Pakistan: zwei Hausangestellte angezeigt, nachdem sie keine Muslime werden wollten

Wie es im pakistanischen Alltag für Angehörige der christlichen Minderheit aussieht, erkennen wir auch wieder am jüngsten Fall, der aus dem Land laut wurde. 

Pakistan

Zwei Hausangestellte der noblen Residenz von Mohammed Sischan Rasul im Bereich der „Defense Housing Society“ von Karatschi wurden unlängst wegen angeblichen Diebstahls von ihrem Arbeitgeber angezeigt, nachdem sie seinen Versuchen, sie zum Islam zu bekehren, widerstanden hatten. Am 24. Juni 2012 hatte Mohammed Rasul bei der Polizeiwache von Clifton im Süden der Stadt eine Anzeige wegen des Diebstahls einiger Wertgegenstände aus seinem Hause erstattet, der angeblich vierzehn Tage zuvor stattgefunden habe. Von seinen fünf Hausangestellten, werden aber nur die beiden unter den Namen Amil und Jamed bekannten Männer christlichen Glaubens in dieser Anzeige erwähnt.

Mohammed Rasul hatte seit ca. einem Jahr versucht, die beiden Christen unter der Androhung „harter Konsequenzen“ zum Islam zu bekehren. Doch scheinbar sind die Männer so souverän und stark im Glauben, dass sie selbst durch die Drohung eines Arbeitgebers nicht von Christus ablassen wollten. Daraufhin wurde die ungerechtfertigte Anzeige gegen sie erstattet, nach deren Bekanntwerden beide Männer unverzüglich auf der Polizeiwache erschienen, um zu dem Vorgang Stellung zu nehmen. Daraufhin wurden sie von den Beamten mit der Forderung nach Bestechungsgeld konfrontiert, damit sie nicht gefoltert würden.

Da sie nach eigenem Bekunden aber nicht über größere Geldmengen verfügen, wurden sie in eine geeignete Folterzelle verlegt, von wo aus ein Beamter den Bruder von Amil namens Kamil Bhatti anrief und 35.000 pakistanische Rupien als Schutzgeld verlangte, damit die beiden Christen nicht gefoltert würden. Nach dem Feststellen, dass die Familie unfähig sei, solch eine Summe aufzubringen, wurden beide einzeln brutal verprügelt. Amil wurden dabei die Füsse gebrochen, so dass er nicht mehr gehen konnte.

Durch die Familie von Kamil Bhatti wurde aber immerhin der bekannte Aktivist und Minderheiten-Anwalt  Salim Khurshid Khokhar eingeschaltet, der persönlich auf der Polizeiwache vorstellig wurde und später Eingaben an diverse staatliche Behörden ausfertigte, die den Protest gegen das Verhalten der Polizisten ausdrückten. Die Kanzlei von Khurshid Khokhar wird in jedem Falle den Fall der beiden Christen „pro bono“ übernehmen. Vertreter der Internen Ermittlungsbehörde der Polizei haben sich mittlerweile bei den Familien der Betroffenen für das Verhalten der Polizisten entschuldigt. Die usprüngliche Anzeige ist aber noch immer nicht „vom Tisch“.

Manchmal ist es schwer zu glauben, was so im Alltag von Christen in vielen Ländern ausgehalten werden muss. Die alltägliche Diskriminierung, bei der die Opfer noch verhöhnt und sogar gefoltert werden, widerspricht jedem in zivilisierten Ländern üblichen Prinzip der Rechtsstaatlichkeit und Legalität.

BITTE BETEN SIE DOCH MIT UNS FÜR DIE CHRISTEN IN KARACHI. NICHT NUR DIE BEIDEN HAUSANGESTELLTEN, SONDERN NOCH VIELE ANDERE GLÄUBIGE MÜSSEN IN DIESER STADT TAGTÄGLICHE DISKRIMINIERUNG UND GEWALT ERLEIDEN. BITTEN WIR DEN VATER UM ERLÖSUNG UND FREIHEIT FÜR DIESE GESCHWISTER.

