USA: Evangelisten auf Bahnhof verhaftet

Aus den USA kommen ja in letzter Zeit so einige Nachrichten, die in ihrer Gänze nahelegen, dass „god´s own country“ auf dem Weg in ein atheistisches Nirwana ist. Schade. Aber offensichtlich möchte man dort die europäischen Fehler nachvollziehen.

Nun wird aus New Jersey bekannt, dass dort zwei „Straßenevangelisten“ zur Polizeiwache mitgenommen wurden, weil sie auf dem Gelände der örtlichen „Transport-Authority“ (Nahverkehrs-Gesellschaft) für Christus geworben hatten. In West Windsor, New Jersey, wurden am Dienstag, den 26. Juni 2012, zwei Christen am frühen Morgen abgeführt, weil sie dort den Passanten auf dem Weg zur Arbeit das Evangelium gepredigt hatten. Auf dem Bahnhof Princeton Junction hätten Robert Parker und Don Karns nach eigenen Angaben bereits seit Jahren derartige Einsätze durchgeführt, ohne, dass es zu Problemen gekommen sei.

Nun, jetzt aber scheint die Zeit gekommen, um Christen, die sich um das Seelenheil ihrer Mitmenschen Sorgen machen und dies auch zeigen, „ihre Grenzen aufzuzeigen“. Zugegeben: die beiden Evangelisten hatten keine offizielle, schriftliche Erlaubnis für ihre Aktion, aber ist dies denn in den USA überhaupt notwendig oder nicht ureigentlich ein „typisch deutsches“ Phänomen. Für alles eine schriftliche Genehmigung in drei Durchschlägen. Scheint, als ob die USA jetzt, zumindest für Christen, eine ähnliche Bürokratie entwickeln würden.

Die Evangelisten berichten davon, dass sie, nachdem sie den Passagieren auf dem Bahnhof gedient hatten, gerade dabei waren, ihren Einsatz zu beenden, als sie von zwei Polizisten angesprochen wurden. Diese hätten sich „ausgesprochen feindselig“ gezeigt und ihre Papiere verlangt. Um diesen Vorgang nachvollziehen zu können, wollten die Evangelisten den Vorgang mit ihren Handys aufzeichnen, wurden aber unter Androhung administrativer Maßnahmen von den Beamten daran gehindert. Don Karns erinnert sich:

 Sergeant Kathleen Shanahan begann damit, immer wieder zu sagen: „Nehmen Sie das Telefon runter, nehmen Sie das Telefon runter ! … Wissen Sie, wie einschüchternd es ist, wenn Sie Kameras in der Hand halten ? Woher soll ich wissen, dass Sie keine Terroristen sind (AU WEIA ! Anm. d. Übers.) ? Ich kann nicht überprüfen, ob das eine Bombe ist !“

Robert Parker übergab seinen Führerschein, aber dies schien nicht genug zu sein.  Er erzählt:

 Sie verlangte meinen Ausweis und ich sagte: „Welches Gesetz habe ich denn gebrochen ?“ Sie sagte daraufhin: „Ich werde Sie ins Gefängnis bringen.“

Auf der Wache dachte sich die Polizistin noch etwas neues, „lustiges“ für den Evangelisten Robert Parker aus:

 „In dieser Zelle ist ein Sittenstrolch, da stecken wir den rein.“

Es riecht nach einer ungesunden Mischung aus Ablehnung engagierten Christentums und Polizeiwillkür. Aus Pakistan ist man ja nichts anderes gewohnt, aber New Jersey lag bis vor Kurzem noch in den USA. Don Karns fasst seine Erfahrungen in einem treffenden Satz zusammen:

 Sie haben uns wie Terroristen behandelt.

Ein Vertreter der New-Jersey Transport Authority hat mittlerweile bestätigt, dass das in der Verfassung der USA garantierte Recht auf „freie Rede (free speech)“ nur mit einem Genehmigungsdokument erlaubt und auch nur in bestimmten „free speech zones“ (Freie-Rede-Zonen) möglich sei. Die Freie Rede ist also nicht mehr ganz so frei, wenn die Bürokraten den Amtsschimmel reiten. Das kennen wir aus unserem Land ja auch. Schlimm genug, dass die USA sich an den schlechten Dingen Europas ein Beispiel zu nehmen scheinen.

Auf die Nachfrage, inwiefern diese Regelungen auch für Ansprachen an wartende Passagiere gelten, hat der Vertreter der Transportgesellschaft jedenfalls keine klare Antwort parat gehabt. Robert Parker und Don Karns haben in jedem Falle berichtet, dass sie bis zu diesem Vorfall keinerlei Einschränkungen in ihrer evangelistischen Arbeit erfahren hätten. John Whitehead vom „the Rutherford Institute“, einer renommierten Organisation für juristische Beratung, hat in jedem Falle betont, dass das Aufzeichnen von Konfrontationen mit der Polizei keineswegs illegal sei. Auch die Ausrede der Polizistin, sie hätte „Angst vor einer Bombe“ gehabt, sei angesichts der Ausgangslage „eine dumme Ausrede“. (Wofür eigentlich, frage ich mich ?) Die beiden Christen müssen in jedem Falle dennoch am 10. Juli 2012 vor einem Gericht über den Vorfall aussagen.

BITTE BETEN SIE FÜR EINEN „BACKLASH“ GEGEN DIE ENTCHRISTLICHUNG DER US-ÖFFENTLICHKEIT. WAS IMMER MAN VON SOG. „EVANGELIKALEN KONSERVATIVEN“ IN DEN USA HALTEN MAG, EINE ZWANGSSÄKULARISIERUNG DER USA DIENT EINEM AUF CHRISTLICHEM FUNDAMENT GEBAUEN STAAT SICHER NICHT.

(Quelle: „christiannews.net“ vom 26. Juni 2012)

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