Deutschland: Christen „Menschen zweiter Klasse“ ?

Dass Christen in Ländern, die von autoritäten, sozialistischen Regimen geprägt sind oder stark islamisch geprägt sind, keine gleichgestellten Bürger oder wenigstens geschützte Minderheiten sind, das wissen alle Leser dieses Blogs und alle diejenigen, die sich Gedanken über die Hintergründe und Zusammenhänge der Christenverfolgung machen.

Deutschland

Der nicht unumstrittene Journalist und Publizist Udo Ulfkotte („der Krieg in unseren Städten“) hat sich jetzt auf dem Portal des ebenfalls durch die Unterstützung teils sehr abstruser Theorien berüchtigten Kopp – Verlages über die Stellung von Christen in unserer Gesellschaft geäußert. Muss man die Äußerungen Ulfkottes deshalb aber abwerten oder marginalisieren ? Machen wir uns doch selbst ein Bild. Immerhin kann man Ulfkotte nie vorwerfen, er würde nicht intensiv recherchieren und seine Schlussfolgerungen sachlich begründen. Schauen wir mal: Schon seine Eingangsthese muss als provokativ angesehen werden.

 Wer im deutschsprachigen Raum Christen verhöhnt, der bekommt flächendeckend Beifall. Wer nachweislich wahre Tatsachenbehauptungen über Muslime verbreitet, der bekommt es mit dem Staatsschutz zu tun.

Wäre dies tatsächlich wahr, müssten wir konstatieren, dass die Scharia bereits freiwillig von Kulturschaffenden, Medien, der Justiz und Politikern praktiziert wird. Denn eine kritische Hinterfragung der Dogmen des Islam ist in allen Staaten, die die Scharia als Grundlage ihrer Rechtsprechung ansehen, verboten. Ebenso wie die „Beleidigung des Propheten“. In Kuwait wird jetzt sogar die Kritik an den Ehefrauen Mohammeds unter Strafe gestellt. Zensur und Denkverbote inklusive. Wer nämlich nachweislich kein Sterbenswort über die sog. „Blasphemiegesetze“ Pakistans verliert, in denen Nichtmuslimen jegliches Urteil über den „Propheten“ Mohammed verboten wird und die immer wieder für eine aktive Benachteiligung von Nichtmuslimen in privaten Rechtsstreitigkeiten herhalten, aber hierzulande für islamischen Religionsunterricht eintritt, sollte sein eigenes Wertegerüst einmal auf Verfassungs-Konformität überprüfen. Aber schauen wir mal, was Herr Ulfkotte noch so im Köcher hat:

 Ein anderer Künstler, Andres Serrano, hat ein Kreuz in einen Behälter mit Urin gesteckt. Selbstverständlich müssen Christen auch das hinnehmen. Er nannte das Kunstwerk »Piss Christ«.

Wenn umgekehrt Schweineköpfe kunstvoll vor einer Moschee abgelegt werden, dann ist das selbstverständlich keine Kunst, sondern ein Angriff auf den Glauben von Muslimen. Und dann werden die Verdächtigen sofort festgenommen. Man nennt das dann »islamfeindlich«. Haben Sie schon jemals von einer Festnahme wegen »Christenfeindlichkeit« gehört?

Eigentlich nenne ich so etwas, wenn man einfach mal den Wahrheitsgehalt der erwähnten Beispiele voraussetzt, einen Verstoß gegen den Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz. Es gelten, wenn Ulfkotte Recht hat, bereits heute pakistanische Verhältnisse, wie ich sie so gerne nenne, weil dieses Land eines der Musterbeispiele für die gewollte und praktizierte Diskriminierung aller Nichtmuslime ist. Aber auch Ägypten oder das „ach so liberale“ (hüstel) Indonesien können hierfür herhalten. In deutschen „Bildungseliten“ gilt offensichtlich der Grundsatz: „Das Christentum kann niemals Opfer sein, sondern muss immer als Täter (Kindersmissbrauch, „Revolver-Evangelisation“, „Diskriminierung von Homosexuellen“ etc.) gebrandmarkt werden.“