(Quelle: „pakistan christian post“ vom 04. Juli 2012)

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2 Gedanken zu “Pakistan: zwei Hausangestellte angezeigt, nachdem sie keine Muslime werden wollten

  1. Wir dürfen jedoch auch Muslime in unser Gebet einschließen:

    2012-07-05
    ASIEN/PAKISTAN – Ein der „Blasphemie“ angeklagter Muslim wird bei lebendigem Leib verbrannt: Bischöfe fordern Eingreifen der Institutionen
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    Lahore (Fidesdienst) – Der aufgrund einer Anklage wegen „Blasphenie“ inhaftierte Ghulam Abbas wurde Opfer der Tat einer Gruppe radikalislamischer Extremisten, die ihn vor der Polizeistation in Chani Ghoth in der Stadt Bahawalpur (Provinz Punjab) bei lebendigem Leib verbrannten. Wie Beobachter im Gespräch mit dem Fidesdienst berichten, soll es sich bei dem Ermordeten um einen geistig behinderten Muslim handeln, der vor einigen Tagen aufgrund einer Anzeige wegen Blasphemie festgenommen worden war, da er ein Exemplar des Koran verbrannt haben soll. Am gestrigen 4. Juli sollen mehrere Männer zunächst in die Polizeistation eingedrungen sein, wo 15 Polizeibeamte verletzt worden sein sollen. Die aufgebrachten radikalislamischen Extremisten brachen dort auch die Tür der Haftzelle auf, in der sich Abbas befand, und zerrten den Angeklagten auf die Straße, wo sie ihn mit Benzin übergossen und bei lebendigem Leib verbrannten. Auch einige Polizeifahrzeuge sollen dabei in Brand gesteckt worden sein.
    Die Episode, die die pakistanische Gesellschaft erschüttert, erinnert auch erneut an das langjährige Problem des Missbrauchs des so genannten Blasphemie-Paragraphen. Der Sekretär der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden, Peter Jacob, betont im Gespräch mit dem Fidesdienst: Wir versuchen die Fakten und Umstände dieses unerhörten Vorfalls zu prüfen. Es handelt sich um eine wirklich abscheuliche Tat. Die Gewaltbereitschaft nimmt zu und oft kommt es zu gewaltsamen Handlungen unter dem Vorwand der Religion. Wenn ein Menschenleben willkürlich ausgelöscht wird, dann ist das stets inakzeptabel. Besonders besorgniserregend sind Straffreiheit, Illegalität und die Freiheit derjenigen, die Selbstjustiz verüben und andere Menschen töten, ohne dass sie dafür bestraft werden. Wir fordern deshalb vom neuen Premierminister ein besonderes Augenmerk: die Wachsamkeit im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte darf nicht schwinden“. Wie die Kommission dem Fidesdienst mitteilt wurden im Jahr 2012 bereits zwei Muslime und ein Christ Opfer außergerichtlicher Morde wegen des Verdachts der Blasphemie wurden.
    Auch die „Masihi Foundation“ und das Hilfswerk „Life for All“, verurteilen den Vorfall, den sie als „barbarisch und unmenschlich“ bezeichnen. In einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt, erinnern auch die beiden Nichtregierungsorganisationen an den „Missbrauch des Blasphemie-Paragraphen“ und fordern die Autoritäten des Landes auf Maßnahmen „gegen Illegalität und Brutalität“ zu ergreifen. In diesem Zusammenhang fordern sie auch ein Eingreifen des Vorsitzenden des Obersten Gerichts „damit die Rechtsstaatlichkeit im Land garantiert wird“. (PA) (Fidesdienst, 05/07/2012)

    Da wir – noch – von direkter Verfolgung verschont werden, nur weil wir es dem dankenswerten Umstand zuschreiben dürfen, hier aufgewachsen zu sein, dürfen wir auch für Muslime beten, die sowohl Opfer als auch Täter werden. Wir müssen uns selbst immer wieder bewusst machen, dass wir möglicherweise genau solche Täter wären, wenn wir in Pakistan von kleinauf in Madrassen, den dortigen Koranschulen, erzogen und indoktriniert worden wären. Das hässliche Gesicht des Islam kommt nicht von Ungefähr. Die koranisch ausgrenzende Lehre wird in die Köpfe von Kindern 1 zu 1 eingepflanzt und festgeschrieben. Da gibt es schon Wunder, dass nicht noch mehr passiert wie ohnehin schon geschieht.

    Es bleibt aber Fakt: Die Kirchen Deutschlands und Europa werden nicht für Muslime beten, weil sie immer noch verdrängen, dass die Kernlehre des Islam für das Verfolgungselend nicht nur für Christen, sondern auch für Muslime der anderen Konfession, ursächlich verantwortlich zeichnet.
    Diese Verantwortung liegt im Gott des Islam selbst, in seinem koranischen Wort. Wenn ich den Johanitischen Schöpfungsbericht auf den Islam übertragen würde, würde ich das Wort Gottes nicht im Fleisch, also in Jesus erkennen, sondern in den Buchstaben des Koran.

