Sri Lanka: 145 christliche Familien hausen im Dschungel

In Sri Lanka tobte lange ein Bürgerkrieg. Die sog. „Tamil Tigers“ der ethnischen Tamilen kämpften die singhalesische Zentralregierung. 

Seit 2009 ist dieser Krieg beendet, aber noch immer sind nicht alle Wunden aus dieser Zeit verheilt. Und, Überraschung, Überraschung, es hat mal wieder Christen getroffen. „Rescue Christians“ verlautbart die Geschichte von 145 katholischen, tamilischen Familien aus Mannar, in der nördlichen Provinz, die aus ihrem Dorf Mullikulam vertrieben wurden. Bis heute wurde ihnen die Erlaubnis verweigert, in ihr Dorf zurückzukehren, weil dort die Marine Sri Lankas eine Basis errichten will und die Region zum Sperrgebiet erklärt hat.

Grundsätzlich stehe wohl einer Rückkehr „in die Nähe“ ihres alten Wohnortes nichts im Wege. Die Katholiken hofften nun auf eine Ansiedlung im nahegelegenen Ort Manangkadu. Sie sind mehrheitlich Fischer und wollten einfach nur wieder ihrem Gewerbe nachgehen, um ihre Familien ernähren zu können. Die Regierung dachte aber trotz massiver Proteste und diverser Petitionen gar nicht daran, ihnen Wohnraum in Manangkadu zu schaffen, sondern beschloss, dass der Dschungel nahe Mannar ihre „Heimat“ werden solle. Selbst das wäre noch nicht das Schlimmste gewesen, wenn es sich nicht um ein Gelände handeln würde, dass der staatlichen Forstverwaltung untersteht. Dies macht eine Genehmigung für jedweden Eingriff in die Natur erforderlich, z. Bsp. für einen eventuellen Hausbau oder auch nur das Errichten von Zelten. Diese Genehmigung haben sie aber auch nicht. Deshalb leben sie nun zwischen herumstreifenden Elefanten (kein Quatsch) und werden von Moskitos zerstochen.

Trotz allem haben sich die 145 Familien (insgesamt 285 Personen) am 15. Juni 2012 dazu entschlossen, sich endgültig in den Dschungel zu begeben. Dort vegetieren sie seitdem ohne Dach, sanitäre Anlagen etc. dahin. Die Marine hat ihnen immerhin zwei „Badezimmer“ und einen Wassertank installiert, aber zu mehr, zu einer Geste, die zeigt, dass die Christen eine Zukunft hätten, hat es bislang nicht gereicht. Was wollen die Christen selbst ? Vor allem ihre angestammten Berufe als Fischer wieder aufzunehmen. Zwar haben sie von der Marine eine Sondergenehmigung fürs Fischen bekommen, was jedoch ohne Boote, Netze und sonstiges Equipment eher schwierig werden dürfte, denn sie haben nichts mehr davon.

Es gibt ein Wiederansiedlungs-Programm der Zentralregierung, das vielen vom Bürgerkrieg entwurzelten Einwohnern geholfen und ihnen eine Zukunft geschaffen hat. Warum wird den 285 Katholiken die Teilnahme daran verweigert ?

BITTE BETEN SIE FÜR DIE CHRISTEN VON MANNAR. MÖGE IHRE UNHALTBARE SITUATION BALD BEENDET SEIN.

(Quelle: „rescue christians“)

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