USA: Polizeikaplan darf nicht mehr „im Namen Jesu“ sprechen

Die USA, „god´s own country ?“ Das war einmal. Die Entchristlichung der einstmals tiefgläubigen Öffentlichkeit der USA macht „Fortschritte“. Schließlich dürften bald europäische Verhältnisse ja auch in anderen Ländern die Atmosphäre vergiften.

Was haben wir denn da als jüngsten Fall aus Obamas „Multi-Kulti-Paradies“ ? Ein Polizeiseelsorger in Charlotte, North Carolina, der auch bei öffentlichen Anlässen des Police-Departments seinen Dienst versah, wurde unlängst vom Leiter des Polizei-Kaplans-Programms angerufen und darüber informiert, dass er auf staatlichem Gelände nicht mehr „im Namen Jesu“ sprechen dürfe. (Meine Anfrage nebenbei: in wessen Namen darf dann noch gepredigt und gebetet werden ?) Terry Sartain, der betreffende Kaplan mit siebenjähriger Praxis, wurde von seinem „Vorgesetzten“, Major John Diggs, eine Bedenkzeit von einem Tag eingeräumt. Er solle dann zurückrufen.

Ich darf diese vermeintliche „Petitesse“ des US-Alltags mal in einen Kontext für Sie rücken, liebe Leser: eine gute Freundin von mir, gläubige Christin, lebt in den USA und erzählt mir schon seit nunmehr ca. 10 Jahren, dass es einen fatalen Trend im Land gäbe, das Christentum aus dem öffentlichen Raum zurückzudrängen und die christlichen Traditionen zu marginalisieren. Nun, ich erzählte ihr oftmals, was so bei uns passiert und soweit waren sie bis vor wenigen Jahren noch nicht, nähern sich aber fatal an.

Nun, Terry Sartain brauchte keine 24 Stunden, um zu wissen, was er von einem derartigen Anliegen zu halten hatte. Als Pastor der „Horizon Fellowship“ in West-Charlotte steht er fest genug auf dem Felsen Christus, um das Folgende zu antworten (nehmt das, ihr Atheisten !):

Alles, was ich anzubieten habe, ist Jesus. Auf gar keinen Fall werde ich Jesus verleugnen. Unter keinen Umständen.

Ein Gottesmann also mit Rückgrat. Wo sind die eigentlich in unserem Land geblieben ? Ich traf in den vergangenen Jahren recht selten welche davon und wenn, dann waren es fast immer gebürtige Afrikaner oder Russen. Ungelogen. Pastor Sartain jedenfalls ist ein erfahrener Seelsorger, der u. a. auch bei den Schießereien an der Virginia Tech Universität in Blacksburg im Jahre 2006 die Hinterbliebenen der Opfer betreute, besteht auf seinem Standpunkt und darf nun deshalb nicht mehr für die Polizei von Charlotte tätig sein. Er verspricht jedoch auch weiterhin für die Anliegen der Polizeibeamten ein offenes Ohr zu haben.

Wie begründet nun Major Diggs von der Polizei diese „neue Politik“ ? Nun, wie so oft auch in unserem Land zu hören, wolle die Polizei von Charlotte „stärker inklusiv für alle Glaubensrichtungen“ sein. Ein typisch politkorrekter Schwafelsatz, den auch irgendwelche Journalisten oder Polit-Clowns in Deutschland nicht besser hinbekommen hätten.  Ansprachen und „Gebete“ bei offiziellen Anlässen des Charlotte Police Departments enden jetzt mit nichtssagenden Phrasen wie „im Namen des Wesens, das hier im Raum ist“ o. ä.

In jedem Falle aber bekommt Pastor Terry Sartain auch viel Zuspruch. Natürlich  fast ausschließlich von Privatpersonen. Er wird dafür gelobt, dass er „Stellung bezogen“ habe. Er selbst sagt dazu:

 Es ist gar kein Standpunkt. Es ist nur das, was wir (Christen, Anm. d. Übers.) sind. Jesus gab mir dieses Leben. Er gab mir dies große Geschenk der Vergebung meiner Sünden. In einer anderen Art zu beten, wäre grotesk.

BITTE BETEN SIE DOCH DAFÜR, DASS SICH WELTWEIT MEHR SCHAFHIRTEN MIT EINEM STABILEN KREUZ UND FESTEM RÜCKGRAT FINDEN, DIE NICHT UNTER DEM WINZIGSTEN DRUCK DAMIT BEGINNEN JESUS ZU VERLEUGNEN UND DEN ZEITGEIST ANZUBETEN.

(Quelle: „charismanews“ vom 25. Juni 2012)

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2 Gedanken zu “USA: Polizeikaplan darf nicht mehr „im Namen Jesu“ sprechen

  1. Das spiegelt zunehmend die Situation in unserem eigenen Lande! Es ist „total uncool“ sich als Christ zu outen. Die Menschen verrohen zusehends und nehmen erst Gott für sich persönlich in Anspruch, wenn es ihnen schlecht geht, wenn sie mit dem Schicksal in jeglicher Gestalt konfrontiert werden. Es muß ja jemandem die Schuld zugewiesen werden können.
    Gottesmänner mit Rückgrat, das würde aber vom einzelnen Priester verlangen, eben nicht mit dem Strom zu schwimmen und sich gegen eine vorgegebene Hirarchie aufzulehnen.

