen Region einen (vielleicht „nur“ Lokal-) Journalisten kennt, dann kann man ihn ja für bestimmte Themen zu sensibilisieren suchen. Auch hier ist es wieder besser, wenn man etwas „konkretes“ in der Hand hat, als zu einer PK oder einem Vortrag einladen kann.
      Was die Idee der Informations-Akkumulation angeht, so empfehle ich dies ausdrücklich. Gute Idee, wer sich in ein Thema hineinarbeitet und über Material verfügt, der kann im Anschluss sein persönliches Umfeld und später vielleicht auch Leute in Schlüsselpositionen überzeugen, dass ein Engagement für die Aramäer etc. nicht umsonst ist. Vielleicht prüfen Sie in dieser Hinsicht mal die Erfahrungen von Organisationen wie der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ o. ä. und nehmen zu denen Kontakt auf.
      Wie auch immer, ich bitte Sie ganz herzlich, mich über ihre zukünftigen Erfahrungen auf dem Wege zu informieren. Es würde mich sehr freuen, wenn wir uns über das Schicksal der Tradtions-Kirchen in der Türkei, dem Irak und Iran auch in Zukunft austauschen würde. Ihre Initiative finde ich ausgesprochen gut, weil fokussiert, und würde sie gerne, soweit Sie das möchten, publizistisch unterstützen.
      Also sobald Sie einen Sachverhalt der Verfolgung dieser Christen darstellen möchten oder eine Veranstaltung anschieben, die dieser Thematik Raum gibt, würde ich mich sehr über eine möglichst detaillierte Nachricht freuen, die ich dann gerne veröffentlichen werde. Es ist höchste Zeit, dass man einander unterstützt und sich in positiv-verstärkender Art und Weise miteinander vernetzt.
      In diesem Sinne ! 🙂 Alles Gute und viel Erfolg !

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