    Der größte Unterschied zwischen Christentum und Islam ist letztlich, dass der islam ein Buch anbetet, (Mohammed steht unter dem Koran als lediglich sklavischer Buchstaben-Verkünder, darum auch die übertriebene Wertschätzung des Koran als Buch!) und Jesu als dem fleischgewordenen Gott. Die Muslime beten somit ungeistige Buchstaben an, denn genauso ist der Gott des Islam charakterisierbar, nämlich willkürlich, ausgrenzend und radikal, den Gesetzen der Scharia uneingeschränkt bestimmend gehorchend. Der normative Glaube steht über allem. Christen sehen in der Bibel eine menschliche Schrift verschiedener Autoren, die durch den Geist Gottes inspiriert wurde und vom Inhalt her in Jesus, dem fleischgewordnen Wort Gottes kulminiert. Sie setzten somit ein lebendes Wesen mit Gott gleich, während Muslime ein zwar angeblich lebendes Wesen anbeten (m. E. ein erfundendes), welches jedoch seine göttliche Autorität nur mittels Druck, Gewalt und Buchstabengesetze, verkünden und durchsetzen kann, also mit wenig Zuckerbrot und viel Peitsche . Wenn wir sehen, wie Jesus agiert hat, nämlich das Gesetz in die richtige Relation zum Menschen gesetzt, d. h. das Gesetz ist für den Menschen da und nicht der Mensch für das Gesetz. Der Mensch untersteht nicht geistlosen Buchstaben (Ehebrecherin). Er ist fähig, geistvoll zu handeln. Während Mohammed und sein Gott nur Muslime und Eingottchristen wie EBioniter und Nestorianer als jenseitig lebenswert erachtet, erachtet Jesus sogar Andersgläubige für jenseitig lebenswert, weil er Andersgläubige (z. B. den Samariter aus dem Gleichnis) zuweilen als Vorbild für Juden und Christen hinstellt. Der Gott des Islam quält in die Hölle geworfenen sadistisch selbst. Gott der Juden und Christen läuft hinter einem verlorenen Schaf hinterher und ist traurig, wenn es freiwillig nicht zu ihm zurück findet. Jesus weint über Menschen, die keinen Hirten haben. Er ist nicht zornig.

    Jesus legt mit Sicherheit auch Wert auf den Glauben, auf Gesetze, aber er zeigt im Matthäus`schen Weltgericht die Folgen von Liebestaten oder aber von fehlenden Liebestaten auf.

    Wir sind somit gut beraten, für alle verfolgten Christen, Menschen zu beten und uns für sie einzusetzen, ja auch für die Täter, die dringend den befreienden Geist Gottes, den Hl. Geist benötigen. Und zu den Tätern gehören nicht nur die Muslime, die diesem Tötungsauftrag ihres Gottes folgen und die direkten Tötungen, Diskriminierungen, rechtlichen Benachteiligungen durchführen, sondern es gehören auch die Christenführer zu ihnen, die „selbstverliebt“ nur ihre Gemeinde als Universum sehen und sich bei dem Info-Fluss standhaft weigern, dem Islam den Spiegel vorzuhalten in Liebe und was noch schlimmer ist, verfolgte Glaubensgeschwister letztlich im Stich lassen, weil sie sie stiefmütterlich und nur am Rande wahrnehmend, erfolgreich verdrängen und somit zum Teil auch Jesus. also Gott selbst, verraten. Von den verfolgten Glaubensgeschwistern ganz zu schweigen.

    Zur Klarstellung: Ich meine die Kirchenführer hier im satten Westen oder in Ländern, in denen Christen noch unbehelligt leben können, nicht die Kirchen- und Gemeindeführer in kommunistischen und islamischen Ländern, die taktieren müssen, um den Erhalt ihrer Gemeinden sicher zu stellen. Das muss betont werden. Denn diese Leiter haben es schwer genug. Wie oft sehen gerade nicht nur Christen, sondern gerade auch diese christlichen Gemeindeleiter, oder Kirchenführer von ihren wohlhabenden und „gutsituierten“ Glaubensgeschwisterführern im Stich gelassen.

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