    Priester werden schon in den Anfängen einer kritischen Hinterfragung der eigenen Kirche schnellstens versetzt! Ist er zu eng im Kontakt mit den Gläubigen seiner Gemeinde, dann ist er auch eine Gefahr für die eigene Kirche. Gottes Wort ist doch einfach zu verstehen, warum bedarf es ganzer Herrschaaren von Priestern in einer strengen Hirarchie, die nur Gottes Wort verkünden nach genormter Vorgabe, aber TATEN, MUT, RÜCKGRAT und EIGENINITIATIVE vermissen lassen?

    Die Kirche hat keine Basis mehr in vielen Familien, NICHT GOTT! Das ist ein Unterschied! Die Kirche agiert, ohne die Menschen zu erreichen, ist viel zu abgehoben und nicht nah genug am Geschehen dran.
    Ich bitte Gott doch auch direkt um Hilfe und bete zu ihm, nicht zur Kirche, ich benötige keinen Übersetzer oder Mittler!! Ich habe die Herde schon längst verlassen, aber nicht Gott. Im Einklang mit der Kirche passieren viele Dinge, die ich weder verstehe noch gutheißen kann. Ich fühle mich dort nicht mehr aufgehoben.
    Ich werde niemals verstehen, dass für alle Sünden Absolution erfolgt, dann mit einer kleinen Buße alles wieder verziehen ist und alles von neuem beginnen kann, um dann wieder mit der Beichte und der Absolution zu enden.
    Wer Unrecht begeht oder Böses tut, sollte Sorge um seine unsterbliche Seele spüren. ich stelle mir vor, am Ende meines Daseins Rechenschaft abgeben zu müssen. Wenn ich versuche nach jedem Tag die Soll- und Habenseite zu betrachten, dann kann ich ohne zu viele Altlasten vor meinen Schöpfer treten. Ich kann wiedergutmachen, mich kritisch hinterfragen und mir vornehmen, ein besseres Mitglied der menschlichen Gemeinschaft zu werden.

    Das kann der einzelne täglich unter Beweis stellen. Christ sein heißt für mich christlich zu handeln, menschlich zu handeln. Muß ich doch nur IHM am Ende meines Lebens Rechenschaft abgeben, wie ich mein Lebensgeschenk verwendet habe.
    Es bedarf meiner Meinung nach keines riesigen Apparates wie dem Vatikan, um Jesus Christus in die Herzen der Menschen zu bringen. Wenn Eltern ihren Kindern vermitteln können, wie sie ein wertvolles und nicht von Eigennutz geprägtes Leben leben können, werden diese Kinder wertvolle und eigenständige Menschen sein.
    Viele Menschen beten lieber in der Gemeinschaft und finden Trost , aber jeder findet die Spuren Gottes auch in seinem Leben, wenn er nur danach sucht.Ein Gebet ist etwas sehr persönliches, ich spreche ganz normal mit Gott.
    Mein persönliches Vorbild sind die Ordensleute, die als Missionare ihren Glauben in die Welt tragen und ihn gleichzeitig praktisch vorleben. Wenn ich in das Gesicht der Schwester Hatune schaue, dann sehe ich die Liebe, die Jesus Christus den Menschen predigte. Nicht Beruf, sondern Berufung. Schwester Hatune strahlt von innen, sie verkörpert für mich den Christlichen Glauben durch ihre Hingabe an die Menschen die sie brauchen. Solche Seelsorger überzeugen mich.

    WIR benötigen hier solche Seelsorger, Vorbilder hier mitten unter uns! Dann würde das Christentum wiederbelebt!
    Die Erzieher in den Schulen sollten Achtung vor dem Anderen, Liebe zur Kreatur, Respekt im gegenseitigen Umgang miteinander, Gewissen, Treue, Verlässlichkeit, Verantwortung übernehmen, Leben in der Gemeinschaft zum Unterrichtsthema machen. Es ist schon seit langer Zeit unmodern geworden, diese normalen und christlichen Tugenden zu vermitteln. Die Menschen verarmen, was die anderen stört wird über Bord geworfen, man will gleich sein, mit dem Strom schwimmen, unauffällig und angepasst. Es ist halt völlig UNCOOL ein Christ zu sein!

    Zum WJT hatte ich 4 Pilgerinnen aus Ungarn als Gäste aufgenommen. Da war die große Begeisterung hautnah zu spüren. Für Gott, für ein kirchliches Event? Für mich als schon gereifter Mensch auf jeden Fall: HOFFNUNG auf UMKEHR!

    • Gottesmänner mit Rückgrat, das würde aber vom einzelnen Priester verlangen, eben nicht mit dem Strom zu schwimmen und sich gegen eine vorgegebene Hirarchie aufzulehnen.

