Beten für Muslime in deren „Ramadan“-Fastenmonat

Fastentraditionen haben eine lange Geschichte in diversen Religionen. Die Fastenzeit von uns Christen hat immerhin auch die Festivität des „Carne-vale“ (Karneval) hervorgebracht, in der man sich vom „Fleisch“ verabschiedet.

 Auch die Muslime fasten einmal im (Mond-) Kalenderjahr für einen Monat (Ramadan), was für sie u. a. bedeutet, nur im „Dunkeln“ der Nacht Nahrung zu sich zu nehmen. Das müsste uns als Christen eigentlich nur am Rande interessieren, sozusagen als „interessantes, etwas ungewöhnliches Detail“, wenn nicht Millionen Muslime in unserem Land leben würden und wir mit ihrem Glauben und ihren Traditionen nicht auf Schritt und Tritt konfrontiert wären.

Das kann zu fruchtbaren, konstruktiven Begegnungen führen, aber auch zu anderen Dingen, wie uns die unseligen Salafisten-Krawalle in Nordrhein-Westfalen unlängst wieder aufgezeigt haben. In jedem Falle ruft die „Evangelische Allianz“ in Deutschland auch im Ramadan 2012 wieder zu „30 Tagen Gebet für die islamische Welt“ auf. Diese hat es dringend nötig, wie auch die regelmässigen Leser des BGVK-Blogs sicher bereits erkannt haben, und so unterstützen wir diese Initiative ausdrücklich.  Nein, keine Vermischung von Islam und Christentum im Sinne des Kamp-Lintfort-Gottesdienstes oder des sog. „Chrislam“, den ich als Irrlehre übelster Sorte ansehe. Sondern stattdessen eine sachliche, auf dem Felsen Christus stehende Neugier für die Riten und Rituale der Muslime und eine kritische und zielgerichtete Auseinandersetzung damit.

Vor allem die Liebe zu den Menschen, sollte auch Christen dazu motivieren, für Muslime zu beten, damit diese, wie es in der 40-seitigen Handreichung der EAD heisst:

 auf den lebendigen Gott aufmerksam werden und Jesus sich ihnen als  der gekreuzigte, auferstandene und lebendige Herr offenbart.

Gerade in der Begegnung in Liebe, aber ohne falsche Aufgabe urchristlicher Positionen, liegt die einzige Zukunft der „interreligiösen Kontakte“. Ziel sollte, meines Erachtens nach, die Konfrontation von Muslimen mit der Liebe Gottes sein und nicht die oftmals betriebene Beschwichtigung von aufbrausenden Imamen und Islam-Apologeten, wie in der Praxis allzuoft zu beobachten. Die Handreichung der EAD ist

BITTE BETEN SIE DOCH MIT EVANGELISCHEN CHRISTEN GEMEINSAM FÜR DIE ISLAMISCHE WELT. WENN MAN SICH BEISPIELSWEISE ANSCHAUT, WIE AUS DEM „FRÜHLING“ DORT EIN MUSLIMBRUDER-WINTER GEWORDEN IST, DANN MUSS MAN UM GÖTTLICHES EINGREIFEN BITTEN, DAMIT WAHRE FREIHEIT UND WAHRER FRIEDEN EINES TAGES DORT EINZIEHEN KÖNNEN.

(Quelle: „Evangelische Allianz Deutschlands“)

In diesem Zusammenhang sei auch noch einmal an die Initiative „pray for Saudi“ erinnert, die sich der geistlichen Erweckung in diesem „Musterland“ des reaktionären Wahabismus durch Gebet widmet.
Und auch die Gruppe „10/40 window“, die sich dem Gebet für die Länder zwischen dem 10. Breitengrad südlich des Äquators und dem 40 Breitengrad nördlich davon widmet, sei hier noch einmal lobend erwähnt.

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Ein Gedanke zu “Beten für Muslime in deren „Ramadan“-Fastenmonat

  1. Das fällt mir nicht schwer, ich bete und bitte für die Menschen dort die mir nahe stehen und uns in ihre Familien aufgenommen haben, die uns lieben und achten. Ich bete für ein Ende der Gewalt in den islamisch geprägten Ländern, dass die jungen Menschen dort eine Zukunft haben ohne Krieg und Tod. Ein Leben ohne Angst, Repressalien und dafür, dass es Mutige darunter geben möge, die den Islam gemäßigt interpretieren, damit Platz für ein Miteinander bleiben möge.
    Ich habe wenig Hoffnung, aber ich kann auch nicht zur Tagesordnung übergehen und und aufgeben.

    Eigentlich sollte man diese Gebete laut und öffentlich vor der monumentalen Moschee in der Inneren Kanalstraße in Köln mit einer Menge anderer Gläübigen zusammen beten. Beten für den Frieden unter den Religionen.

    Aber ob es dort ein Gegengebet ebenfalls für Frieden oder ein gemeinsames Gebet zum gleichen Zweck, dem Frieden unter den Religionen gäbe??? Das wäre für ein Zeichen, dass den Menschen Hoffnung machen würde. Ich bin realistisch genug zu sehen, das der Islam so nicht ausgelegt ist, wir sind die Ungläubigen und mit denen hat man halt nichts Gemeinsames, Oder???

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