Kuba: Caridad Caballero ins Exil getrieben

Die katholische Menschenrechtlerin und Angehörige der sog. „Damas de blanco“ (Frauen in Weiß), Caridad Caballero, ist am 28. Juni 2012 in Florida eingetroffen.

Die „damas de blanco“ bilden eine Gruppe von engagierten Frauen, die immer wieder im Land des „Zuckerrohrs“ und der Havannas auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam machen. Sie entstand im Jahre 2003 als die Angehörigen von 75 inhaftierten Aktivisten und Journalisten sich organisierten, um das Schicksal ihrer Verwandten anzuprangern. Als Journalistin war Caridad Caballero auch an der Verbreitung für das kubanische Regime „unangenehmer“ Nachrichten beteiligt und stand auf einer schwarzen Liste der Sicherheitsbehörden.

Seit Anfang 2012 wurde sie in unschöner Regelmässigkeit daran gehindert, am Sonntagsgottesdienst im Stadtteil „Pueblo Nuevo“ ihres Heimatortes Holguin teilzunehmen. Für die Dauer der Sonntags-Messe wurde sie permanent unter Hausarrest gestellt und auch an der Teilnahme an Bibelstudienkreisen  wurde sie durch die Behörden gehindert. Auch während des Papstbesuches auf Kuba im März 2012 war sie inhaftiert worden. Man befürchtete wohl ihre Stimme allzudeutlich in ungewollten Protesten vernehmen zu können.

Ihre Ausreise kam nun sehr überraschend. Sie und ihre gesamte Familie haben Kuba jetzt verlassen. Dieser Fall steht im krassen Kontrast zu dem von Pastor Omar Gude Perez, dessen Familie zwar Ausreisevisa erhielt, der aber selbst am Verlassen des Landes bislang gehindert wird. Ein Sprecher von „christian solidarity worldwide“ sagte dazu:

 Wir freuen uns darüber, dass Caridad und ihre Familie jetzt in der Lage sein werden, ihren Glauben in Freiheit in den USA zu praktizieren. Dennoch ist es wichtig, die Umstände im Gedächtnis zu behalten, die zu ihrem Exil geführt haben. Es ist zwingend, dass die internationale Gemeinschaft Kuba dafür verantwortlich macht und darauf besteht, dass Religionsfreiheit und andere grundlegende Menschenrechte dort aufrechterhalten werden. Zusätzlich bestehen wir darauf, dass die kubanische Regierung Pastor Omar Gude Perez so schnell wie möglich ein Extra-Visum ausstellt.

IN DIESEM SINNE: BITTE BETEN SIE FÜR KUBA. EIN LAND, DAS EIGENTLICH TIEFRELIGIÖS IST, DESSEN MENSCHEN ABER VON EINER RÜCKWÄRTSGEWANDTEN IDEOLOGIE DARAN GEHINDERT WERDEN, IHRE FREIHEITEN AUSZUÜBEN UND IHREN GLAUBEN UNGEHINDERT ZU LEBEN.

(Quelle: „christian solidarity worldwide“ vom 29. Juni 2012)

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