      Priester werden schon in den Anfängen einer kritischen Hinterfragung der eigenen Kirche schnellstens versetzt! Ist er zu eng im Kontakt mit den Gläubigen seiner Gemeinde, dann ist er auch eine Gefahr für die eigene Kirche.

      Wahrscheinlich werden schon in den theologischen Seminaren die echten Charaktere ausgefiltert, so dass nur noch die mit dem Strom schwimmenden Fische übrig bleiben. Ich hörte aber mal, dass nur tote Fische immer mit dem Strom schwimmen…

      Gottes Wort ist doch einfach zu verstehen, warum bedarf es ganzer Herrschaaren von Priestern in einer strengen Hirarchie, die nur Gottes Wort verkünden nach genormter Vorgabe, aber TATEN, MUT, RÜCKGRAT und EIGENINITIATIVE vermissen lassen?

      Ich lobe mir vor diesem Hintergrund viele Kirchen in Südamerika oder Afrika. Die Pastoren dort haben neben den Sakramenten und der Einhaltung der Rituale scheinbar noch viel mehr Freiheiten, um eigene Akzente für Caritas, Ökumene oder gesellschaftlich relevante Handlungen zu entwickeln. Das „durchorganisierte“, „wohlstrukturierte“ Christentum Europas erstickt scheinbar ein wenig das Reden des Heiligen Geistes. Ist aber nur sein sehr flüchtiger Eindruck von mir, der vielleicht einer genaueren Analyse nicht standhielte. Auch hier gilt wieder das Wort von der „Berufung“ im Gegensatz zum „Beruf“.

      Die Kirche hat keine Basis mehr in vielen Familien, NICHT GOTT! Das ist ein Unterschied!

      Das scheint mir auch so zu sein. Nachfolger Christi zu sein oder einer Kirche anzugehören ist durchaus zweierlei. Was ich aber sehr bedauere, da ich die Gemeinschaft der Gläubigen als Ort der Anbetung und Erbauung sehr schätze.

      Ich werde niemals verstehen, dass für alle Sünden Absolution erfolgt, dann mit einer kleinen Buße alles wieder verziehen ist und alles von neuem beginnen kann, um dann wieder mit der Beichte und der Absolution zu enden.

      Ja, das kann ich auch nachvollziehen. Es ist dieser „Automatismus“ der Vergebung, der mich auch sehr skeptisch macht. Es sollten vor allem diejenigen Sünder Trost erfahren, die auch tatsächlich nicht nur bekennen, sondern auch bereuen ! Wer aus menschlicher Schwäche handelt (jeder von uns !) darf eben auf Gottes Vergebung hoffen, aber er sollte auch eine Wandlung im Geiste durchgemacht haben, die ihn dazu bringt, dieselben Sünden nicht immer wieder zu begehen. Andererseits erinnert die Absolution auch daran, dass in Christus alle Sünden bedeckt werden und wir Vergebung erlangen KÖNNEN. Insofern finde ich das Ritual auch tröstlich und bedeutungsvoll.

      Zum Thema „Handeln in der Verantwortung vor Gott“ könnte ich auch noch viel schreiben, aber momentan fehlt mir etwas die Zeit. Insofern möchte ich Ihnen zustimmen, dass wir uns eines, gar nicht allzufernen, Tages werden vor Ihm verantworten müssen. Allerdings verlasse ich mich dann darauf, dass Christus als Fürbitter, als „Anwelt“ für mich hervortreten wird, um mich zu den Seinen zu zählen, weshalb das Gericht an mir vorübergehen wird. Wenn ich diesen Trost nicht hätte, könnte ich nicht einen Tag weiterleben, ohne mich mit endlosen Gewissensqualen selbst zu martern. Das entbindet mich nicht von der Verantwortung, lässt mich aber handlungsfähig bleiben, ohne, dass ich dauerhaft mit dem „Höllenfeuer“ zu rechnen hätte. Das beruhigt.
      Natürlich

      Mein persönliches Vorbild sind die Ordensleute, die als Missionare ihren Glauben in die Welt tragen und ihn gleichzeitig praktisch vorleben. Wenn ich in das Gesicht der Schwester Hatune schaue, dann sehe ich die Liebe, die Jesus Christus den Menschen predigte. Nicht Beruf, sondern Berufung.

      Oder „Mamma“ Maggie Gobran. Diese Frau strahlt etwas förmlich Überirdisches aus, was nur in ihrer Verbindung mit Christus begründet sein kann. Diese Menschen geben mir den Glauben an die Christenheit zurück, selbst wenn ich selbst nicht so engagiert oder gut bin, wie diese beiden. Auch das Wort, das mir ein Prediger mal mitgab, dass die Welt ohne Christen noch viel Schlimmer aussähe, fällt mir dabei wieder ein. Ohne die Liebe Christi, die sich in konkreter Hilfe äußert, wäre dieser Planet längst vor die Hunde gegangen. Das ist etwas, dass Atheisten, Christenhasser und ähnlich gelagerte Leute nie verstehen werden.

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