Auch die teils fatale Rolle der Medien in der Ungleichbehandlung von Christentum und anderen Religionen prangert Ulfkotte, der immerhin selbst Teil der Medienmaschine ist, unmissverständlich an:

 Mit GEZ-Gebühren werden also jene bezahlt, die das Wertesystem von Christen mit Füßen treten. Wenn muslimische Imame Kinder vergewaltigen, dann berichten unsere Medien nicht darüber. Wenn Imame wie Yasser Schahad wegen Kindesvergewaltigung aus westlichen Ländern abgeschoben werden, dann schweigen unsere Medien. Wenn allerdings christliche Priester sich an Kindern vergehen, dann ist das aus Sicht unserer Medien ein Beleg für die Verkommenheit unserer Kirchen.

Sollte dies tatsächlich so sein, dann müsste man die Motivation der Medienschaffenden in diesem Lande gehörig hinterfragen. Gibt es außer Peter Hahne keine christlichen Journalisten mehr, die in den Massenmedien arbeiten ? Aber Udo Ulfkotte geht immer weiter in seinem Rundumschlag gegen eine „verkommene“ Gesellschaft:

 An Berliner Schulen werden Andersgläubige von Muslimen seit Jahren schon als »Scheißchristen« bezeichnet. Wir akzeptieren das, lassen uns immer öfter »du Scheiß Christ« nennen. Schließlich haben nicht wenige Muslime nichts anderes als Rassenhass auf ethnische Deutsche. Man spricht nur nicht darüber. Und niemand schützt die ethnischen Deutschen vor den rassistischen Angriffen.

Mittlerweile ist davon auszugehen, dass nicht nur junge, in ihren Moscheen zum Hass auf alle Nichtmuslime erzogenen Muslime das Wort „Christ“ als Schimpfwort missbrauchen. Wer jemals an einer christlichen Kundgebung gegen Abtreibung, Christenverfolgung oder Kirchenschliessungen teilgenommen hat, der weiss, wieviel völlig unprovozierter Hass auch von Linken, sog. „Antifaschisten“ auf Gläubige ausgeschüttet und im wahrsten Sinne des Wortes „ausgespuckt“ wird. Es bleibt aber immer noch die Tatsache zu konstatieren und zu betonen, dass „Christ“ mittlerweile in der öffentlichen Wahrnehmung ungefähr den gleichen Stellenwert hat wie „Raubmörder“ oder „Kinderschänder“. Ich selbst habe es am Arbeitsplatz und in diversen beruflichen Schulungen erleben müssen.

In diesem Zusammenhang beschreibt Ulfkotte auch eine seiner eigenen Erfahrungen. Vom e-mail Account eines türkisch-stämmigen Mitbürgers war er vor zwei Jahren als „Scheiß Christ“ etc. beschimpft worden. Die Strafanzeige, die er deshalb wegen Beleidigung stellte, verlief wie folgt:

 Der zuständige Staatsanwalt – ebenfalls rein zufällig ein Mitbürger mit »Migrationshintergrund« – fand die vorgenannten Äußerungen keineswegs verunglimpfend und stellte das vom Autor beantragte Strafverfahren gegen die türkischstämmigen Mitbürger ein. Ein türkischer Muslim darf einen Deutschen demnach heute straflos als »Scheiß Deutschen« titulieren. Das ist die eine Seite. Versuchen Sie im Gegenzug aber bitte nie, einem türkischen Muslim zu schreiben, er sei ein »Scheiß Türke« oder ein »Scheiß Muslim«. Denn dann werden Sie als Nicht-Muslim sofort am eigenen Leib in diesem »Scheiß Land« mit einer brutal hohen Strafe zu spüren bekommen, was es heißt, ein »Scheiß Deutscher« zu sein – ein Mensch zweiter Klasse in der eigenen Heimat.

Nun, diese Erfahrungen könnten sicher noch viele, andere Mitmenschen bestätigen. Schüler Berliner Oberschulen, Journalisten, die Themen wie „Christenverfolgung“, „Scharia-Paralleljustiz in Deutschland“ oder „Judenhass im Islam“ aufgreifen oder Politiker, die es leid sind, dem schleichenden, gesellschaftlichen Kotau vor den Denk- und Sprechverboten zu diesen Themen Folge zu leisten. Ob dies aber eine speziell gegen europäische, gegen deutsche Christen gerichtete Entwicklung ist, wie Ulfkotte in der Überschrift zu seinem Artikel deutlich machen möchte, vermag ich nicht zu sagen.

