Iran: erneut Hauskirchen gestürmt – Christen verhaftet

Nachrichten aus dem Iran dringen manchmal nur sehr langsam an die Weltöffentlichkeit. Die wachsende Kontrolle über die Medien durch die Regierung (Internet, Satelliten-TV, etc.) und das anzunehmende Desinteresse „westlicher“ Medien, Politiker und Kirchen an den Details des „Über-„Lebens der Christen im Iran machen es möglich.

Iran

Aber NOCH gibt es einige, zuverlässige Quellen, die noch nicht vom iranischen Geheimdienst oder den Revolutionsmilizen verstopft wurden. So kam jetzt ans Tageslicht, dass bereits im Mai zwei weitere Hauskirchen in der Khorasan-Provinz gestürmt und Gläubige dort verhaftet worden sind. In Neishabour sprengten Agenten des „Ministeriums für islamische Rechtleitung“  in Zivil am 25. Mai 2012 ein Hauskirchentreffen. Einen Tag später, am 26. Mai 2012, wurde in Mash-Had eine weitere Hauskirche von Agenten der „islamischen Republik“ gestürmt. Die Quellen der christlichen Nachrichtenagentur „Farsi Christian News Network“ (FCNN) sprechen in diesem Zusammenhang von  „koordinierten Angriffen“.

Zwei der in Neishabour Verhafteten, von denen aufgrund der komplizierten Nachrichtenlage nur die Vornamen bekannt sind (Hadi und Alireza) oder veröffentlicht werden können, wurden von den anderen Inhaftierten getrennt und nach Mash-Had verbracht, wo sie einer „aggressiven Befragung“ (auf gut Deutsch: Folter) ausgesetzt wurden. Hadi ist ein relativ Frischkonvertierter, dem das „Organisieren und Leiten“ einer Hauskirche vorgeworfen wird. Seine Aktivitäten wurden schon länger mehr oder minder offen durch die „Basij“-Milizen überwacht und eingeschränkt.

Im Fall der attackierten Hauskirche von Mash-Had kann nur gesagt werden, dass alle dort angetroffenen Gläubigen zunächst eimal verhaftet wurden. Einer von ihnen, der ebenfalls namentlich bekannt ist (Vahid Zardi), hatte bereits im Jahre 2007 das zweifelhafte Vergnügen der Gastfreundschaft iranischer Gefängnisse. Diese Übergriffe treten sicher nicht zufällig in einer Zeit auf, in der iranische Top-Geistliche sich immer offener „besorgt“ zeigen über das angebliche Anwachsen einer christlichen Erweckungsbewegung im Land.

BITTE BETEN SIE FÜR ALLE (HAUS-) CHRISTEN IM LAND. MÖGE IHR ZEUGNIS UNS ZUR WARNUNG VOR STAATLICHER REPRESSION UND ZUM BEISPIEL FÜR STANDHAFTIGKEIT DIENEN.

(Quelle: „FCNN“ vom 05. Juli 2012)

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