USA: Missionar in North Carolina verhaftet

Über das Anwachsen einer christenfeindlichen Stimmung in den USA habe ich ja in der entsprechenden Länderrubrik schon öfter berichten müssen. Nun kommt ein neues, absurdes „Schmankerl“ ans Tageslicht:

Am Abend des US-Nationalfeiertages „Independence Day“, dem 04. Juli 2012, wurde der Missionar Jesse Boyd von „Full Proof Gospel Ministries“ in Holly Ridge, North Carolina, verhaftet worden. Er kam gerade von einem 13-monatigen Missionseinsatz zurück, der ihn in 18 Länder der Welt geführt hatte. Unter anderem in Südafrika und Bangladesh gab er dabei Zeugnis von Christus und verteilte über 150.000 Schriften während dieser Missionsreise. Zentrum seiner Aktivitäten war dabei aber Nepal, wo Boyd mit seiner Frau und drei Kindern in der Hauptstadt Kathmandu lebte.

Er und sein vertrauter Mit-Evangelist aus Nepal, der aus Oklahoma stammende Missionar Ricky Springer, waren nach ihrer Rückkehr von örtlichen Christen zur „Independence Day“ – Feier im Stadtpark von Holly Ridge eingeladen worden, um dort zu predigen und Zeugnis zu geben. Boyd und Springer verteilten dabei viele Traktate und sprachen mit Menschen über die Errettung durch Christus. Dann begann Ricky Springer damit, über das Evangelium zu predigen, wobei er, um dem Lärm der Musik auszuweichen, ein batteriebetriebenes Megaphon nutzte.

Ca. 30 Minuten predigte Springer den Passanten und Anwesenden über die Sünden, die Vergebung und andere wichtige Dinge, ohne die geringste Einmischung der Polizei. Als ein offensichtlich angetrunkener Bürger von Holly Ridge damit begann, Springer in ein aufgeregtes Gespräch zu verwickeln, wurde die Polizei aufmerksam. Jesse Boyd, den der Betrunkene dann zu einem Boxkampf aufforderte, versuchte, die Situation zu beruhigen, als Sergeant Keith Whaley von der Polizei seinen „Kollegen“ Ricky Springer dazu aufforderte, sein Megaphon auszuschalten. Diese Situation ist geradezu beispielhaft dafür, wie Christen im öffentlichen Raum vieler Länder behandelt werden. Sobald irgendjemand an ihren Aktivitäten Anstoss nimmt, sei es ein Betrunkener in einem Park in der US-Provinz oder ein hasserfüllter Atheist in einer deutschen Hochschule, dann wird nicht etwa der Betrunkene oder der Atheist zur Rechenschaft gezogen, sondern immer der Gläubige. „Zufälle“ gibt´s …

In jedem Falle fragten Boyd und Springer den Polizeibeamten, welches Gesetz sie denn wohl verletzen würden und bekamen, wie in solchen Fällen oftmals üblich, keine definitive Antwort. Daraufhin meldete sich Boyd telefonisch bei der Polizei, um nachzuforschen, ob Sergeant Whaley ihre verfassungsmäßigen Rechte verletzen würde, indem er ihnen die Festnahme für den Fall des fortgesetzten Predigens per Megafon androhte. Daraufhin kam 10 Minuten später der Sergeant mit seinem Boss, dem Polizeichef John Maiorano, zurück, um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen. Kein Megafon, sonst Festnahme.

Wieder fragte Boyd die beiden Polizisten, gegen welches Gesetz die Missionare denn wohl verstießen, woraufhin die Gesetzeshüter maulend und rachedürstig davontrabten. Der inzwischen ein wenig entnervte Boyd erinnert sich daran, nun das Folgende geäußert zu haben:

 Ich kam nicht zurück aus der Dritten Welt, wo ich alle Arten von Rauch, Feuer und Prügel für das Evangelium eingesteckt habe, um in einem Land derartig behandelt zu werden, dass angeblich die freie Meinungsäußerung zur Grundlage hat.
Ich rief den Polizisten, als sie davontrabten, zu: „Das sind die USA, nicht die Sowjetunion ! Schämt euch, ihr müsst Buße tun ! Ich zeige keinen Mangel an Respekt für für Sie. Ich respektiere Ihren Beruf, aber nicht Ihre Art, ihn auszuführen. Dies ist doch Amerika !“

Kaum hatte er das Wort „Buße“ ausgesprochen, da wandten sich die Polizisten auf dem Absatz um und legten ihm Handschellen an. Für uns echte Gläubige keine Überraschung. Alle Sünder, die auf ihr dringendes Bedürfnis nach Buße hingewiesen werden, sind zutiefst getroffen und schockiert. In jedem Falle versuchte Ricky Springer die Verhaftung mit einer Videokamera zu dokumentieren. Der Polizeichef Maiorano hinderte ihn jedoch daran, blockierte seinen Arm und rangelte mit ihm. Manch überführter Sünder ist sich wahrlich keiner Idotie zu schade, um der notwendigen Buße zu entkommen.

In jedem Falle wurde Boyd abgeführt, in die „Onslow“-Polizeiwache gebracht, wo er zwei Stunden lang festgehalten und mit einer Geldbuße von 500 US-Dollar versehen wurde. Was ist laut Protokoll sein Verstoß ?

„Der Gebrauch von beleidigender Sprache, die zu einer gewalttätigen Reaktion herausfordert“. Boyd wundert sich immer noch, dass die Worte „Buße“ und „Schande“ bereits beleidigende Sprache in einem Land sein sollen, das sich so viel auf die freie Meinungsäußerung einbildet.  Am 30. August wird in jedem Falle eine gerichtliche Anhörung zu dem fraglichen Vorfall abgehalten werden. Boyd hat enige sehr interessante Bemerkungen dazu gemacht, die ich hier abschließend noch zitieren will:

 Diese erfundene Anklage fusst nur auf einem üblen Polizei-Beamten, der seinen Hass auf das Evangelium herausliess und seine Authorität missbrauchte. Außerdem ein Polizeichef, der lieber seinen Beamten deckte, anstatt das Gesetz zu respektieren.
Ich habe 13 Monate in kommunistischen, muslimischen und anderen Ländern ohne Freiheiten verbracht und erst in Amerika werde ich am Unabhängigkeitstag verhaftet aufgrund von falschen Anschuldigungen, weil ich das Evangelium gepredigt habe.

Lk 6,22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen.

Tja, wir sehen: Christus hat es vorhergesehen. Nur wusste bislang kaum jemand, wie weit es damit schon in den USA gediehen ist. „God´s own country“ verkommt, ähnlich wie Westeuropa, von Minute zu Minute mehr, wie es scheint.

BITTE BETEN SIE DOCH EINMAL AUCH DAFÜR, DASS DAS EVANGELIUM FREI UND UNGEHINDERT VERKÜNDET WERDEN DARF. ÜBERALL AUF DER WELT. DAS IST VIEL VERLANGT, ABER BEI GOTT IST NICHTS UNMÖGLICH, WIE MEIN TAUFPASTOR IMMER SAGTE.

(Quelle: „christian news network“ vom 05. Juli 2012)

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