Allerdings führt Udo Ulfkotte einen glaubwürdigen Zeugen für die Gefahren eines aufkommenden Islams an, nämlich den auch von mir hochgeschätzten, koptischen Bischof in Deutschland, Anba Damian. Ich hatte im Jahr 2011 die große Ehre, diesen wahren Gottesmann persönlich, wenn auch nur sehr kurz, kennenzulernen und habe mich von diesem extrem positiven Eindruck bis heute nicht „erholt“. Was sagt also Anba Damian ?

 Er warnt uns in einem Interview vor der absehbaren Christenverfolgung in Deutschland. Er sagt: »Es besteht die Gefahr, dass ein an Dominanz zunehmender Islam in Deutschland die Christen ernsthaft gefährden wird. Das Leid der Christen in Ägypten könnte auch das Leid der Christen in Deutschland werden, wenn es in der deutschen Gesellschaft keine gravierende Veränderung gibt.Ich versichere Ihnen, wenn man wegschaut und wenn man nichts tut, wird das, was uns in Ägypten geschieht, auch Ihnen eines Tages in Ihrem Heimatland geschehen. Wenn Sie nicht aus unserer Geschichte lernen, sind Sie bald dran. Nehmen Sie das ernst. Ich bin kein Hassprediger, ich habe auch viele muslimische Freunde, ich möchte nicht einfach die Menschen in Angst versetzen. Wir sollen keine Angst haben, aber wir müssen genau aus unserer Vergangenheit lernen. Einst waren wir die Herren in unserem Vaterland, im eigenen Land. Heute kämpfen wir, um zu leben und um überleben zu können. Denken Sie an die Wachstumskurve. Die Wachstumskurve allein ist ein Indiz dafür, dass, wenn wir so weitermachen, wir eines Tages eine Minderheit in unserem eigenen Land sind. (…) Wir müssen für unsere Kinder etwas tun, damit sie in ihrem eigenen Land nicht als Bürger der zweiten oder dritten Klasse oder gar als minderwertige Menschen im eigenen Land behandelt werden.«
(Hervorhebungen von mir.)

Bischof Anba Damian

Anba Damian spricht seit Jahren über diese Themen. Es gibt Kirchen in Deutschland, die ihm deshalb ihre Räumlichkeiten verweigern. Soweit ist es mit der Selbstaufgabe der „Hirten“ in diesem Lande bereits gekommen. Luther und Bonhoeffer rotieren derweil in ihren Gräbern um die Wette. Sind die letzten aufrechten Christen von den Nazis hingerichtet worden oder mit Niemöllers Generation ausgestorben ? Wir müssen Bischöfe mit Rückgrat und klarem Verstand offensichtlich schon aus Ägypten importieren. So kommt Ulfkotte zu einem beklemmenden Schluss:

 In immer mehr Ländern der Welt wird ganz offen dazu aufgerufen, Christen zu verfolgen. Erstaunlicherweise schauen die Politiker des einst christlichen Europas tatenlos zu. Sie verhalten sich nach dem Motto: „Die wollen doch nur spielen.“  Das aber kann kein gutes Ende nehmen.

Nichts anderes verkünde ich auch auf diesem Blog. Wir werden sehen, wo das alles endet. Und bis dahin…

BITTE BETEN SIE AUCH FÜR UNSER LAND ! DEUTSCHLAND HAT ES DRINGEND NÖTIG. DAS LUTHERJAHR Z. BSP. WIRD EINE FARCE WERDEN, DIE VON (falscher) „ÖKUMENE“, „INTERRELIGIÖSEM DIALOG“ UND „INKLUSION“ ÜBERSCHATTET WERDEN WIRD. ES IST ZEIT, GEGENPOSITIONEN ZU BEZIEHEN.

(Quelle: „Kopp – Verlag“ vom 04. Juli 2012)

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